Unsere Hilfe in Haiti

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen nahm sich 2019 der durch massive politische Proteste entstandenen Engpässe in medizinischer Versorgung in Haiti an.

  • 2.860 Behandlungen infolge körperlicher Gewalt
  • 880 Behandlungen infolge sexueller Gewalt

Unsere Hilfe in Haiti:

Die massiven politischen Proteste in Haiti führten 2019 zu großen Engpässen bei der medizinischen Versorgung. Es mangelte an Medikamenten, Blut, Sauerstoff, Elektrizität, Benzin und Personal. Dies betraf sowohl staatliche als auch private Kliniken. Die Teams setzten ihre Arbeit in unseren fünf Einrichtungen in der Hauptstadt Port-au-Prince und Port-a-Piment fort.

In Port-au-Prince eröffneten wir im November 2019 ein Unfallkrankenhaus im Stadtviertel Tabarre. Unser Notaufnahme- und Stabilisierungszentrum im Stadtviertel Martissant nahm viele Patient*innen auf, die gewaltbedingte Verletzungen aufwiesen. Im Armenviertel Cite Soleil wurden im Drouillard-Krankenhaus, der einzigen Klinik für Verbrennungen, vieler Kinder aufgenommen, die im häuslichen Umfeld verletzt worden waren. Zudem versorgten unsere Teams viele Überlebende sexueller und genderbasierter Gewalt in zwei öffentlichen Krankenhäusern im Stadtviertel Delmas 33.

Im Südwesten des Landes unterstützten wir die Notaufnahme und Geburtsstation im Gesundheitszentrum in Port-a-Piment sowie zwei Kliniken mit Medikamenten.
 

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1991 Hilfe in Haiti an.

Mai 2020

Quelle: International Activity Report 2019.

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