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Samstag, 02. August 2014 | 00:56 CEST
Oslo, 31.12.1998: Dr. James Orbinski, zu diesem Zeitpunkt Internationaler Präsident von Ärzte ohne Grenzen, spricht anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an die Organisation.Foto: Corbis Sygma

Ärzte ohne Grenzen wurde seit Bestehen der Organisation mehrmals mit Auszeichnungen geehrt, allen voran mit dem Friedensnobelpreis 1999.


Offizielle Bekanntgabe des Nobelpreiskomitees

"Das norwegische Nobel - Komitee hat entschieden den Friedensnobelpreis 1999 an Ärzte ohne Grenzen zu vergeben, in Anerkennung der bahnbrechenden humanitären Arbeit dieser Organisation, auf mehreren Kontinenten.

Seit ihrer Gründung in den frühen 70er Jahren ist die Organisation Ärzte ohne Grenzen ihrem fundamentalen Prinzip treu geblieben, dass alle Opfer von Katastrophen, seien sie natürlichen oder politischen Ursprungs, ein Recht auf professionelle Hilfe haben - so schnell und effizient als möglich. Nationale Grenzen, politische Interessen oder Sympathien dürfen keine Auswirkung darauf haben, wem humanitäre Hilfe zukommt und wem nicht. Durch die Aufrechterhaltung eines hohen Grades an Unabhängigkeit, hat Ärzte ohne Grenzen es geschafft, diesen idealistischen Zielsetzungen gerecht zu werden.

Durch die unmittelbare und schnelle Hilfe, die Ärzte ohne Grenzen zu geben vermag, erweckt die Organisation die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit an humanitären Krisensituationen, und durch den Hinweis auf die Ursachen der jeweiligen Katastrophe hat die Organisation dazu beigetragen, die öffentliche Meinung gegen Gewalt und Machtmißbrauch zu mobilisieren.

In kritischen, von Gewalt und Brutalität geprägten Situationen, bereitet die humanitäre Arbeit von Ärzte ohne Grenzen oftmals den Boden für Verhandlungen zwischen den verfeindeten Parteien. Jeder mutige und selbstaufopfernde freiwillige Helfer ist für die Betroffenen ein Mensch, der unparteiisch ist, und mit Respekt ihre persönliche Würde anerkennt und widerspiegelt. All dies ist für die Not leidenden Menschen eine Quelle der Hoffnung auf Frieden und Versöhnung."

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