Schlafkrankheit (westafrikanische)

Allgemein bekannt als Westafrikanische Schlafkrankheit ist die ‚Humane afrikanische Trypanosomiasis' eine Infektion, die vor allem in Subsahara-Afrika vorkommt. Die Ursache ist eine Infektion, die durch die Tsetse-Fliege übertragen wird. Mehr als 95 Prozent der gemeldeten Fälle werden durch den Parasiten ‚Trypanosoma brucei gambiense' ausgelöst, der insbesondere in West- und Zentralafrika verbreitet ist. Der Erreger greift das zentrale Nervensystem an und verursacht schwere neurologische Störungen. Ohne Behandlung kann die Schlafkrankheit zum Tod führen. Die Zahl der gemeldeten Fälle ging zuletzt zurück, sie sank zwischen 1999 und 2015 um 90 Prozent (von 28.000 auf 2.800 Patienten).

Während der ersten Phase ist die Schlafkrankheit relativ einfach zu behandeln, aber schwierig zu diagnostizieren, da die Symptome wie Fieber und Schwäche wenig spezifisch sind. Die zweite Phase beginnt, wenn der Parasit das zentrale Nervensystem angreift und infizierte Patienten neurologische oder psychiatrische Symptome haben. Dazu gehören ein schlechtes Koordinationsgefühl, Verwirrung, Krampfanfälle und Schlafstörungen. Für die korrekte Diagnose der Westafrikanischen Schlafkrankheit sind drei Labortests notwendig, inklusive einer Entnahme von Flüssigkeit aus dem Rückenmarkskanal. 

Neue Medikamente für die Schlafkrankheit

Die vergleichsweise neue Kombinationstherapie mit Nifurtimox und Eflornithin (nach der englischen Bezeichnung auch NECT abgekürzt) gehört inzwischen zum empfohlenen Behandlungsprotokoll der WHO für die Westafrikanische Schlafkrankheit. NECT ist viel sicherer und nebenwirkungsärmer als das arsenhaltige Medikament Melarsoprol, das zuvor eingesetzt wurde, um die Krankheit zu behandeln.

Die Drugs for Neglected Diseases Initiative (DNDi) entwickelt derzeit einen neuen Wirkstoff gegen die Schlafkrankheit. Fexinidazol befindet sich bereits in fortgeschrittenen klinischen Studien. Sobald das Präparat zugelassen wird, steht hoffentlich eine sichere, wirksame und kurzzeitige Behandlung für beide Stadien der Schlafkrankheit zur Verfügung, die oral verabreicht werden kann.

Ärzte ohne Grenzen behandelte im Jahr 2016 insgesamt 150 Patienten, die an der Westafrikanischen Schlafkrankheit litten.

Bericht über unsere Hilfsprogramme und Forschungsinitiativen zum Thema Schlafkrankheit:

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Blog von Logistiker Ralf Ohnmacht über seinen Einsatz in der Demokratischen Republik Kongo bei einem Projekt zur Diagnose und Behandlung der Schlafkrankheit:

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