Jemen

Jemen: Ärzte ohne Grenzen behandelt Opfer von Gewalt

Ärzte ohne Grenzen hat am 21. Februar in Aden und Al Daleh, im südlichen Jemen, 39 Menschen versorgt, die bei Gewaltausbrüchen  im Zusammenhang mit den nationalen Wahlen verletzt wurden. Eine lokale separatistische Bewegung boykottierte die Abstimmung, was im Süden des Landes, vor allem in Aden, der Hauptstadt der Region, zu Auseinandersetzungen geführt hat.

Medizinische und chirurgische Teams von Ärzte ohne Grenzen unterstützten drei Krankenhäuser in Aden, zudem wurde die Gesundheitsversorgung für die Verwundeten mitfinanziert. Diese Krankenhäuser haben am Dienstag insgesamt 37 Personen aufgenommen. Darüber hinaus behandelte ein Team von Ärzte ohne Grenzen, das etwa 120 Kilometer weiter nördlich in der Notaufnahme des Al-Daleh Krankenhaus arbeitet, zwei Opfer mit Schusswunden.

Lage weiter angespannt

Die Lage in der Region bleibt angespannt. Die Teams werden das Personal in den drei Krankenhäusern daher weiter unterstützen, falls weitere Verwundete eingeliefert werden.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit mehr als einem Jahr in den Konfliktgebieten im Süden des Jemen, vor allem in den Regierungsbezirken Aden, Abyan, Al-Daleh und Lahj. Die Mitarbeiter arbeiten in der Notaufnahme, überweisen Verwundete in andere Einrichtungen und helfen bei der Basisgesundheitsversorgung für die Bevölkerung sowie für die Vertriebenen der Kämpfe in Abyan. Im Jahr 2011 hat Ärzte ohne Grenzen mehr als 15.000 Patienten in der Notaufnahme behandelt und 1.500 Patienten operiert.

Ärzte ohne Grenzen leistet weltweit in mehr als 60 Ländern unabhängige humanitäre Hilfe. Die Arbeit im Jemen finanziert die Organisation allein aus privaten Spenden. Ärzte ohne Grenzen akzeptiert dafür keinerlei Gelder von Regierungen.

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