Ärzte ohne Grenzen hilft dort, wo sonst niemand hingeht. Wir ergreifen keine Partei, arbeiten unabhängig und bleiben neutral - doch wenn es notwendig ist, machen wir lautstark auf Missstände aufmerksam. Wir verschaffen Menschen Gehör, die sonst keine Stimme haben. Unser Ziel ist es immer, die Situation unserer Patient:innen zu verbessern. Deswegen schweigen wir nicht. Wir ermöglichen es ihnen, gehört zu werden.

Medizinische Hilfe hat Vorrang

Die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen basiert auf der Überzeugung, dass jeder Mensch in Not ein Recht auf Hilfe hat, unabhängig von Herkunft, Weltanschauung oder Religion.

Hilfsprogramme werden dort eingerichtet, wo das Überleben von Menschen durch Konflikte, Epidemien, Naturkatastrophen oder aufgrund fehlender medizinischer Versorgung gefährdet ist. Ärzte ohne Grenzen leistet vorrangig medizinische Hilfe. Die Einsatzteams stellen bei Bedarf  aber auch Trinkwasser, Notunterkünfte, Nahrungsmittel oder andere Hilfsgüter bereit.

Unsere humanitären Prinzipien sind vor allem in Konfliktgebieten wichtige Voraussetzung, um Hilfe leisten zu können. Die Verletzung dieser Prinzipien durch Konfliktparteien und Regierungen stellt eine große Gefahr für die Hilfseinsätze dar, deshalb versucht Ärzte ohne Grenzen, ein stärkeres Bewusstsein für deren Bedeutung zu schaffen.

Sprachrohr für Menschen in Not

Wenn in einer Konfliktsituation die Rechte der Zivilbevölkerung mit Füßen getreten werden und ihr Hilfe verwehrt wird, setzt sich Ärzte ohne Grenzen für diese Menschen ein. Die Organisation fühlt sich den humanitären Prinzipien der Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit verpflichtet, hebt aber in Ausnahmesituationen ihre neutrale Position auf, bezieht Stellung und wird zum Sprachrohr für Menschen in Not. 

So helfen wir nicht nur mit Taten. Sondern auch mit Worten.