Kirgisistan

Kirgisistan: Ärzte ohne Grenzen versorgt Opfer der Ausschreitungen in Bischkek mit medizinischem Material

Hunderte Verletzte kamen nach den gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Streitkräften und Demonstranten in den Straßen von Bischkek am 7. April in die Krankenhäuser der kirgisischen Hauptstadt. Das Team von Ärzte ohne Grenzen in Kirgisistan hat gestern sofort reagiert und das öffentliche Krankenhaus und die größte Ambulanz mit medizinischem Erste-Hilfe-Material und Medikamenten versorgt – mit Verbänden und anderem sterilen Material, Spritzen, Antibiotika und Schmerzmitteln. Weiteres Material und Medikamente werden noch heute von Ärzte ohne Grenzen an drei weitere Gesundheitszentren in der Hauptstadt verteilt.

In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Roten Kreuz besuchen Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen heute in Bischkek Krankenhäuser und treffen Gesundheitsbehörden, um einen möglichen weiteren Bedarf an medizinischem Material und Personal abzuklären. „In das öffentliche Krankenhaus der Stadt kommen auch heute noch nach wie vor Verletzte. Wir müssen gewährleisten, dass die Hunderten Verletzten Zugang zu adäquater medizinischer Versorgung haben. Die meisten von ihnen wurden geschlagen oder angeschossen, und einige leiden unter schweren Kopf- oder Brustverletzungen“ erklärt Alexandre Baillat, Einsatzleiter von Ärzte ohne Grenzen in Kirgisistan.

Zusätzliches medizinisches Material einschließlich spezieller medizinischer Kits zur Behandlung von 300 Verwundeten sowie chirurgisches Material wird derzeit vom Logistikzentrum in Bordeaux in Frankreich zum Versand nach Kirgisistan bereitgestellt.

Ärzte ohne Grenzen betreibt seit dem Jahr 2006 ein Tuberkulose-Programm in kirgisischen Gefängnissen .

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