Michaela Posch

Pharmazeutin

Kurzprofil

Die Vorarlbergerin Michaela Posch ist in Innsbruck geboren und hat dort auch ihr Pharmaziestudium abgeschlossen. Schon während des Studiums war ihr klar, dass sie anderen Menschen mit ihrem Wissen helfen möchte. Nach ersten Arbeitserfahrungen in Wien kehrte sie nach Vorarlberg zurück und reiste immer wieder für längere Zeit an spannende Orte dieser Welt. Ihr erster Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen führte sie in den Südsudan, worüber sie auch im Einsatzblog berichtete (siehe unten).

Warum hast du dich für einen Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen entschieden?

Im Laufe meiner ersten Arbeitsjahre habe ich in den Apotheken öfter das Gefühl erlebt, dass es uns in Europa viel zu gut geht und unsere Probleme hausgemacht sind bzw. unsere Beschwerden nichtig sind im Vergleich mit den wahren Katastrophen und Schicksalen dieser Welt. Deswegen möchte ich jenen Menschen Unterstützung anbieten, die sie noch mehr benötigen.

Was schätzt Du an Ärzte ohne Grenzen am meisten?

Die Transparenz und Ehrlichkeit der Organisation. Ich habe das gute Gefühl, dass hier die Spendengelder an den richtigen Ort fließen. Außerdem fühle ich mich sicher und beschützt, so dass ich meine Familie beruhigen kann, dass ich auch unbeschadet wieder nach Hause kommen werde.

Worauf freust Du Dich am meisten, wenn Du an Deinen nächsten Einsatz denkst?

Ein neues und klimatisch ganz anderes Land kennen zu lernen. Im Südsudan war ich in der Trockensaison in der Wüste, jetzt komm ich in der Regensaison in die kongolesischen Tropen. Arbeitstechnisch freue ich mich auf die andere Orientierung, da ich z.B. mit Geburtsheilkunde bisher noch nie in Kontakt war. Aber vor allem wollte noch einmal auf Einsatz fahren, da ich im ersten Hilfsprojekt sehr viel gelernt habe und jetzt erst ganze Wissen produktiv umsetzen kann.

Wenn Du an Dein schönstes Erlebnis auf Einsatz zurückdenkst, welches war das?

Zu sehen, wie wissbegierig die lokalen Mitarbeiter waren. Viele mussten ihre Krankenpflegeausbildung wegen des Krieges abbrechen und möchten unbedingt weiter etwas lernen. Alle Schulungen, die ich für meine zwei Apothekenmitarbeiter machte, wurden auch von anderen besucht und jeder saugte das Wissen auf wie ein Schwamm.

Gibt es etwas, das Du zu jedem Einsatz mitnimmst?

Backpulver zum Kuchen backen.

Einsätze:

  • Demokr. Republik Kongo, März 2016 - April
  • Südsudan, Oktober 2014 - April 2015

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