Unsere Hilfe im Südsudan

Zoom in Zoom out Afghanistan Angola Albania United Arab Emirates Argentina Armenia Australia Österreich Azerbaijan Burundi Belgium Benin Burkina Faso Bangladesh Bulgaria Bosnia and Herz. Belarus Belize Bolivia Brazil Brunei Bhutan Botswana Central African Republic Canada Switzerland Chile China Ivory Coast Cameroon Dem. Rep. Congo Congo Colombia Costa Rica Cuba Czech Rep. Germany Djibouti Denmark Dominican Rep. Algeria Ecuador Egypt Eritrea Estonia Ethiopia Finland Fiji Gabon United Kingdom Georgia Ghana Guinea Gambia Guinea-Bissau Eq. Guinea Greece Greenland Guatemala Guyana Honduras Croatia Haiti Hungary Indonesia India Ireland Iran Iraq Iceland Israel Italy Jamaica Jordan Japan Kazakhstan Kenya Kyrgyzstan Cambodia Korea Kuwait Lao PDR Lebanon Liberia Libya Sri Lanka Lesotho Lithuania Luxembourg Latvia Morocco Moldova Madagascar Mexico Macedonia Mali Myanmar Montenegro Mongolia Mozambique Mauritania Malawi Malaysia Namibia Niger Nigeria Nicaragua Netherlands Norway Nepal New Zealand Oman Pakistan Panama Peru Philippines Papua New Guinea Poland Dem. Rep. Korea Portugal Paraguay Palestine Qatar Romania Russia Rwanda W. Sahara Saudi Arabia Sudan South Sudan Senegal Sierra Leone El Salvador Serbia Suriname Slovakia Slovenia Sweden Eswatini Syria Chad Togo Thailand Tajikistan Turkmenistan Timor-Leste Tunisia Turkey Taiwan Tanzania Uganda Ukraine Uruguay United States Uzbekistan Venezuela Vietnam Vanuatu Yemen South Africa Zambia Zimbabwe Somalia French Guiana France Spain Aruba Anguilla Andorra Antigua and Barb. Bahamas Bermuda Barbados Comoros Cape Verde Cayman Is. Dominica Falkland Is. Faeroe Is. Grenada Hong Kong St. Kitts and Nevis Saint Lucia Liechtenstein Maldives Malta Montserrat Mauritius New Caledonia Nauru Pitcairn Is. Puerto Rico Fr. Polynesia Singapore Solomon Is. São Tomé and Principe Sint Maarten Seychelles Turks and Caicos Is. Tonga Trinidad and Tobago St. Vin. and Gren. British Virgin Is. U.S. Virgin Is. Cyprus Reunion Mayotte Martinique Guadeloupe Curaco Canary Islands

2011

Beginn der Arbeit

3574

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Südsudan

AT
SS
83.80
51.30

Lebenserwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
SS
79.40
50.00

Lebenserwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
SS
3.00
90.70

Säuglingssterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
SS
5.20
0.00

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

Responding to Severe Flooding in Old Fangak - South Sudan
Tetiana Gaviuk/MSF
Old Fangak, Südsudan, 16. 11. 2020: MSF Outreach-Mitarbeiterin ruft die Einwohner des Dorfes Nyatuat nahe Old Fangak zur Teilnahme am monatlich angebotenen Impfprogramm auf.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen leistete 2019 weiterhin Hilfe im Südsudan, da weniger als die Hälfte der Bevölkerung Zugang zur Gesundheitsversorgung hatte. Nur 2,6 Prozent des Regierungsbudgets flossen in den Gesundheitssektor. Anhaltende Konflikte verschärften die Lage.

  • 1.120.900 ambulante Sprechstunden
  • 292.100 Malaria-Behandlungen
  • 6.720 Masern-Behandlungen
  • 61.000 Menschen gegen Masern geimpft
  • 60.500 stationäre Neuaufnahmen
  • 14.100 Entbindungen
  • 5.400 chirurgische Eingriffe
  • 370 Behandlungen infolge sexueller Gewalt
  • 4.010 stationäre Aufnahmen von Kindern ins Ernährungsprogramm

Unsere Hilfe im Südsudan im Einzelnen:

  • Unsere Hilfe im Südsudan umfasste 2019 insgesamt 19 Projekte landesweit. Wir behandelten Schusswunden, leisteten umfassende medizinische Hilfe an den von den Vereinten Nationen eingerichteten Schutzplätzen für Zivilisten, impften Kinder gegen Krankheiten wie Masern und stellten sicher, dass an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo notwendige Maßnahmen gegen Ebola getroffen wurden.
  • Bei den schweren Überflutungen im Juli wurden Tausende Menschen vertrieben. Wir entsandten im Rahmen unserer Hilfe im Südsudan medizinische Teams nach Pibor, Maban, Lankien und Ulang. Zudem betreuten wir mobile Kliniken, um Malaria vorzubeugen und zu behandeln sowie Patientinnen und Patienten mit Atemwegsinfektionen, Durchfall, Hauterkrankungen oder Mangelernährung zu versorgen. Neben Wasser- und Sanitäraktivitäten verteilten wir Tausende Hilfsgüter an die Vertriebenen.
  • Wir setzten auch 2019 unsere Malaria-Hilfe im Südsudan fort und behandelten 285.816 Patientinnen und Patienten. Zudem klärten wir die Bevölkerung über Malaria auf und verteilten Moskitonetze. In Yambio hielten wir 38.062 ambulante Sprechstunden ab, behandelten 24.942 Malaria-Patientinnen und Patienten und gaben eine oral verabreichte saisonale Malaria-Chemoprophylaxe an 48,127 Kinder zwischen drei und 59 Monaten aus.
  • Unsere Hilfe im Südsudan umfasste auch Masernimpfungen von 96.412 Kindern in Yambio, Malakal, Bentiu, Aweil, Pibor und Maban.
  • Anhaltende Konflikte haben zu rund 1,5 Millionen Vertriebenen und fast 300.000 Flüchtlingen aus dem Sudan geführt. Wir unterstützten diese Menschen in Bentiu, Mundri, Lankien, Malakal, Yida, Yei, Leer, Old Fangak und im Lager Doro in Maban mit medizinischer und psychologischer Hilfe. An den UN-Schutzplätzen in Bentiu und Malakal betreuten wir jeweils ein Krankenhaus, in dem wir zudem eine fachmedizinische Versorgung anboten.
  • Zu unserer Hilfe im Südsudan gehörte auch, dass wir ein regionales Krankenhaus in Aweil und ein 80-Betten-Krankenhaus in Lankien unterstützten. 
  • In Agok beendeten wir im Rahmen unserer Hilfe in Südsudan die Renovierung des einzigen Krankenhauses im Gebiet Abyei, das zwischen Sudan und Südsudan umstritten ist. 

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1983 Hilfe im Südsudan an.

Mai 2020

Quelle: International Activity Report 2019

Mehr dazu

Schwere Überschwemmungen im Südsudan

Floodings in Haat and Old Fangak
Damaris Giuliana/MSF
Starke Regenfälle führen im Südsudan zu schweren Überschwemmungen. Menschen verlieren ihr Zuhause. Ein Ende der Regenzeit ist nicht in Sicht.
Mehr lesen

Südsudan: 10 Jahre - 10 Geschichten

Emin Ozmen, MSF in Bentiu, Thaker & Dhorjak
Emin Ozmen/Magnum Photos
Der jüngste Staat der Welt feiert am 9. Juli seinen 10. Unabhängigkeitstag. Trotz seines jungen Alters blickt der Südsudan auf eine schwere Kindheit zurück.
Mehr lesen

Das Rätsel der überfluteten Insel

Logistiker Daniel Campell versucht mit seinem Team ein schwer krankes Mädchen ins nächste Krankenhaus auszufliegen während Unwetter diesen Einsatz kaum möglich machen.
Mehr lesen

Südsudan: Starke Überschwemmungen in vielen…

Floods in Pibor
MSF/Tetiana Gaviuk
Seit Juli sind weite Teil des Südsudan von schwerem Hochwasser betroffen. Derzeit haben rund 800.000 Menschen oft weder ausreichend Nahrungsmittel noch sauberes Trinkwasser.
Mehr lesen

Schwere Überschwemmungen: Tausende Menschenleben in…

Heavy floods threaten the lives of thousands of people in Greater Pibor
Tetiana Gaviuk/MSF
Schwere Überschwemmungen in der Region Pibor setzen ganze Dörfer unter Wasser. Die Folgen sind Ernährungsunsicherheit, Malaria und Flucht.
Mehr lesen

Dramatische Szenen im Südsudan: Selbst die…

Pibor-Thousands flee into the bush as conflict intensifies
MSF
Momente, die sich in die Seele einbrennen. Der gewaltsame Konflikt im Großraum Pibor trifft die Zivilbevölkerung hart. Im Video berichtet unser Team, was es vor Ort erlebt.
Mehr lesen

Einst Flüchtlingskind, ist er jetzt Helfer

Thok Johnson: From refugee to aid worker – my story
Dirk-Jan van der Poel/MSF
Weil Ärzte ohne Grenzen einst sein Leben gerettet hat, beschloss Thok Johnson Gony Krankenpfleger zu werden – bei Ärzte ohne Grenzen.
Mehr lesen

Zwei Generationen, ein großes Ziel

Alexandra Schuster
Als Alexandra Schuster für Ärzte ohne Grenzen in den Südsudan ging, freute sich Monika Schuster: Die Tochter machte, wovon ihre Mutter immer träumte.
Mehr lesen

„Wir hören die Schreie der neugeborenen Babys und…

Primary Healthcare in Pibor
Alexandra Schuster ist zum zweiten Mal als Logistikerin im Südsudan im Einsatz. Im Blog erzählt sie, was sie vor Ort erlebt und warum sie stolz ist, Teil des Projekts in Pibor zu sein.
Mehr lesen

Psychologische Unterstützung für ehemalige…

Silvia Márquez, mental health activity manager
MSF
Im Südsudan wurden Kinder als Soldaten und Soldatinnen eingesetzt. Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit Februar 2018 mit anderen Organisationen zusammen, um die Reintegration dieser Kinder in ihre Gemeinschaften in der Stadt Yambio im Südwesten des Landes zu fördern.
Mehr lesen