Publikationen & Links

Von politischen Standpunkten bis zu internen Reflexionen  dieser Bereich versammelt weiterführendes Material aus dem internationalen Netzwerk von Ärzte ohne Grenzen.

Publikationen

November 2016 | "Emergency gap: The challenges of localised humanitarian aid": Die jüngste Forderung nach lokalisiertem humanitärem Handeln scheint durchaus berechtigt zu sein: Warum sollten nationale und lokale Akteure am Rande bleiben, wenn humanitäre Krisen Verwüstung verursachen und die Notwendigkeit der humanitären Hilfe dringend erforderlich macht? Bei näherer Betrachtung scheint jedoch, dass das derzeitige Denken hinter der Lokalisierungsagenda zu ideologisch getrieben ist,  auch keine wesentlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen humanitären Kontexten macht und die Herausforderungen der lokalen Akteure in Konfliktsituationen nicht berücksichtigt. (PDF-Download)

Oktober 2016 | “Greece in 2016: Vulnerable People Get Left Behind”: Ärzte ohne Grenzen ist sehr besorgt um die am härtesten Betroffenen, unter ihnen Überlebende von Gewalt, Menschen mit chronischen Erkrankungen, psychischen Störungen und eingeschränkter Mobilität, unbegleitete Minderjährige, Schwangere und Neugeborene. Aus dem von Ärzte ohne Grenzen erstellten Report geht hervor, dass es im gegenwärtigen System Lücken gibt. Infolgedessen werden die Schutzbedürftigen nicht vollständig erfasst und anschließend auch nicht angemessen geschützt und versorgt.Niemand kümmert sich um ihre besonderen Bedürfnisse. Ihre Gesundheit ist besonders gefährdet. (PDF-Download, 1,6MB)

Mai 2016 | "MSF’s reflections on the World Humanitarian Summit": Detaillierte Zusammenstellung der Gründe, weshalb sich Ärzte ohne Grenzen schweren Herzens dazu entscheiden musste, nicht am 1. UN-Weltgipfel für humanitäre Hilfe (WHS) im Mai 2016 in Istanbul teilzunehmen (PDF-Download, 207 KB)

April 2016 | "Emergency gap: Humanitarian action critically wounded": Die Fähigkeit des Systems, wirksame humanitäre Hilfe zu leisten, wenn ein Großkonflikt ausbricht oder wenn es zu einer Eskalation in einem bereits langjährigen Konflikt kommt, ist deutlich unzureichend. Das hat unser kollektives Versagen im Jemen, Syrien, Libyen, Zentralafrikanische Republik, Südsudan und anderen neueren Krisen erwiesen. Diese Arbeit widmet sich dieser Frage und versucht dieses Versagen zu analysieren. (PDF-Download)

April 2016 | "Emergency gap: To Stay and Deliver? The Yemen Humanitarian Crisis 2015": Die Akteure der humanitären Hilfe haben in ihrer Verantwortung dringend notwendige Hilfe zu leisten versagt. Im Jemen gab es viele Hindernisse, doch die Wahrnehmung von Sicherheitsrisiken, der Umgang mit ihnen und die Fähigkeit, diese Gefahren zu bewältigen, waren allesamt besonders schwerwiegende Hürden für eine erfolgreiche humanitäre Hilfe im Jemen. Vor Ort zu bleiben und Hilfe zu leisten ist selbstverständlich vorzuziehen, anstatt die Konfliktzone zu verlassen und der Verantwortung als humanitärer Akteur nicht gerecht zu werden. Als solches muss das humanitäre System jedoch zusammenarbeiten, um ein förderliches Umfeld für die Bereitstellung von humanitärer Hilfe zu schaffen. Dieser Artikel untersucht das negative Beispiel des Jemen im Jahr 2015, wo ein solches förderndes und brauchbares Umfeld nicht geschaffen wurde. (PDF-Download)

März 2016 |  "Out of Sight: Asylum seekers and refugees in Italy - Informal settlements and social marginalization": Der vorliegende Bericht zeigt, dass in Italien mindestens 10.000 Asylbewerber und Flüchtlinge unter prekärsten Bedingungen ohne Unterstützung der Behörden leben. Die Menschen haben zudem nur sehr begrenzten Zugang zu medizinischer Behandlung (PDF-Download

Februar 2016 | "Auswirkungen des Syrienkonflikts auf die Bevölkerung": Dokumentation der Betroffenheit der Zivilbevölkerung sowie der zerstörerischen Auswirkung des Konfliktes auf die von Ärzte ohne Grenzen unterstützten Gesundheitseinrichtungen (PDF-Download, 1,03 MB)

Jänner 2016 | "Hindernislauf nach Europa": Bericht von Ärzte ohne Grenzen prangert das katastrophale Scheitern der Europäischen Union in ihrer Reaktion auf die humanitären Bedürfnisse der Flüchtlinge, Asylwerber und Migranten in Europa 2015 an (PDF-Download, 2,67 MB)

November 2015 | "Turning a blind eye - How Europe ignores the consequences of outsourced migration management": Rund 60 Millionen Menschen sind zur Zeit auf der Flucht vor Krieg, Unterdrückung und Vertreibung. Das Hauptaugenmerk der europäischen Migrations- und Flüchtlingspolitik liegt jedoch darauf, aus Europa eine Festung zu machen, Zäune zu errichten, gepaart mit einer menschenunwürdigen Abschreckungspolitik. Dieser Bericht zeigt die humanitären Konsequenzen dieser "Externalisierung Politik", und setzt unsere Erfahrungen in der Betreuung von Schutzsuchenden in den Vordergrund, insbesonders ihrer erschütterten Geschichten und Schicksale. (PDF-Download)

Dezember 2013 | "The Practical Guide to Humanitarian Law": Der Praxisleitfaden für humanitäres Recht wurde erstmals im Jahr 1998  von Françoise Bouchet-Saulnier veröffentlicht und seit dem regelmäßig aktualisierst und in mehreren Sprachen übersetzt. Die neueste Ausgabe wurde im Dezember 2013 veröffentlicht. Geschrieben aus der Perspektive der Betroffenen und derjenigen, die ihnen Hilfe bieten, stellt dieser Praxisleitfaden die Regeln des humanitären Rechts für den Schutz und die Unterstützung der Opfer von Konflikten und Krisen auf leserfreundliche Art und mit alphabetisch geordneten Einträgen dar.

Jänner 2013 | "Das Leid der Migration - Zehn Jahre medizinische Hilfe für Migranten in Europa und in Transitländern": Im vorliegenden Bericht blickt ärzte ohne grenzen zurück auf zehn Jahre humanitäre medizinische Hilfe für Migranten in der Europäischen Union (EU) und in Transitländern. Unsere Erfahrungen zeigen, dass eine restriktive Einwanderungspolitik die Suche der Menschen nach Sicherheit und nach einem besseren Leben erheblich erschwert und gefährlicher macht: Wenn die Menschen nicht auf legalen Wegen nach Europa reisen können, sind sie gezwungen, Risiken einzugehen und ihre Gesundheit und Sicherheit aufs Spiel zu setzen. Zudem laufen sie Gefahr, ausgebeutet und missbraucht zu werden. (PDF-Download)

Internationale Links

  • MSF CRASH: Das "Centre de Réflexion sur l'Action et les Savoirs Humanitaires" veröffentlicht akademische Publikationen zu humanitären Themen.
  • MSF Speaking Out: Mehrere Fallstudien von Ärzte ohne Grenzen, die sich mit humanitären Notfällen beschäftigen und den internen Entscheidungsprozess beleuchten, der dazu führt, dass die Organisation öffentlich Stellung bezieht.
  • MSF Emergency Gap: Publikationen, Fallstudien und mehr zu aktuellen humanitären Krisen
  • MSF Analysis: Plattform für den Austausch kritischer Analysen über Gesundheitspolitik und Humanitarismus. Diese Website fördert die Reflexionen über die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen, aber auch der breiten humanitären Arena.

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