Unsere Hilfe im Südsudan

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2011

Project start

3574

Employees

Country comparison Austria & Südsudan

AT
SS
83.80
51.30

Life Expectancy Female

in years

Source: WHO, data.worldbank.org

AT
SS
79.40
50.00

Life Expectancy Male

in years

Source: WHO, data.worldbank.org

AT
SS
3.00
90.70

Infant Mortality Rate

per 1000 births

Source: WHO, data.worldbank.org

AT
SS
5.20
0.00

Number of Doctors

per 1000 population

Source: WHO, data.worldbank.org

Responding to Severe Flooding in Old Fangak - South Sudan
Tetiana Gaviuk/MSF
Old Fangak, Südsudan, 16. 11. 2020: MSF Outreach-Mitarbeiterin ruft die Einwohner des Dorfes Nyatuat nahe Old Fangak zur Teilnahme am monatlich angebotenen Impfprogramm auf.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen leistete 2019 weiterhin Hilfe im Südsudan, da weniger als die Hälfte der Bevölkerung Zugang zur Gesundheitsversorgung hatte. Nur 2,6 Prozent des Regierungsbudgets flossen in den Gesundheitssektor. Anhaltende Konflikte verschärften die Lage.

  • 1.120.900 ambulante Sprechstunden
  • 292.100 Malaria-Behandlungen
  • 6.720 Masern-Behandlungen
  • 61.000 Menschen gegen Masern geimpft
  • 60.500 stationäre Neuaufnahmen
  • 14.100 Entbindungen
  • 5.400 chirurgische Eingriffe
  • 370 Behandlungen infolge sexueller Gewalt
  • 4.010 stationäre Aufnahmen von Kindern ins Ernährungsprogramm

Unsere Hilfe im Südsudan im Einzelnen:

  • Unsere Hilfe im Südsudan umfasste 2019 insgesamt 19 Projekte landesweit. Wir behandelten Schusswunden, leisteten umfassende medizinische Hilfe an den von den Vereinten Nationen eingerichteten Schutzplätzen für Zivilisten, impften Kinder gegen Krankheiten wie Masern und stellten sicher, dass an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo notwendige Maßnahmen gegen Ebola getroffen wurden.
  • Bei den schweren Überflutungen im Juli wurden Tausende Menschen vertrieben. Wir entsandten im Rahmen unserer Hilfe im Südsudan medizinische Teams nach Pibor, Maban, Lankien und Ulang. Zudem betreuten wir mobile Kliniken, um Malaria vorzubeugen und zu behandeln sowie Patientinnen und Patienten mit Atemwegsinfektionen, Durchfall, Hauterkrankungen oder Mangelernährung zu versorgen. Neben Wasser- und Sanitäraktivitäten verteilten wir Tausende Hilfsgüter an die Vertriebenen.
  • Wir setzten auch 2019 unsere Malaria-Hilfe im Südsudan fort und behandelten 285.816 Patientinnen und Patienten. Zudem klärten wir die Bevölkerung über Malaria auf und verteilten Moskitonetze. In Yambio hielten wir 38.062 ambulante Sprechstunden ab, behandelten 24.942 Malaria-Patientinnen und Patienten und gaben eine oral verabreichte saisonale Malaria-Chemoprophylaxe an 48,127 Kinder zwischen drei und 59 Monaten aus.
  • Unsere Hilfe im Südsudan umfasste auch Masernimpfungen von 96.412 Kindern in Yambio, Malakal, Bentiu, Aweil, Pibor und Maban.
  • Anhaltende Konflikte haben zu rund 1,5 Millionen Vertriebenen und fast 300.000 Flüchtlingen aus dem Sudan geführt. Wir unterstützten diese Menschen in Bentiu, Mundri, Lankien, Malakal, Yida, Yei, Leer, Old Fangak und im Lager Doro in Maban mit medizinischer und psychologischer Hilfe. An den UN-Schutzplätzen in Bentiu und Malakal betreuten wir jeweils ein Krankenhaus, in dem wir zudem eine fachmedizinische Versorgung anboten.
  • Zu unserer Hilfe im Südsudan gehörte auch, dass wir ein regionales Krankenhaus in Aweil und ein 80-Betten-Krankenhaus in Lankien unterstützten. 
  • In Agok beendeten wir im Rahmen unserer Hilfe in Südsudan die Renovierung des einzigen Krankenhauses im Gebiet Abyei, das zwischen Sudan und Südsudan umstritten ist. 

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1983 Hilfe im Südsudan an.

Mai 2020

Quelle: International Activity Report 2019