Vortrag

„Vergessene Krisen. Blinde Flecken der Berichterstattung“

09. 03.
Vortrag
Wien
<p>Über 200.000 Menschen suchten nach den Gewaltausbrüchen in Bangui am Flughafen der Stadt Zuflucht.</p> © Samuel Hanryon/MSF

Ärzte ohne Grenzen und das Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien laden Sie herzlich zu folgender Veranstaltung ein:

VORTRAG UND PODIUMSDISKUSSION

„Vergessene Krisen. Blinde Flecken der Berichterstattung“

- Prof. Dr. Fritz Hausjell, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Hannah Gell, Studentin am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
- Bianca Blei, Der Standard
Irene Jancsy, Leitung Kommunikation von Ärzte ohne Grenzen Österreich

Das Leid von Millionen Menschen bleibt für die österreichische Öffentlichkeit weitgehend unsichtbar. Denn über manche Krisen wird kaum berichtet: Etwa über jene in der Zentralafrikanischen Republik, im Südsudan oder in Myanmar. Die dramatische Lage der Menschen in diesen Ländern fand 2014 in den österreichischen Medien nur wenig Beachtung. Menschen, die inmitten von humanitären Krisen leben, etwa in Staaten, in denen Übergriffe und Not an der Tagesordnung sind und die keinen Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung haben, bekommen nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.

Die Teams von Ärzte ohne Grenzen sind in ihren Einsätzen tagtäglich mit den Konsequenzen dieser Krisen konfrontiert. Die Organisation sieht es daher auch als ihren Auftrag, auf Konflikte und Krisen hinzuweisen, die sich abseits der Weltöffentlichkeit abspielen.

Das Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien hat unter der Leitung von Prof. Fritz Hausjell und Prof. Horst Pöttker empirische Studien zur medialen Berichterstattung über 16 vernachlässigte Krisen durchgeführt. Mithilfe eines zuvor ausgearbeiteten Kategoriensystems wurden alle relevanten Beiträge, die innerhalb eines Jahres in österreichischen Printmedien veröffentlicht wurden sowohl qualitativ als auch quantitativ untersucht, analysiert und interpretiert.

Montag, 9. März 2015, 19 Uhr – Eintritt frei!

Börse für Landwirtschaftliche Produkte
Taborstraße 10, Eingang Odeon
1020 Wien

Foto: Flughafen in Bangui im Dezember 2013 (c) Samuel Hanryon/MSF

Programm

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