Türkei

Ärzte ohne Grenzen verteilt Zelte an Erdbebenopfer in der Türkei

Seit dem Erdbeben vom 23. Oktober 2011 im Südosten der Türkei haben Teams von Ärzte ohne Grenzen zusammen mit lokalen Organisationen 2.000 winterfeste Zelte und 2.000 Kochsets verteilt. 12.000 Menschen aus Van und Ercis – den vom Erdbeben am meisten betroffenen Städten – haben die Materialien erhalten.

„Die Bevölkerung hier leidet immer noch unter den Nachbeben und hat Angst davor, in ihre Häuser zurückzukehren. Zudem hat es begonnen zu schneien, und die Menschen sind jetzt, wo es Winter wird - sehr besorgt über fehlende Unterbringungen, erklärt Notfallkoordinator Guillem Pérez. „Die Temperaturen sind nachts sehr niedrig, und die Situation, in der sich die Bevölkerung befindet, wird sich zunächst nicht verändern. Es wird Monate dauern, bis ihre Leben wieder im Normalzustand sind“, fügt er hinzu.

Psychosoziale Hilfe

Ärzte ohne Grenzen unterstützt Betroffene in Van und Ercis mit psychosozialer Hilfe, die lokale Psychologen leisten. Die Organisation wird zudem ein Referenzsystem aufbauen, damit Menschen in abgelegenen Gebieten, die spezielle Hilfe benötigen, diese in Krankenhäusern erhalten können. Geplant ist auch, türkische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schulen.

Durch das vorhandene wirkungsvolle Gesundheitssystem kann gut auf die medizinischen Bedürfnisse reagiert werden. Dennoch wird ein Team von Ärzte ohne Grenzen mindestens zwei weitere Monate vor Ort bleiben, um auf möglichen neuen Hilfsbedarf nach der Notfallphase reagieren zu können.

Teilen

Vervielfältigen