Ursula Wagner25.11.2014

Bienvenue à Am Timan

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Zuerst heißt es mal hier ankommen, mich mit meinem 11-köpfigen Team an internationalen Einsatzkräften einleben, mein Tukul einrichten, mich an das Klima und Insekten und Reptilien aller Art zu gewöhnen.

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Unsere Unterkunft in einem Tukul © Ursula Wagner/MSF

Und ich muss mich damit anfreunden, dass mein Dschungelcamp komfortabler ist als gedacht: Es gibt Wlan, Dusche und die Salamat-Region als „Brotkorb des Tschad“ bietet eine reichhaltige Küche mit viel Obst (Mangos!) und Gemüse. Meine vorsorglich mitgebrachten Vitamintabletten kann ich also verschenken.

Der Weg in mein neues Büro führt mich ein kurzes Stück entlang einer staubigen Straße:

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Der Weg in die Arbeit © Ursula Wagner/MSF

Schön langsam klärt sich mein neues Jobprofil und nimmt Formen an. Namen, die ich bisher nur aus Berichten kenne, werden zu Gesichtern und Dorfnamen zu realen Orten: Ich bin für die Koordination der allgemeinen Gesundheitsbildung im Krankenhaus zuständig sowie im so genannten „Outreach“, d.h. in entlegenen Dörfern, die bis zu 1,5 Jeepstunden von Am Timan entfernt liegen. Dafür steht mir ein 5-köpfiges lokales Team zur Verfügung, das bereits super eingearbeitet ist. Im Bild ist auch ein internationaler Kollege, der Outreach-Krankenpfleger Jean-Claude, mit dem ich meine Arbeit abstimme:

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Unser Outreach-Team (v.l.n.r.): Hamza, Idriss, Ismail, Jean-Claude, Abdoelaye, Zamzam und ich © Ursula Wagner/MSF

Wir kommunizieren auf Französisch, aber die lokale Version stellt eine kleine Herausforderung dar – es ist nicht gerade das Schulfranzösisch aus der oberösterreichischen Provinz, mit dem ich ausgestattet bin. Dazu kommt, dass die Menschen hier sehr leise sprechen. Ich beschließe daher, gleich auf Arabisch zu setzen und lerne: Schwangerschaft, Geburt, zu Hause, …

Denn als erste Aufgabe arbeite ich mit meinem neuen Team zwei Wochen an einer Studie mit, ein perfekter Einstieg in die Arbeit im Projekt. Gemeinsam mit mir angekommen ist Turid, die als „Health Advisor“, also Gesundheitsberaterin, im Büro von Ärzte ohne Grenzen in Berlin tätig ist. Mittels qualitativer Methoden will sie mehr über traditionelle Praktiken während und nach Schwangerschaft und Geburt erfahren – damit wir besser verstehen, was Frauen davon abhält, in den staatlichen Gesundheitszentren oder im Krankenhaus zu gebären.T

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