Liberia

Ebola: Infizierte Mitarbeiterin genesen

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) ist sehr erleichtert zu erfahren, dass die französische Mitarbeiterin der Organisation, die sich im September in Liberia mit Ebola infiziert hatte, wieder genesen ist. Das französische Gesundheitsministerium hat dies am 4. Oktober bestätigt. 

„Wir freuen uns mit der Familie der Kollegin über diese gute Nachricht. Dies ist eine große Erleichterung für uns alle bei Ärzte ohne Grenzen. Wir möchten uns herzlich beim Team des Bégin-Krankenhauses bedanken, das sich nach ihrer Rückkehr nach Frankreich um sie gekümmert hat“, sagt Stéphane Roques, der Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen Frankreich.

Seit dem Beginn der Ebola -Epidemie in Westafrika im März haben sich viele medizinische und nichtmedizinische Mitarbeiter von Gesundheitsbehörden und Hilfsorganisationen mit dem Virus angesteckt. Es wird davon ausgegangen, dass bisher 373 medizinische Helfer infiziert wurden, davon sind 208 gestorben. Seit März haben sich 16 Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen infiziert; neun sind gestorben.

„Wir wollen auch die anderen Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen nicht vergessen, die sich seit dem Ausbruch des Virus angesteckt haben. Wir gedenken speziell jenen, die nicht überlebt haben, und sind in Gedanken bei ihren Familien“, so Roques.

Fast 3.000 einheimische und internationale Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen kämpfen in Guinea, Liberia und Sierra Leone weiter gegen das Ebola-Virus. „Angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreitet, müssen wir die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass sich weitere Mitarbeiter von Gesundheitsministerien und Ärzte ohne Grenzen, oder ihre Familien, mit dem Virus infizieren werden. Im Namen der Bevölkerung in allen betroffenen Ländern wiederholt Ärzte ohne Grenzen den Appell an alle Staaten, sofort alle möglichen Kapazitäten zu mobilisieren, um diese Epidemie einzudämmen“, betont Stéphane Roques.

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