Unsere Hilfe in Tadschikistan

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte 2018 die Hilfe in Tadschikistan darauf, gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden die Versorgung von Tuberkulose (TB) und HIV für Kinder und ihre Familien zu verbessern.

Unsere Hilfe in Tadschikistan im Einzelnen (Auszug):

  • Unsere TB-Hilfe in Tadschikistan lief vorranging in der Hauptstadt Duschanbé. Wir unterstützten die Behörden bei einem Tuberkuloseprojekt für Kinder und ihre Familien, wobei wir uns auf resistente TB-Formen fokussierten. Kinder sind besonders anfällig für Tuberkulose, und die pädiatrischen Krankheitsformen stellen die Diagnose und Behandlung vor besondere Herausforderungen.
     
  • Im Rahmen der Hilfe in Tadschikistan haben Ärzte ohne Grenzen und die Gesundheitsbehörden ein Versorgungsmodell erarbeitet, das sowohl innovativ als auch patientenzentriert ist – und dessen Wirksamkeit nachgewiesen ist. Unser umfassender Ansatz schließt die Ermittlung der Kontaktpersonen, Tests, bedarfsgerechte Dosierung zur einfacheren Einnahme der Medikamente, Überwachung und Versorgung möglicher Nebenwirkungen ein. Unsere Teams boten auch Beratungen zur Therapietreue an sowie Spieltherapien, Schulbegleitung für stationär aufgenommene Kinder, psychosoziale Hilfe und Ernährungsunterstützung. Im Rahmen dieser Hilfe in Tadschikistan führten wir gemeinsam mit den Behörden neuere Arzneimittel ein, einschließlich Bedaquilin und/oder Delamanid, sowie kürzere Behandlungspläne: 20 Patientinnen und Patienten begannen im Jahr 2018 Kurzzeittherapien, 30 Patienten starteten eine Behandlung mit neueren Medikamenten-Kombinationen.
     
  • Zum Jahresende 2018 profitierten 262 Patientinnen von dieser Hilfe in Tadschikistan. Zudem trainierten unsere Teams 878 Ärzte, Pflege- und Gesundheitsfachkräfte sowie 26 Freiwillige aus den Gemeinden.
     
  • In Kulob, im Süden des Landes, kooperierten wir mit den Behörden in einem HIV-Programm für Kinder und ihre Familien. Ziel war es, HIV-Infektionen zu identifizieren und zu behandeln. Darüber hinaus diagnostizierten und behandelten die Teams auch Begleitinfektionen, verhinderten die Übertragung des HI-Virus von der Mutter auf das Kind, leisteten psychosoziale Hilfe und führten Maßnahmen zur Infektionskontrolle ein, um durch Blut übertragene Krankheiten zu verhindern.
     
  • Im Jahr 2018 führten wir zudem erfolgreich zwei neue Screening-Instrumente ein, um HIV bei Kindern zu ermitteln. Eines dieser Instrumente wurde landesweit eingeführt. Im Rahmen dieser Hilfe in Tadschikistan trainierten wir 1.118 Gesundheitsfachkräfte und ermöglichten dank erhöhter Fallermittlung 26 Kindern, ihre Behandlung zu beginnen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1997 Hilfe in Tadschikistan an.

Quelle: International Activity Report 2018

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