Malawi

Gefangen in Malawi: „Hier sind wir nicht einmal mehr Menschen“

Dieser Foto-Bericht bietet Einblicke in das Leben hinter Gittern und zeigt Schicksale von Häftlingen, den Alltag des Gefängnispersonals und die Arbeit unserer Teams in zwei der größten Haftanstalten Malawis.

In den größten Haftanstalten Malawis sind momentan mehrere Hundert äthiopische Flüchtlinge eingesperrt. Als undokumentierte MigrantInnen werden sie auf ihrem Weg nach Südafrika festgenommen und zu einer mehrmonatigen Haft verurteilt. Die Bedingungen in den teilweise dreifach überbelegten Gefängnissen sind katastrophal – es mangelt an Platz, Nahrung, Wasser- und Sanitäranlagen und medizinischer Versorgung. Unsere Teams sind daher in zwei der vier größten Haftanstalten tätig.

Unser Einsatzleiter Amaury Grégoire über die Situation der inhaftierten äthiopischen MigrantInnen: „Der Großteil dieser Menschen haben sich nur einer einzigen Sache schuldig gemacht: Sie träumen von einem besseren Leben in Südafrika. Sie sind keines anderen Verbrechens schuldig und werden trotzdem monatelang in einem Hochsicherheitsgefängnis eingesperrt. Doch wir sehen das Leid, das sie durchmachen müssen: Die extreme Überfüllung, die unhygienischen Bedingungen, das ungenügende Essen und die psychische Belastung, nicht zu wissen, wann oder wie sie entlassen werden. Der aktuelle Umgang mit dem Migrationsstrom in Malawi hat schreckliche Konsequenzen für unschuldige Einzelpersonen.“

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