Anästhesisten und Anästhesistinnen

Anästhesisten und Anästhesistinnen müssen bei ihrem Einsatz oft mit einfachsten technischen Mitteln und unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Eine möglichst vielfältige praktische Erfahrung ist erforderlich.

Für Anästhesisten und Anästhesistinnen sind auch das Beherrschen "antiquierter" Arbeitsmethoden von großem Vorteil. Sie werden oft in Kriegs- oder Krisengebieten eingesetzt. Ihre Flexibilität, Ihr Erfindungsreichtum und Ihre Erfahrungen werden Sie dafür einsetzen, auch ohne technische Überwachungsgeräte und Sauerstoffgerät mit all Ihren fünf Sinnen im OP zu arbeiten. Sie machen Narkosen, bei denen Ihr klinischer Blick das Wichtigste ist. Außerdem bilden Sie lokale Kollegen und Kolleginnen weiter und konzipieren Notfallpläne für Situationen mit vielen Verletzten.

Spezielle Anforderungen:

  • abgeschlossene Facharztausbildung
  • möglichst breite Berufserfahrung
  • mindestens 4 Wochen Zeit (nach Validierung durch einen technischen Referenten)

Anästhesisten und Anästhesistinnen sollten Erfahrung in folgenden Bereichen mitbringen:

  • Inhalationsanästhesie mit Intubation oder Maskenbeatmung
  • Spinalanästhesie
  • Regionalanästhesie (diverse Blöcke, iv-Regionale, einfache Lokalanästhesie)
  • Kinderanästhesie
  • Neugeborenen-Reanimation
  • Notfallmedizin (Reanimation, Asthmaanfall, Atemnot bei Kindern)
  • ideal: Geburtshilfe mit Beherrschung aller Komplikationen (Eklampsie, prä- und postpartale Blutungen)

Mehr Informationen für dieses Profil finden Sie auf unserer speziellen Website

"Wir können in den Ländern, in denen wir tätig sind, das System nicht ändern. Manchmal mag unsere Arbeit wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein erscheinen. Aber alleine die Tatsache, dass die betroffenen Menschen uns vertrauen, unsere Hilfe in Anspruch nehmen und  in unsere Spitäler kommen – weil es keine andere medizinische Versorgung mehr gibt oder noch nie gegeben hat – zeigt mir, dass unsere Arbeit notwendig  ist.
Das ist für mich Motivation genug, weiter mit Ärzte ohne Grenzen auf Einsatz zu gehen."
Karl Lampl, Anästhesist

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