Unsere Hilfe in Syrien

Unsere Aktivitäten im Überblick:

  • 515.100 ambulante Sprechstunden
  • 169.100 Routineimpfungen
  • 14.800 Entbindungen, einschließlich Kaiserschnitten
  • 37.200 stationäre Aufnahmen 
  • 7.280 psychologische Einzelgespräche
  • 13.500 chirurgische Eingriffe

Unsere Hilfe in Syrien im Einzelnen (Auszug):

  • Unsere Hilfe in Syrien wurde auch im Jahr 2019 durch Unsicherheit und Zugangsbeschränkungen stark begrenzt.
  • Im Nordwesten Syriens lebten Hunderttausende Vertriebene, nachdem die Regierung und ihre Alliierten in der Provinz Idlib eine Offensive gestartet hatten. Schulen, Krankenhäuser, Marktplätze und Vertriebenenlager wurden während der Angriffe getroffen und zerstört.  Im Rahmen unserer Hilfe in Syrien unterstützten wir zahlreiche Krankenhäuser und Kliniken in den Provinzen Idlib und Aleppo. Wir setzten auch das Co-Management in drei Referenzkrankenhäusern fort. In Atmeh betreuten wir eine Station für Verbrennungen: Unsere Teams nahmen chirurgische Eingriffe vor, legten Wundverbände an und boten Physiotherapie sowie psychologische Hilfe an. Zudem unterstützten sie Impfprogramme in Kliniken und Vertriebenenlagern und stellten überlebenswichtige Medikamente für rund 100 Patientinnen und Patienten mit Nierenerkrankungen in Idlib zur Verfügung. Da aufgrund des Konflikts die Anzahl vertriebener Menschen in den Lagern zunahm, verstärkten wir unsere Hilfe in Syrien durch die Verteilung von Hilfsgütern, Wasser- und Sanitäraktivitäten sowie die Lieferung von medizinischem Nothilfematerial. Zudem stellten wir in den Camps mehr mobile Kliniken zur Verfügung.
  • Im Nordosten des Landes starteten wir im Januar 2019 ein großes Nothilfeprogramm in der Provinz al-Hasaka: Wir verteilten im Lager al-Hol Hilfsgüter und eröffneten eine Klinik mit einem umfassenden medizinischen Angebot. Diese Hilfe in Syrien umfasste auch Wasser- und Sanitäraktivitäten. In der Provinz al-Rakka flammte der Konflikt im Oktober wieder auf, so dass die Vertriebenen das Camp Ain Issa, in dem wir tätig waren, fluchtartig verließen. In der Stadt Rakka betreuten wir weiterhin ein Gesundheitszentrum, sanierten einen Teil des Krankenhauses und unterstützten diverse Krankenhausstationen. Das Team blieb auch weiterhin in der Geburtshilfeklinik in Kobane/Ain Al Arab tätig (Provinz Aleppo). Zudem verteilten wir im Rahmen unserer Hilfe in Syrien im Oktober dringend benötigte Hilfsgüter in den Vertriebenencamps in Tal Tamer, al-Hasaka und Newroz.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 2009 Hilfe in Syrien an.

Mai 2020

Quelle: International Activity Report 2019

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