Trinkwasser

Sauberes Trinkwasser ist eine Voraussetzung für Gesundheit und verhindert die Ausbreitung von Epidemien. Unsere Teams stellen Trinkwasser bereit und sorgt für dessen Verteilung.

Wenn Menschen zu wenig Wasser haben oder verunreinigtes Wasser trinken, werden sie krank. Krankheiten, die in Verbindung mit mangelhafter Trinkwasserversorgung oder Hygiene auftreten, sind zum Beispiel Cholera und Hepatitis E sowie Hauterkrankungen wie Krätze. Um Wasser in ausreichenden Mengen zu beschaffen, kann Oberflächenwasser aus Flüssen oder Seen gepumpt werden. Vor der Verteilung wird das Wasser gereinigt und mit Chlor desinfiziert. Das Wasser wird in große Tanks oder Wasserblasen gefüllt und den Menschen von dort aus über ein Verteilersystem zugänglich gemacht. Gibt es kein Oberflächenwasser, wird Grundwasser erschlossen oder mit Tanklastwagen in wasserarme Gebiete gebracht. Im Idealfall erhalten die Menschen pro Person und Tag 20 Liter Trinkwasser – zum Trinken, Kochen und für die Körperhygiene. In akuten Krisensituationen müssen sie oft mit viel weniger auskommen. Zum Vergleich: Der Wasserverbrauch in Österreich liegt pro Person bei durchschnittlich 135 Litern pro Tag.

Azzurra D'Inca, Wasser- und Sanitärexperte, berichtet aus Guiuan auf den Philippinen, wo wir nach dem Taifun Haiyan 20.000 Menschen mit Wasser versorgt haben:

Vor dem Taifun war das Wassersystem in der Stadt ganz gut, doch die Rohre wurden alle zerstört und die Menschen nutzten Handpumpen, um Wasser aus Brunnen zu schöpfen. Diese Brunnen waren jedoch verseucht. Aus langer Erfahrung wissen wir, dass die Menschen nicht nur sauberes Trinkwasser, sondern auch Wasser zum Waschen sowie sanitäre Anlagen benötigen. Ansonsten drohen Krankheiten auszubrechen. Die Bevölkerung in Guiuan lebt sehr verstreut. Das macht die Versorgung mit Wasser schwierig. Bis das reguläre Wasser- und Abwassersystem wieder funktioniert, werden wir für Alternativen sorgen.

Wie sorgt man für sauberes Wasser?

Zur Eindämmung einer Epidemie wie beispielsweise Cholera ist die Verbesserung der Trinkwasserqualität und der Sanitäranlagen essenziell – denn die schwere Durchfallerkrankung wird durch Wasser übertragen. In Mosambik forderte ein Ausbruch im Frühjahr 2015 laut offiziellen Angaben 48 Todesopfer; rund 6.000 Menschen sind erkrankt.

Unsere Spezialisten und Spezialistinnen für Wasser- und Sanitäranlagen berichten, was zur Verbesserung der Lage vor Ort und der Eindämmung des Ausbruchs nötig ist – und mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert sind:

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