Bangladesch

Hilfe für Opfer des Wirbelsturms Aila

Es ist bereits einen Monat her, seit der Wirbelsturm Aila Bangladesch und den indischen Staat Westbengalen heimgesucht hat, die Menschen leiden aber immer noch unter den dadurch verursachten Hochwassern. Sie benötigen dringend Unterkünfte, Trinkwasser, Nahrung und sanitäre Einrichtungen. Es wird berichtet, dass Menschen in abgelegenen Regionen noch gar keine Hilfe erhalten haben.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen verteilen in den betroffenen Gebieten Gebrauchsgegenstände, leisten medizinische Grundversorgung und repariere Wasserquellen. Insgesamt leistet Ärzte ohne Grenzen derzeit Hilfe für etwa 75.000 Menschen in Bangladesch und 15.000 Menschen in Indien, die von dem Wirbelsturm betroffen sind.

Anhaltende Fluten

Das Flutwasser zerstört Häuser, die Viehwirtschaft, Shrimps-Farmen und Ackerflächen. Die Menschen leben in behelfsmäßigen Unterkünften auf den verbleibenden Teilen der Uferdämme. Einige Dörfer werden nach wie vor zweimal täglich während der Flut überschwemmt.

„Die Menschen stehen bis zum Hals im Wasser“

„Die Menschen stehen bis zum Hals im Wasser“, sagt Rivkah van Barneveld, Nothilfe-Koordinator von Ärzte ohne Grenzen in Westbengalen. „Die Häuser sind entweder zerstört oder überschwemmt, die Menschen schlafen meist im Nassen. Da der Monsun in Kürze beginnt, sind Unterkünfte derzeit Priorität. Ärzte ohne Grenzen gibt den Familien Plastikplanen und Decken.“

Hautkrankheiten und Durchfall

Wasserversorgungssystem und Latrinen wurden ebenfalls durch die Fluten zerstört, was die Gefahr von Durchfall und anderen übertragbaren Krankheiten erhöht. Da es kein Trinkwasser gibt, benutzen die Menschen das gleiche Wasser zum Baden, zum Waschen und zum Trinken.

Die existierenden Gesundheitseinrichtungen funktionieren in der Regel gut. Ärzte ohne Grenzen führt in Bangladesch in den überfluteten Gegenden mobile Kliniken durch. „Wir haben bisher zehn verschiedene Orte besucht und täglich mehr als 250 Menschen behandelt, die meisten gegen Durchfall oder Hautkrankheiten. Ärzte ohne Grenzen verteilt Seife, Eimer und Chlortabletten. Außerdem zeigen wir den Menschen, wie die Tabletten benutzt werden.“

In den nächsten Tagen wird ein weiteres Nothilfeteam mit Medizinern, Logistikern und einem Spezialisten für Wasser und Sanitär nach Bangladesch reisen.

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