Effiziente Hilfe mittels Geoinformatik

Moderne Technologien für die humanitäre Hilfe: Innovationen für unsere Teams in den Einsatzländern. 

Eine Spezialistin im Wiener Büro unterstützt die Teams in den Einsatzgebieten von Ärzte ohne Grenzen mittels satellitengestützter Geoinformatik. Sie ist Teil der internationalen GIS Unit, die durch Analysen von Flüchtlingsströmen, die Lokalisierung von geeigneten Standorten für Brunnenbohrungen oder die Überwachung und Vorhersage bei drohenden Dürreperioden effiziente Hilfe ermöglicht. Durch die Einbindung in das „MSF Map Center“ in Genf stehen die Ergebnisse und Analysen allen Einsatzteams weltweit zur Verfügung. Ärzte ohne Grenzen Österreich kooperiert in diesem Bereich mit der Universität Salzburg (Fachbereich für Geoinformatik – Z_GIS) und der TU Wien (Department für Geodäsie und Geoinformation/GEO).

"Schnappschuss aus dem All bringt gezielte Hilfe"
Moderne Technologien für die humanitäre Hilfe: DiePresse.com erklärt in einem Beitrag im August 2016, wie Satellitenbilder unseren Einsatzteams ermöglichen, effizienter zu helfen.

Auch für andere Einsätze wurden bereits spezifische Lösungen entwickelt: So führten unter anderem Analysen in haitianischen Gesundheitseinrichtungen zur Verbesserung des dortigen Abwassermanagements. Weitere bisherige Projekte:

  • 2013 bis 2016: Projekt "EO4HumEn" in Kooperation mit dem Fachbereich für Geoinformatik – Z_GIS an der Universität Salzburg für eine raschere und effizientere Planung der humanitären Hilfe, etwa bei großen Flüchtlingsströmen oder bei der Trinkwasserversorgung. Das Projekt unterstützt auch die Arbeit von epidemiologischen Teams in Flüchtlingslagern.
  • 2014 bis 2015: Entwicklung des neuen Tools "SATIDA" zur Beobachtung und Vorhersage von Dürreperioden und Test des Instruments in Hilfsprogrammen von Ärzte ohne Grenzen in Kooperation mit der Technischen Universität Wien, der Universität für Bodenkultur, dem "International Institute for Applied Systems Analysis" (IIASA) und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).
  • 2009 bis 2014: Unterstützung von Ernährungsprogrammen von einer Expertin der Fachabteilung - sowohl direkt in den Einsatzländern als auch durch Schulungen von Teams sowie mittels Behandlungsrichtlinien und Schulungsunterlagen.

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