Dirk Stermann eröffnet die Ausstellung „Leben auf der Flucht“

Wien, am 26. September 2012. Die medizinische Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) hat heute am Karlsplatz die Ausstellung „Leben auf der Flucht“ eröffnet. Die Ausstellung, die aus zehn originalgetreu ausgestatteten Zelten besteht, zeigt unter welchen Bedingungen Flüchtlinge und Vertriebene leben und wie die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen konkret funktioniert. Die Schirmherrschaft der Ausstellung hat der Kabarettist und Schauspieler Dirk Stermann übernommen.

„In einem wohlhabenden Land wie Österreich, in dem Frieden herrscht und wo soziale Absicherung für die meisten Menschen selbstverständlich ist, kann man sich schwer vorstellen, unter welch harten Bedingungen Familien leben, die aus ihrer Heimat flüchten müssen. Die Ausstellung am Karlsplatz macht die schwierige Situation von Flüchtlingen und Vertriebenen für die Besucher greifbar und zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Ärzte ohne Grenzen den Betroffenen hilft“, sagt Schirmherr Dirk Stermann.

Prekäre Lebensbedingungen

Weltweit sind mehr als 43 Millionen Menschen auf der Flucht. Ein Großteil davon sind Vertriebene im eigenen Land, ohne offiziellen Flüchtlingsstatus und dem damit einhergehenden internationalen Recht auf Schutz. Konflikte und Gewalt sind die häufigsten Auslöser von Flucht. „Allein im Südsudan leben in den Flüchtlingslagern derzeit mehr als 165.000 Menschen, die vor Kämpfen im Sudan geflohen sind“, sagt Reinhard Dörflinger, Präsident von Ärzte ohne Grenzen Österreich. „Die Lebensbedingungen für diese Menschen sind prekär, vor allem für die Kinder. Unsere Teams kämpfen täglich darum diesen Menschen das Überleben zu ermöglichen.“ Einen weiteren Brennpunkt bilden die Zehntausenden syrischen Flüchtlinge, die vor der Gewalt in ihrer Heimat in den Libanon geflüchtet sind. Dörflinger: „Viele dieser Menschen sind durch den Verlust von Familienmitgliedern schwer traumatisiert und brauchen neben medizinischer und humanitärer Hilfe dringend auch psychologische Unterstützung durch unsere Teams.“

Interaktive Ausstellung

Die Wanderausstellung „Leben auf der Flucht“ , die bis 7. Oktober zu sehen sein wird, ermöglicht es den Besuchern und Besucherinnen hautnah zu erfahren, wie ein Ernährungsprogramm für Kinder funktioniert, wie die Versorgung mit Trinkwasser sichergestellt wird oder wie Cholera-Kranke behandelt werden. Das Flüchtlingslager am Karlsplatz ist aus Material zusammengestellt, das Ärzte ohne Grenzen bei der Flüchtlingshilfe rund um die Welt verwendet. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Hilfsorganisation führen durch die Ausstellung und berichten von ihren eigenen Hilfseinsätzen.

„Lange Woche der Flucht“

Den Rahmen für die Ausstellung bildet die „Lange Woche der Flucht“. Diese bisher einzigartige Initiative von Hilfsorganisationen und Kunstschaffenden rückt das Thema Flucht und die Personen, die davon betroffen sind, in den Mittelpunkt. Während der „Langen Woche der Flucht“ von 26. September bis 7. Oktober wird mit einem vielfältigen Programm auf die Situation von Menschen aufmerksam gemacht, die aufgrund von Krieg, Gewalt, Unterdrückung oder lebensbedrohender Armut ihre Heimat verlassen mussten. In einem Gast-Zelt der Ausstellung am Karlsplatz und an weiteren Veranstaltungsorten präsentieren unterschiedliche Organisationen Hilfsprojekte für Flüchtlinge in Österreich. Auch zahlreiche Kunstschaffende haben sich der Initiative angeschlossen. Die Programmpunkte umfassen Theater, Filmvorführungen, Lesungen und Diskussionen.

Informationen zur Ausstellung „Leben auf der Flucht“Eine Ausstellung von Ärzte ohne GrenzenWien, Karlsplatz (Resselpark)26. September bis 7. Oktober 2012Täglich von 10 bis 18.30 Uhr Am 6. Oktober bis 22 Uhr geöffnet (Lange Nacht der Museen)

Eintritt frei.

Das genaue Programm aller Veranstaltungen und detaillierte Informationen zur Ausstellung „Leben auf der Flucht“ finden Sie hier .

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Blog "Leben auf der Flucht"

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