Demokratische Republik Kongo

Ärzte ohne Grenzen bekämpft die Ebola-Epidemie in der DR Kongo

Während Ärzte ohne Grenzen in Uganda den Einsatz gegen Ebola beendet hat, ist die medizinische Organisation im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) immer noch aktiv.

Das Epizentrum der Ebola -Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo befindet sich in und um die Stadt Isiro in der Provinz Orientale. Eine rückblickende Studie der Verdachtsfälle hat gezeigt, dass seit dem Ausbruch der Epidemie im Mai 2012 31 Menschen gestorben sind. Davon konnten jedoch nur 16 im Labor als Ebola -Fälle bestätigt werden. Obwohl die Situation weiterhin ernst ist, erinnert Ärzte ohne Grenzen daran, dass zurzeit nur sechs Patienten von der Krankheit betroffen sind. Nachdem das Virus bei ihnen nachgewiesen wurde, befinden sie sich im Behandlungszentrum in Isiro. Ärzte ohne Grenzen kümmert sich zusammen mit dem kongolesischen Gesundheitsministerium und anderen Organisationen um die Patienten und versucht, die Epidemie einzudämmen.

Gründliche Untersuchung der Epidemie

„Wir untersuchen die Ebola-Epidemie gründlich, damit wir die Dynamik des Virus verstehen“, erklärt Teresa Sancristóval, Leiterin des Notfallteams von Ärzte ohne Grenzen. „Wir stellen fest, dass einige Personen der Krankheit vorerst entkommen konnten. Deshalb untersuchen wir sie, um zu prüfen, ob sie die Krankheit nicht schon früher hatten. Seit das Behandlungszentrum eröffnet wurde, sind alle Patienten, die an dieser Krankheit leiden, hier behandelt worden.“

Ärzte ohne Grenzen hat Maßnahmen ergriffen, um eine weitere Ausbreitung der Epidemie zu verhindern. Das Notfallteam hat ein Behandlungszentrum eröffnet und liefert Unterstützung bei der Schulung des Personals des Gesundheitsministeriums, damit die Epidemie angemessen bekämpft werden kann. Des Weiteren stellt es den Patienten und ihren Familien auch psychosoziale Hilfe zur Verfügung. Schließlich ist auch die Einhaltung strikter Hygieneregeln entscheidend, um Ansteckungen zu verhindern und die weitere Verbreitung des Virus zu beenden.

Ende des Einsatzes in Uganda

Am 13. September 2012 hat Ärzte ohne Grenzen den Nothilfe-Einsatz gegen die Ebola -Epidemie in Uganda beendet. Das Ärzte ohne Grenzen-Team hat deshalb die Führung des Behandlungszentrums, das es im Distrikt Kibaale im Osten des Landes erstellt hatte, dem ugandischen Gesundheitsministerium übertragen.

Nachdem die Epidemie Ende Juli bekannt wurde, war ein Notfallteam von Ärzte ohne Grenzen gebildet worden, das ein Behandlungszentrum im Spital von Kagadi errichtet hat. Zudem hat Ärzte ohne Grenzen eine Behandlungsabteilung im Spital von Mulago in Kampala, der Hauptstadt, saniert, um auf künftige Epidemien im Land vorbereitet zu sein. „Uganda hat seine Kapazitäten, die nötig sind um auf Ebola-Notfälle zu reagieren, ausgebaut“, betont Olimpia de la Rosa, Nothilfekoordinatorin von Ärzte ohne Grenzen.

Diese jüngste Ebola-Epidemie hat 17 Menschen das Leben gekostet. Nachdem das Behandlungszentrum eröffnet worden war, wurden 69 Verdachtsfälle und fünf bestätigte Fälle registriert. Seit dem dritten August wurden jedoch keine neuen Fälle mehr bestätigt. Eine Ebola -Epidemie wird aber erst als offiziell nach 42 Tagen ohne neue bestätigte Infektionen als beendet angesehen.

Manche Patienten erholen sich vollständig

Gegen das hämorrhagische Fieber Ebola gibt es weder eine Behandlung noch eine Impfung. Erstmals wurde es 1976 in Zaire, der heutigen DR Kongo, am Menschen entdeckt. Es wird durch Körperflüssigkeiten übertragen und hat je nach Virenstamm eine Sterblichkeitsrate von 25 bis 90 Prozent zur Folge. Einige Patienten erholen sich jedoch vollständig. Einer dieser Fälle ereignete sich im Distrikt Kibaale in Uganda, wo eine schwangere Frau ihr Kind verlor, aber die Krankheit überlebt hat.

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