HIV/Aids

Der humane Immundefizienz-Virus (HIV) wird durch Blut und Körperflüssigkeiten übertragen und schwächt allmählich das Immunsystem. 95 Prozent der Betroffenen leben in ärmeren Ländern. 

HIV führt – meist im Verlauf von drei bis 15 Jahren – zum "erworbenen Immundefektsyndrom" (AIDS). Ohne Behandlung führt dies zum Tod. Wenn der Virus sich ausbreitet, beginnen die Kranken unter sogenannten opportunistischen Infektionen zu leiden. Tuberkulose (TB) ist eine der häufigsten Infektionen, an der HIV/Aids-Patienten und -Patientinnen sterben.

Ein einfacher Bluttest kann den HIV-Status klären. Allerdings leben viele Menschen jahrelang ohne Symptome und wissen oft gar nicht, dass sie sich mit HIV angesteckt haben. Kombinationspräparate, die als "antiretrovirale Medikamente" bekannt sind, unterstützen die Bekämpfung des Virus und ermöglichen den Menschen somit ein längeres und gesünderes Leben, ohne dass das Immunsystem geschwächt wird. Die Einnahme von antiretroviralen Medikamenten verringert zudem beträchtlich die Wahrscheinlichkeit, dass der Virus auf andere Menschen übertragen wird.

Neben der Behandlung gehören zu den umfangreichen HIV/Aids-Programmen von Ärzte ohne Grenzen folgende Aktivitäten: Gesundheitsaufklärung, Verteilen von Kondomen, HIV-Tests, Beratung und das Verhindern der HIV-Übertragung von Müttern auf ihre Kinder. Letzteres bedeutet, dass die Mutter während der Schwangerschaft und Entbindung antiretrovirale Medikamente erhält, auch dem Neugeborenen werden sie kurz nach der Geburt verabreicht.

Ärzte ohne Grenzen behandelte im Jahr 2015 insgesamt 340.700 Menschen mit HIV/Aids und versorgte 247.000 Patienten und Patientinnen mit antiretroviralen Medikamenten.

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