Gewalt in Syrien zwingt Menschen zur Flucht

Seit Beginn der Aufstände in Syrien im März 2011 haben über 120.000 Syrer in den Nachbarländern Zuflucht gesucht.

Seit die Gewalt in Syrien zugenommen hat, strömen syrische Flüchtlinge in Nachbarländer wie den Libanon. Die Teams von Ärzte ohne Grenzen beobachten die humanitäre Lage an der libanesischen Grenze und sind auf weitere Flüchtlingsströme vorbereitet. Der Bedarf an humanitärer Versorgung dürfte derzeit gedeckt sein, das könnte sich aber schnell ändern. Ärzte ohne Grenzen ist darüber beunruhigt, dass ein Teil der Flüchtlinge vollkommen auf die im Libanon vorhandene Hilfe angewiesen ist. Diese muss längerfristig aufrechterhalten werden, denn derzeit sind die Bewältigungsmechanismen der Menschen vor Ort stark beansprucht.

Seit dem Ansturm syrischer Flüchtlinge im Libanon leistet Ärzte ohne Grenzen Syrerinnen und Syrern medizinische und psychologische Hilfe und verteilt Hilfsgüter in Tripolis, Wadi Khaled und im Bekaa-Tal. Der größte unmittelbare Bedarf sind Unterkunft, Nahrungsmittel, Basisgesundheitsversorgung und psychologische Betreuung. Seit dem Ausbruch des jüngsten Konflikts in Syrien hat Ärzte ohne Grenzen im Libanon über 6.000 medizinische Behandlungen und 1.000 psychologische und psychiatrische Einzeltherapien durchgeführt, etwa 2.150 Menschen in der Region Aarsal im Beaka-Tal mit Hilfsgütern, einschließlich Benzin, Brennholz und Hygienekits versorgt. Es sind zwar viele Hilfsorganisationen vor Ort, und die Hilfe für die Flüchtlinge ist schnell angelaufen, diese muss aber weitergehen und verstärkt werden.

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