Saturday, 4. February 2012 | 08:13 CET

Nyala, Süd-Darfur, Sudan, 03.04.2007 - 22:00: Medikamentenausgabe im Vertriebenenlager Kalma Camp.Foto: Sven Torfinn

Medikamente - Ein Recht für alle

Kampagne für den Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten

Jährlich sterben über 17 Millionen Menschen an behandelbaren Infektionskrankheiten. Etwa 97% davon leben in Entwicklungsländern. Längst im Griff geglaubte Seuchen wie Tuberkulose, Malaria oder Schlafkrankheit breiten sich wieder in erschreckendem Maße aus. Hinzu kommt, daß viele Krankheitserreger gegenüber herkömmlichen Medikamenten resistent geworden sind.

Immer öfter machen die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen die Erfahrung, daß Patienten nicht behandelt werden können, weil die dafür notwendigen Medikamente fehlen.

Die Gründe:

  • Viele lebensnotwendige Medikamente sind für ärmere Länder unbezahlbar
  • Die Forschung und Entwicklung von Medikamenten gegen Tropenkrankheiten ist seit der Kolonialzeit aufgrund mangelnder wirtschaftlicher und politischer Interessen stark zurückgegangen
  • Wirksame Behandlungsstrategien sind oft zu kostenaufwändig und zeitintensiv

Für Ärzte ohne Grenzen ist diese Situation inakzeptabel. Aus diesem Grund hat die internationale Hilfsorganisation 1999 eine groß angelegte Kampagne ins Leben gerufen. Ziel ist es, globale Lösungen zur besseren Versorgung aller Menschen mit Medikamenten zu erarbeiten und dazu die Verantwortlichen von Forschung, Wirtschaft und Politik an einen Tisch zu bringen.

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