Unsere Hilfe in Bangladesch

Mental Health: Rohingya Trauma and Resilience - Sawmiraj and Mohib Story
Robin Hammond/NOOR
 Bangladesch, 28.11.2017: Um Kalsoum hat zwei Kinder bei der Gewalt in ihrem Dorf in Myanmar verloren. Ihr 18 Monate alter Sohn Abdul Hafiz hat überlebt.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

556.300 ambulante Sprechstunden
27.700 psychologische Einzelgespräche
3.400 Entbindungen
338 Millionen Liter chloriertes Trinkwasser bereitgestellt

Ärzte ohne Grenzen setzte 2019 die Hilfe in Bangladesch fort: Die Teams leisteten medizinische und humanitäre Hilfe für Rohingya-Flüchtlinge und die lokale Bevölkerung. Zudem halfen sie bei Engpässen in der Gesundheitsversorgung im Slum Kamrangirchar in Dhaka.

Unsere Hilfe in Bangladesh

Im Jahr 2019 konzentrierten wir uns darauf, die medizinische und psychologische Versorgung im größten Flüchtlingslager weltweit zu verbessern. Rund eine Million Rohingya lebten in Cox´s Bazar in überfüllten Bambushütten, vollständig abhängig von humanitärer Hilfe. Krankheiten wie Masern, akuter wässriger Durchfall oder Diphtherie, die leicht vermieden werden könnten, waren ein ständiges Gesundheitsrisiko für die Flüchtlinge. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit war die Versorgung von Müttern und Kindern in unseren Geburtshilfekliniken: Zunehmend mehr Frauen entbanden in unseren Gesundheitszentren.

Zum Jahresende betreuten wir drei Krankenhäuser, drei Kliniken, einen Gesundheitsposten, zwei fachmedizinische Zentren und vier Einrichtungen für die Versorgung möglicher Infektionskrankheiten. Auch psychologische Hilfe spielte eine große Rolle.
In Kamrangirchar, einem Stadtviertel von Dhaka mit Hunderten kleiner Betriebe, betreuten wir ein arbeitsmedizinisches Gesundheitsprogramm. Wir hielten Tausende Sprechstunden ab, starteten eine neue mobile Klinik, nahmen Schwangerschaftsberatungen vor und halfen bei Entbindungen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1985 Hilfe in Bangladesch an.

Mai 2020

Quelle: International Activity Report 2019

 

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