Thomas Wittek

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Kurzprofil

Thomas Wittek stammt aus der Wiener Neustadt in Niederösterreich. Sein Studium der Rechtswissenschaften und Arabistik mit der Spezialisierung in Menschenrechten absolvierte er in Wien. In Amman, Damaskus und New York verbrachte er Auslandspraktika. Seit 15 Jahren ist Thomas Wittek in den Bereichen Buchhaltung, Rechtsberatung und Projektbetreuung bei einem Familienunternehmen für medizinische Software tätig. Nebenbei engagierte er sich als Rechtsberater in verschiedenen NGOs im Asyl- und Antidiskriminierungsbereich.

Warst Du schon für längere Zeit im Ausland oder auf einem humanitären Einsatz?

Während und nach meinem Studium der Arabistik bin ich viel durch den Nahen Osten gereist und habe vor Ort Sprachkurse besucht, etwa in Ägypten, Syrien, Jordanien und dem Jemen. Vor allem in meinen Lieblingsstädten Kairo und Damaskus habe ich viele schöne und interessante Monate verbracht. Daneben habe ich auch schon ein halbes Jahr in New York gelebt.

Warum hast Du Dich für einen Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen entschieden?

Anfang letzten Jahres habe ich endlich den Beschluss gefasst, voll und ganz im humanitären Bereich Fuß zu fassen. Nach ein paar Monaten der Recherche hat sich Ärzte ohne Grenzen ganz klar als meine erste Wahl herauskristallisiert, da mir so viel an der Organisation, ihren Grundsätzen und ihrer Arbeit gefallen hat. Vor allem die Blogs der Einsatzkräfte waren mir auf Anhieb sympathisch. Da hat man den Idealismus richtig spüren können und gleichzeitig waren sie offen, ehrlich und menschlich hinsichtlich der Herausforderungen und Schwierigkeiten, die die Arbeit manchmal mit sich bringt.

Was schätzt Du an Ärzte ohne Grenzen am meisten?

Ich kann mich voll und ganz mit dem Ziel von Ärzte ohne Grenzen identifizieren, auf der ganzen Welt Menschen in Not unabhängige, neutrale und unparteiische medizinische Hilfe zukommen zu lassen und dabei gleichzeitig im Sinne des Prinzips der Témoignage weder die Augen und Ohren noch den Mund vor den dahinterliegenden Problemen zu verschließen. So soll humanitäre Arbeit aussehen.

Worauf freust Du Dich am meisten, wenn Du an Deinen (nächsten) Einsatz denkst?

Ganz besonders freue ich mich auf die Arbeit in einem bunt gemischten Team mit Kollegen und Kolleginnen aus aller Welt von verschiedensten Fachrichtungen, die alle an einem Strang ziehen.

Gibt es etwas, das Du zu jedem Einsatz mitnimmst?

Drei kleine Vasen, die mir meine Großmutter einmal geschenkt hat – Blumen machen einfach jeden Ort schöner! Dazu kommen noch Wörterbücher und Grammatiken, da ich unbedingt einen tieferen Einblick in die lokale(n) Sprache(n) bekommen möchte, und natürlich Fotos von all meinen Lieben.

Was begeistert dich persönlich & womit verbringst du gerne deine Freizeit?

Ich kann mich immer noch sehr für meinen fachlichen Hintergrund begeistern und z.B. stundenlang über die Arabische Sprache oder Recht diskutieren. Gleichzeitig lasse ich mir gerne von Menschen mit einem ganz anderen Zugang ihre Welt erklären – sei es die eines Schneiders, einer Mikrobiologin oder eines Managers. Abgesehen davon spiele ich gerne (aber ziemlich schlecht) Basketball, bin TV-Serien-Abenden nicht abgeneigt (eine kleine Sorge von mir ist mittlerweile, dass ich die letzte Staffel einer bekannten Serie auf Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen verpassen könnte) oder ziehe mit Freunden und Freundinnen am Abend durch die Stadt.

Einsatz

  • Irak, Juli 2018 - Oktober 2018
  • Irak, April 2018 - Juli 2018

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