Malaria

Malaria ist eine parasitäre Tropenkrankheit. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken jährlich rund 215 Millionen Menschen an Malaria.

Die Malariaparasiten (Plasmodien) werden durch die weibliche Anophelesmücke übertragen. Diese Mücke lebt an Teichen, Pfützen oder langsam fließenden Flüssen. Malaria ist daher eine Erkrankung der Regenzeit. Zu den Symptomen gehören Fieber, Gelenkschmerzen, Kopfweh, häufiges Erbrechen und Krampfanfälle. Patienten und Patientinnen können zudem ins Koma fallen. Schwere Malaria, die meistens durch den Parasiten "Plasmodium falciparum" verursacht wird, schädigt die Organe und endet ohne Behandlung tödlich

Forschungsprojekte von Ärzte ohne Grenzen haben dazu beigetragen, den Beweis zu erbringen, dass eine artemesininbasierte Kombinationstherapie (engl. Abkürzung "ACT") die derzeit wirksamste Behandlung für Malaria durch "Plasmodium falciparum" ist. Im Jahr 2010 wurden die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO verändert: Sie empfehlen heute die Verwendung der artemesininhaltigen Arzneistoffe "Artesunat" oder "Artemether", um schwere Malaria bei Kindern zu behandeln.

Moskitonetze – mit langlebigem Insektengift imprägniert – sind ein wichtiges Mittel, um Malaria zu kontrollieren. Ärzte ohne Grenzen verteilt derartige Moskitonetze in endemischen Gebieten systematisch an Schwangere und Kinder unter fünf Jahren. Diese sind am meisten durch eine schwere Malaria gefährdet. Die Teams beraten die Menschen zudem, wie sie die Netze benutzen können.

Im Jahr 2012 führte Ärzte ohne Grenzen erstmals in Mali und Tschad eine saisonale Vorbeugungsstrategie mit Arzneimitteln gegen Malaria ein. Kinder unter fünf Jahren nahmen während der Malaria-Hochsaison monatlich orale Medikamente gegen die Erkrankung. Diese Strategie wird seitdem in mehreren afrikanischen Ländern umgesetzt, in denen Malaria endemisch ist.

Ärzte ohne Grenzen behandelte im Jahr 2015 insgesamt 2.229.200 Menschen gegen Malaria.

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