Judith Mader16.01.2014

2014 – Welcome to Chiradzulu!

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Heute ist der 31.12. und wir begehen wie überall auf der Welt den Jahreswechsel. Zuvor ist der 31.12 jedoch noch ein ganz normaler Arbeitstag. Seit Weihnachten regnet es immer häufiger und intensiver. Der Regen ist in keinster Weise mit dem zuhause zu vergleichen, weder was die Intensität noch was die Dauer betrifft. Hat es einmal richtig losgelegt, so passt nur eine Beschreibung wirklich: WELTUNTERGANGSSTIMMUNG :-) Aber irgendwie scheint es, dass die Welt hier mehrmals am Tag untergehen kann, wenn es sein muss. :-) :-) :-)

Auch gestern Nacht hat es wieder mal geregnet, darum ist der Boden heute so richtig aufgeweicht, als ich in der Früh zur Arbeit spaziere. Gott sei Dank ist heute „Bürotag“ und der vergeht meistens wie im Flug, so auch heute. Bevor wir in die Mittagspause gehen, wünsche ich noch meinen beiden Storekeepern und unserem Fahrer ein gesundes und glückliches neues Jahr! Jetzt hab ich noch ein paar Stunden Zeit um die eine oder andere hartnäckig liegengebliebene Arbeit zu erledigen und auf die restlichen Bestellungen für den 2.1. zu warten. Schließlich sollte man das neue Jahr nicht mit Altlasten beginnen. Bis 5 Uhr habe ich dafür Zeit!  Danach muss ich mich fertig machen, für heute Abend. Wir fahren in die Stadt zum Essen. Nach einem gemütlichen Essen in der Stadt und einem Drink zum Anstoßen fürs Neue Jahr geht’s wieder zurück nach Chiradzulu. Auf der Veranda wird dann noch wie üblich ein kleines bisschen weitergefeiert. Und irgendwann, so kurz vor dem zu Bett gehen, kommt dann der ruhige Moment und ich muss an das vergangene und bevorstehende Jahr denken. Die Sache mit den Vorsätzen habe ich vor langer Zeit aufgegeben, denn es kommt immer anders als man plant und denkt.  Trotzdem gibt es ein paar kleine Dinge, die ich für mich selbst im kommenden Jahr erreichen möchte.

Dem Team von Ärzte ohne Grenzen in  Chiradzulu wünsche viel Erfolg und Kraft für die Arbeit hier. Bleibt gesund, passt auf euch auf und ich hoffe ihr habt auch genau soviel Spaß, wie wir ihn hatten.

Für Chiradzulu und die Menschen in Malawi, besonders die HIV-Positiven unter ihnen, wünsche ich mir, dass sie nicht vergessen werden und dass sie den steinigen Weg weitergehen – mit dem Ziel eine funktionierende eigenständige Gesundheitsversorgung für Jedermann zu haben.

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