Zur Lage im Gazastreifen

Die Situation im Gazastreifen ist für die Menschen katastrophal: Es gibt weiterhin keine ausreichende Gesundheitsversorgung und die Hilfslieferungen reichen nicht aus. Es fehlt den Menschen an Trinkwasser und mehr als 80% der Häuser und Gebäude sind zerstört - darunter auch Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen.

Seit Anfang Jänner hindern uns die israelischen Behörden daran, internationales Personal und zusätzliche Hilfsgüter in die besetzten palästinensischen Gebiete zu bringen. Wichtiges medizinisches Equipment, Medikamente und Ersatzteile für Wasseraufbereitungsanlagen werden zurückgehalten, darunter Material für Amputationen, Desinfektionsmittel, Wasser und Treibstoff für Dialysegeräte. Über 18.500 Menschen warten auf eine dringende medizinische Evakuierung, weil sie im Gazastreifen nicht mehr behandelt werden können.

Mit 2026 hat die israelische Regierung eine neuerliche Registrierung für uns und 36 andere Hilfsorganisationen in Gaza abgelehnt. Mit 1. März muss unser internationales Personal den Gazastreifen und das Westjordanland verlassen.

Der Bedarf ist immens und die drastischen Einschränkungen haben tödliche Folgen.

Christopher Lockyear, Generalsekretär von Ärzte ohne Grenzen

Wir sind entschlossen, so lange wie möglich zu bleiben und Hilfe zu leisten. Wir sind seit 1988 in den palästinensischen Gebieten aktiv und unter der palästinensischen Autonomiebehörde registriert und zur Arbeit zugelassen.

Die Gewalt durch israelische Streitkräfte geht weiter und es kommt immer wieder zu Angriffen. Neben Zivilist:inenn werden auch Einsatzkräfte aus dem medizinischen und humanitären Bereich zur Zielscheibe. Bereits 15 unserer Kolleg:innen und unzählige Angehörige wurden seit Oktober 2023 getötet.

Die israelische Regierung ist unter dem humanitären Völkerrecht als Besatzungsmacht verpflichtet, allen Menschen den Zugang zu humanitärer Hilfe zu gewähren. Die neuen Restriktionen sind ein Vorwand, um unsere Arbeit zu behindern. Gleichzeitig sind wir mit einer globalen Desinformationskampagne und Online-Angriffen konfrontiert, die von der israelischen Regierung unterstützt werden.

Wir rufen dazu auf, humanitäre Hilfe in großem Umfang zu ermöglichen unsere Arbeit in den palästinensischen Gebieten weiterhin zuzulassen.

Unser Einsatz geht weiter

Unsere Arbeit im Gazastreifen geht weiter - unsere Kolleg:innen sind erschöpft, aber sie geben nicht auf. Wir passen unsere Aktivitäten an und weiten sie aus, je nachdem, wie sich die Lage entwickelt.

So lange wie möglich bieten unsere medizinischen Teams Notfallbehandlungen für Verletzte, Rehabilitation, kindermedizinische Versorgung, Angebote im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit sowie die Behandlung nichtübertragbarer Krankheiten und psychiatrischer Erkrankungen. Unter den Einschränkungen durch die israelischen Behörden ist unsere Hilfe derzeit unsicher und langfristig nicht möglich zu erhalten.  

Aktuell sind wir im Gazastreifen in sechs Spitälern, dem Al-Helou-, Al Shifa-, Al-Aqsa-, Al Ahli, Al Ranteesi und dem Nasser-Krankenhaus aktiv. In Deir Al-Balah betreiben wir zwei Feldspitäler. Außerdem unterstützen wir mit vier Gesundheitszentren, betreiben ein Ernährungszentrum und sechs medizinische Anlaufstellen. Außerdem unterstützen wir mit sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen. Auch diese Arbeiten werden aber durch die Blockade von Hilfsgütern, Evakuierungsaufrufe und gezielte Angriffe eingeschränkt.

Unsere Teams sind zudem im Westjordanland aktiv und unterstützen dort Gesundheitseinrichtungen. Durch die zunehmende Militärpräsenz und Gewalt durch israelische Siedler:innen wird unsere Arbeit aber erschwert. Auch medizinisches Personal und Gesundheitseinrichtungen wurden bereits attackiert. Wir rufen zu seinem sofortigen Ende von Vertreibung und Gewalt an Palästinenser:innen im Westjordanland auf!

Unterstützen Sie uns, indem Sie für unsere Arbeit in Gaza spenden

Hilfe für die palästinensischen Gebiete und die vom Konflikt betroffenen Nachbarländer

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Timeline: Aktuelles aus Gaza

Die Situation im Nahostkonflikt ändert sich täglich und wir passen unsere Hilfe, soweit es uns möglich ist, an. Hier halten wir Sie auf dem Laufenden über aktuelle Entwicklungen seit 2026. Ältere Berichte zwischen Oktober 2023 und 2025 finden Sie hier:

15. März 2026: Bei israelischem Angriff werden 13 Menschen getötet

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums werden 13 Menschen bei israelischen Angriffen in Deir El-Balah getötet und zahlreiche weitere verletzt. Unsere Teams behandelten acht Patient:innen in unserem Feldkrankenhaus.

In der Früh werden bereits vier Kinder bei uns eingeliefert: ein 11‑jähriger Bub, der bei der Ankunft bereits tot war, und seine drei Geschwister im Alter von zwei, sechs und 13 Jahren. Sie haben mittelschwere Verletzungen. Ihre Eltern wurden bei den Angriffen getötet.

Am Nachmittag behandelt das Team fünf weitere Patient:innen mit Splitterverletzungen, darunter schwere Fälle. Die Mutter der verletzten Kinder wurde bei dem Angriff getötet. Sie war mit Zwillingen schwanger.

Sie hätte in drei Monaten entbinden sollen. Jetzt haben die Kinder beide Eltern und ihren älteren Bruder verloren. Die Szene war schrecklich. Körper flogen durch die Luft und überall explodierten Granaten.

Die Tante der verletzten Kinder

Israelische Angriffe töten und verletzen weiterhin Menschen in Gaza – trotz der Waffenruhe. Weiterhin erleiden Menschen langfristige, lebensverändernde körperliche und psychische Verletzungen.

Wir unterstützen in Gaza unter anderem bei der unfallchirurgischen Behandlung und der Rehabilitation von Patient:innen und bietet auch psychologische Unterstützung an.

8. März 2026: Verletzte nach Luftangriffen in Deir-al-Balah

Am 8. März haben wir in unserem Feldkrankenhaus in Deir al-Balah sechs Patient:innen behandelt, die bei israelischen Luftangriffen verletzt wurden. Drei Menschen wurden getötet, darunter zwei Kinder, und mehrere weitere wurden bei dem Angriff verletzt.

Die Situation war schrecklich“, sagt Ibrahim Abo Leila, der an beiden Beinen von Granatsplittern getroffen wurde. „Das Gebiet war relativ sicher. Dort ist lange Zeit nichts passiert. Und plötzlich griffen die israelischen Streitkräfte an.

Trotz des Waffenstillstandsabkommens beobachten wir weiterhin Angriffe im gesamten Gazastreifen. Seit dem Waffenstillstand wurden in Gaza mehr als 600 Palästinenser:innen durch israelische Angriffe getötet.

27. Februar 2026: Ausweitung der Hilfe dringend notwendig

Trotz des bevorstehenden Endes der Frist, bis zu der 37 NGOs die besetzten palästinensischen Gebiete verlassen sollen, sind wir entschlossen, weiterhin Hilfe zu leisten.

 

Wir arbeiten daran, die Versorgung der Patient:innen unter zunehmenden Restriktionen fortzuführen

Christopher Lockyear, Generalsekretär von Ärzte ohne Grenzen

Langfristig ist unsere Hilfe unter diesen restriktiven Bedingungen unsicher und möglicherweise nicht aufrechtzuerhalten.

Zur Presseaussendung

06. Februar 2026: Mitarbeiterin in Al-Mawasi verletzt

Am 4. Februar wurde eine Kollegin durch eine verirrte Kugel im Bauchbereich getroffen, während sie sich unserem Primärgesundheitszentrum in Al-Mawasi im Gazastreifen befand. Sie wurde zur Operation ins Nasser-Krankenhaus gebracht und befindet sich inzwischen in stabilem Zustand.

Nirgendwo im Gazastreifen ist es sicher. Wir fordern alle Konfliktparteien erneut auf, medizinische Einrichtungen zu schützen und sicherzustellen, dass medizinisches Personal sowie Patient:innen nicht unter Beschuss geraten. 

3. Februar 2026: Israelische Angriffe im Gazastreifen

Allein in den letzten drei Tagen haben unsere Teams sieben Patient:innen - darunter zwei Kinder - aufgenommen, die durch israelische Angriffe verletzt wurden. Obwohl ein Waffenstillstandsabkommen in Gaza herrscht, wurden seitdem Hunderte von Menschen getötet.

"Die Auswirkungen der Bombardierungen waren sehr stark", sagte ein Patient, der am 31. Januar im Al-Shifa Krankenhaus behandelt wurde. 

Ich habe Verbrennungen, Verletzungen am Rücken und Splitterwunden erlitten. Es soll doch ein Waffenstillstand gelten. Der muss eingehalten werden.

Patient im Al-Shifa Krankenhaus am 31. Jänner 2026

Neben der Behandlung dieser durch Gewalt verursachten Verletzungen leisten wir in Gaza jede Woche lebenswichtige medizinische Hilfe: Wir unterstützen jedes fünfte Krankenhausbett in Gaza, begleiten jede dritte Mutter bei der Geburt und decken den Wasserbedarf von 30% der Bevölkerung.

30. Jänner 2026: Erklärung zur Weitergabe von Mitarbeiter:innen-Daten

Nach monatelangen erfolglosen Verhandlungen mit den israelischen Behörden und mangels Zusicherungen hinsichtlich der Sicherheit unserer Mitarbeitenden und der unabhängigen Durchführung unserer Einsätze sind wir zu dem Schluss gekommen, dass unsere Organisation unter den gegenwärtigen Umständen keine Liste ihrer palästinensischen und internationalen Mitarbeitenden an die israelischen Behörden weitergeben wird.

Zur ganzen Erklärung

2. Jänner 2026: Hilfe für Palästinenser:innen durch Registrierungspflicht in Gefahr

Die neuen Auflagen der israelischen Regierung für NGOs in Gaza bringen die internationale Hilfe in Gefahr. Die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen können nicht gedeckt werden, es gibt kaum Gesundheitsversorgung für Palästinenser:innen und wichtige Infrastruktur ist zerstört.

Gemeinsam mit anderen humanitären Hilfsorganisationen sorgen wir für eine medizinische Grundversorgung. Alleine im vergangenen Jahr haben wir im Gazastreifen über 800.000 ambulante Behandlungen durchgeführt und mehr als 100.000 Verletzte versorgt. Ein Fünftel aller Spitalsbetten im Gazastreifen wird von uns ermöglicht und jede dritte Geburt von unseren Kolleg:innen unterstützt. Diese Hilfe fällt weg, sollten wir durch israelische Auflagen unsere Arbeit einstellen müssen.

Mit 2026 verlangt die israelische Regierung strenge Registrierungsauflagen für internationale NGOs in den palästinensischen Gebieten. Wird den Hilfsorganisationen die Registrierung entzogen, ist das eine Katastrophe für Palästinenser:innen. Wir arbeiten weiter an einer Lösung, damit wir unsere Hilfe in Gaza fortsetzen können.

Zur Presseaussendung

Berichte vor 2026

Die Lage im Gazastreifen ändert sich aktuell täglich. Ältere Berichte über die Entwicklungen von Oktober 2023 bis Ende 2025 finden Sie hier:

Grundsätzliches zur Lage in den palästinensischen Gebieten

Sowohl das Westjordanland als auch der Gazastreifen stehen seit Jahren im Zentrum des Konflikts mit Israel. Seit dem schrecklichen Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 eskaliert die Situation zunehmend. Der Gazastreifen wird laufend angegriffen und von dringend notwendigen Hilfslieferungen abgeschottet. Auch im Westjordanland nehmen Gewalt und Bewegungseinschränkungen zu.

Wir leisten sowohl im Gazastreifen als auch im Westjordanland Hilfe. Unsere Arbeit wird jedoch zunehmend schwieriger. Grund dafür sind die Gewalt gegen unser medizinisches Personal, Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und Bewegungseinschränkungen durch Blockaden und militärische Check-Points. Wegen israelischen Beschränkungen muss unser internationales Personal bis März 2026 Gaza und das Westjordanland verlassen, Hilfslieferungen werden nicht zugelassen. 

Häufig gestellte Fragen

Wie hilft Ärzte ohne Grenzen in Gaza?

Wir helfen im Gazastreifen und dem Westjordanland in Krankenhäusern, mit Feldspitälern, Gesundheits- und Ernährungszentren. Wir unterstützen außerdem mit sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen.

Im Jahr 2025 haben unsere Teams über 100.000 Verletzte behandelt. Sie haben mehr als 400 Spitalsbetten für die Versorgung von Patient:innen bereitgestellt und 22.700 chirurgische Eingriffe durchgeführt.

Wir haben jedes fünfte Krankenhausbett im Gazastreifen betreut und jede dritte Geburt unterstützt. Viele dieser Leistungen sind wegen der Zerstörung des Gesundheitssystems nirgends sonst verfügbar. Gleichzeitig bräuchte es noch viel mehr Hilfe, als wir aktuell leisten können. 

Mit 1. Jänner 2026 ist unsere Registrierung als Hilfsorganisation für den Gazastreifen und das Westjordanland ausgelaufen. Mit März 2026 hat unser internationales Personal das Gebiet verlassen.

Aktuell setzen wir unsere Arbeit fort, so gut es geht: Mit unseren palästinensischen Kolleg:innen und mit Unterstützung internationaler Mitarbeiter:innen, die jetzt außerhalb der Palästinensischen Gebiete tätig sind. So lange wie möglich bieten wir Notfallbehandlungen für Verletzte, Rehabilitation, kindermedizinische Versorgung, Angebote im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit sowie die Behandlung nichtübertragbarer Krankheiten und psychiatrischer Erkrankungen.

Unter den Einschränkungen durch die israelischen Behörden ist unsere Hilfe derzeit unsicher und langfristig nicht möglich zu erhalten. 

 

Aktivitäten im Nasser-Krankenhaus

Im Jänner 2026 haben wir die schwierige Entscheidung getroffen, alle nicht-lebensnotwendigen Operationen im Nasser-Krankenhaus einzustellen. Es sind Bedenken zur Verwaltung der Einrichtung, ihrer Neutralität und Sicherheit aufgekommen.

In den letzten Monaten haben Patient:innen und Personal bewaffnete und maskierte Männer in verschiedenen Bereichen der Einrichtung gesehen. Niemals dort, wo Ärzte ohne Grenzen tätig ist, sondern in anderen Teilen des Geländes. Seit dem Waffenstillstand haben unsere Teams außerdem eine Zunahme inakzeptabler Handlungen gemeldet, darunter Einschüchterungen, willkürliche Verhaftungen von Patient:innen und kürzlich den Verdacht auf Waffenbewegungen. Solche Vorfälle sind ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko für unsere Teams und Patient:innen.

Wir haben unsere Besorgnis darüber den zuständigen Behörden gemeldet und betonts, dass solche Verstöße mit unseren Werten und Prinzipien nicht vereinbar sind. Krankenhäuser müssen neutrale, zivile Orte bleiben, frei von militärischer Präsenz.

Unsere Bedenken sind dadurch verstärkt, dass es bereits zu Angriffen auf Krankenhäuser gekommen ist und Gesundheitseinrichtungen regelmäßig und gezielt angegriffen wurden.

Wir fordern alle bewaffneten Gruppen sowie die israelischen Streitkräfte dazu auf, medizinische Einrichtungen zu respektieren und den Schutz von Personal und Patient:innen zu gewährleisten.

Was ist die Registrierung und ist Ärzte ohne Grenzen aktuell registriert?

In all unseren Einsatzländern brauchen wir Genehmigungen, damit wir unsere Arbeit leisten können. Nur so können unsere Einsatzkräfte einreisen, wir können Hilfsgüter in die Regionen bringen und Menschen lokal anstellen.

Unsere Arbeit basiert auf den Regeln des Humanitären Völkerrechts. Wenn ein bewaffneter Konflikt oder Krieg ausbricht, muss notwendige Hilfe für Zivilist:innen zugelassen werden. Als medizinisch-humanitäre Organisation sind wir deshalb dazu berechtigt, unsere Arbeit zu machen.

Wir sind seit 1988 in den palästinensischen Gebieten aktiv und aktuell auch unter der Palästinensischen Autonomiebehörde für unsere Arbeit zugelassen. 

Als Besatzungsmacht verlangt Israel von humanitären Hilfsorganisationen ebenfalls eine offizielle Registrierung. Am 1. Jänner 2026 ist unsere israelische Registrierung für die Arbeit im Gazastreifen und im Westjordanland ausgelaufen. Wir haben uns aktiv um eine Neuregistrierung bemüht.

Mit 1. März 2026 ist die Übergangsfrist abgelaufen. Unser internationales Personal musste das Gebiet verlassen.

Unsere Neuregistrierung wurde nicht genehmigt, weil wir aus berechtigter Sorge um deren Sicherheit, gewisse, sensible Daten unserer palästinensischen Kolleg:innen nicht bereitgestellt haben. Diese Voraussetzung ist nicht üblich und wir wissen nicht, wer Zugang zu den Daten bekommt. Der Zweck und die Folgen von einer Überprüfung der Listen von Mitarbeiter:innen ist nicht klar. Auch in anderen Ländern sind wir vorsichtig mit der Weitergabe von Daten.

Unsere Bedenken rühren auch daher, dass 15 unserer Kolleg:innen zwischen Oktober 2023 und Oktober 2025 von der israelischen Armee getötet wurden und medizinische und humanitäre Mitarbeiter:innen eingeschüchtert, willkürlich festgenommen oder angegriffen wurden. Daher haben wir in den vergangenen Monaten immer wieder ernsthafte Bedenken wegen der Registrierungsanforderung ausgedrückt und das Gespräch mit der israelischen Regierung gesucht. Trotz unserer Anfragen und Kompromissvorschläge haben wir keine Antwort auf diese Bedenken erhalten.

Um alle Möglichkeiten zu berücksichtigen haben wir auch angeboten, eine Liste von Kolleg:innen, die freiwillig zustimmen, weiterzugeben. Wir haben uns allerdings dagegen entschieden, da wir keinerlei Zusicherung von der Israelischen Regierung zur Sicherheit der Daten bekommen haben. Wir haben den israelischen Behörden im Rahmen dieses Registrierungsprozesses zu keinem Zeitpunkt eine Liste unserer nationalen oder internationalen Mitarbeiter:innen übergeben. Wir haben außerdem deutlich gemacht, dass die Übergabe einer vollständigen Mitarbeiter:innenliste eine rote Linie ist, die wir niemals überschreiten würden.

Statt diese Fragen im Dialog zu klären, hat das zuständige Ministerium wiederholt Treffen verweigert und Ärzte ohne Grenzen fälschlich öffentlich vorgeworfen, wissentlich Personen eingestellt zu haben, die an bewaffneten Aktivitäten beteiligt seien. Diese Art von Anschuldigungen trägt zur gezielten Delegitimierung humanitärer Arbeit bei – und damit jener Menschen, die unter extrem schwierigen Bedingungen lebensrettende Hilfe leisten.

Zudem sind wir einer globalen Desinformationskampagne ausgesetzt. Die israelische Regierung unterstützt dabei Online-Angriffe und koordiniert gestreute Fehlinformationen über Ärzte ohne Grenzen

Wir bemühen uns weiterhin um einen Dialog mit den israelischen Behörden, um eine Lösung zu finden und unsere Aktivitäten wieder voll aufnehmen und ausbauen zu können. Die Gewährung humanitärer Hilfe ist eine Verpflichtung nach internationalem Recht, um zumindest eine grundlegende Versorgung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten.

 

Update zum Gerichtsurteil vom 27. Februar 2026:

Der Oberste Gerichtshof in Israel hat eine einstweilige Verfügung erlassen. Darin wird das Verbot für uns, in den palästinensischen Gebieten zu arbeiten, vorläufig ausgesetzt. Diese Entscheidung ermöglicht es uns und 18 weiteren Organisationen, ihre Arbeit vorerst fortzusetzen. Wir begrüßen die Entscheidung, auch wenn konkrete Auswirkungen noch unklar sind. Vor allem das Einführen von Hilfsgütern und die Einreise von internationalem Personal ist dadurch nicht gesichert.

Welche Folgen hat die Aufhebung der Registrierung?

Wir leisten weiterhin so lange wie möglich lebensnotwendige Hilfe. Wegen Ablauf der Registrierung sind wir nicht länger berechtigt, medizinisches Material einzuführen oder internationale Einsatzkräfte in den Gazastreifen zu senden. Unsere internationalen Kolleg:innen mussten das Gebiet verlassen. Dadurch fehlen uns aktuell dringend benötigtes Material und fachliche Expertise.

Für die Menschen im Gazastreifen und im Westjordanland wäre der vollständige Wegfall unserer Hilfe eine Katastrophe. Zahlreiche Menschen würden den Zugang zu lebenswichtiger medizinischer Versorgung und sauberem Wasser verlieren. Unsere Arbeit ist für nahezu eine halbe Million Menschen im Gazastreifen überlebenswichtig. Wir sind bereits seit 1988 in den palästinensischen Gebieten tätig und leisten dort unverzichtbare medizinische und humanitäre Hilfe.

Allein im vergangenen Jahr haben wir: 

  • 100.000 Verletzte behandelt
  • 22.700 lebensrettende Operationen durchgeführt
  • 800.000 ambulante Konsultationen ermöglicht
  • 700 Millionen Liter Wasser bereitgestellt

An einem durchschnittlichen Tag behandeln wir 100 Menschen in unserer Ambulanz und führen 10 operative Eingriffe durch. Mehr als 18.000 Menschen müssen dringend medizinisch evakuiert werden – über 10.000 sind bereits verstorben. Viele Familien leben in Zelten, wo niedrige Temperaturen und Überschwemmungen Infektionskrankheiten begünstigen.

All diese Hilfe ist wegen der Einschränkungen unsicher und langfristig nicht möglich zu erhalten. Um eine gefährliche Versorgungslücke zu verhindern, prüfen wir alle Optionen, einschließlich Partnerschaften mit lokalen Organisationen. Gleichzeitig setzen wir weiterhin alle Hebel in Bewegung, um eine neue Registrierung zu bekommen. Dabei bleiben wir neutral, unparteilich und unabhängig.

Humanitäre Hilfe ist eine Verpflichtung und darf kein politisches Druckmittel sein.
 

Kann ich weiter für Hilfe in Gaza spenden?

Ja. Spenden sind weiterhin möglich. Unsere lokalen Mitarbeiter:innen im Gazastreifen und im Westjordanland leisten weiterhin lebensnotwendige Hilfe. Das internationale Personal, das die palästinensischen Gebiete verlassen musste, unterstützt sie aus der Ferne. 

Um bei akuten Krisen besonders schnell und flexibel agieren zu können, bitten wir unsere Spender:innen hauptschlich um zweckungebundene Spenden. Sollten wir uns tatsächlich aus den palästinensischen Gebieten zurückziehen müssen, würden wir die eingeplanten Gelder in anderen Projekten bzw. Ländern zur medizinischen Nothilfe nutzen.

Für Hilfe in den palästinensischen Gebieten und in den vom Konflikt betroffenen Nachbarländern sammeln wir zusätzlich auch zweckgebundene Spenden. Sollte sich zeigen, dass wir diese nicht entsprechend dem angegebenen Spendenzweck verwenden können, greifen unsere üblichen Regeln für die Umwidmung oder ggf. notwendige Erstattung von zweckgebundenen Spenden. 

Jetzt spenden

Warum spricht Ärzte ohne Grenzen von einem Genozid im Gazastreifen?

Wir äußern uns öffentlich, wenn wir inakzeptables Leid feststellen, wenn Gesundheitseinrichtungen angegriffen, der Zugang zu medizinischer Versorgung verwehrt wird oder Konfliktparteien ihrer Pflicht zum Schutz der Zivilbevölkerung nicht nachkommen.

Dies ist kein Begriff, den wir leichtfertig verwenden. Unsere Entscheidung, die Ereignisse in Gaza jetzt als Genozid zu bezeichnen, basiert auf umfangreichen Informationen aus erster Hand von unseren Teams, die seit fast zwei Jahren Zeug:innen massenhafter Tötungen und massiver Zerstörung sind.

Israelische Streitkräfte zerstören Wohnhäuser, Krankenhäuser, Märkte, Wasserversorgung, Straßen und Stromnetze in Gaza – nicht aus Nachlässigkeit, sondern gezielt. Was wir beobachten, ist die systematische Vernichtung von Lebensgrundlagen, ausgeführt unter Missachtung des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte.

Dies spricht für den Tatbestand des Völkermords/Genozids.

Die gezielte Blockade dringend benötigter Hilfsgüter, darunter Nahrung, medizinisches Material und Treibstoff, die damit verbundene Instrumentalisierung von Hunger als Mittel der Kriegsführung, die gezielte Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen, Angriffe auf ziviles Leben und zivile Infrastruktur, die Zwangsvertreibung der Menschen, die politische und militärische Instrumentalisierung von humanitärer Hilfe durch die Gaza Humanitarian Foundation – all diese Maßnahmen der israelischen Regierung und Streitkräfte entziehen der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen systematisch die Lebensgrundlagen. Dies ist die unbestreitbare Realität in Gaza, wie sie unsere Mitarbeiter:innen immer wieder bezeugen und klar beschreiben.

Angesichts solcher Gräueltaten, die von Israels Verbündeten ermöglicht werden, halten wir als Ärzte ohne Grenzen es für unsere moralische und humanitäre Pflicht, uns klar und deutlich dazu zu äußern.

Wie steht Ärzte ohne Grenzen zur Hamas?

Wir sind zutiefst erschüttert über die Gewalt und die Massaker der Hamas und verurteilen die Angriffe auf Israel und die Geiselnahmen, insbesondere am 7. Oktober 2023. Wir haben zudem alle Konfliktparteien wiederholt aufgefordert, den Schutzstatus medizinischer Einrichtungen zu respektieren, eine ausreichende Versorgung der Menschen mit humanitärer Hilfe sicherzustellen und auf einen Waffenstillstand hinzuarbeiten.

Als medizinische Hilfsorganisation haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, über das zu berichten, was wir in den Gebieten, in denen wir tätig sind, direkt beobachten. Ärzte ohne Grenzen selbst hat nie beobachtet oder bestätigen können, dass die Hamas militärische Aktionen in Krankenhäusern durchgeführt hat. In so einem Fall hätten wir aus Gründen der Sicherheit unserer Patient:innen und Mitarbeiter:innen unsere Präsenz in diesen Einrichtungen nicht aufrechterhalten können. Solche Situationen würden wir unmissverständlich anprangern.

Die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium im Gazastreifen

Wie überall auf der Welt, wo wir arbeiten, kooperieren wir auch im Gazastreifen mit den lokalen Gesundheitsbehörden. Das Gesundheitsministerium im Gazastreifen ist Teil der von der Hamas geführten Zivilverwaltung. Tatsächlich ist die Koordination mit den zuständigen Gesundheitsbehörden in all unseren Einsatzgebieten eine gängige und notwendige Praxis.

Wir arbeiten aber auch dort strikt nach den humanitären Prinzipien der Neutralität und Unparteilichkeit und bieten medizinische Versorgung ausschließlich basierend auf dem Bedarf an. Das Gesundheitsministerium kann uns keine Weisung geben. Wir machen ein Angebot, beispielsweise für die Errichtung eines provisorischen Krankenhauses oder die Übernahme der Aktivitäten auf einer Station eines bestehenden Krankenhauses, und das wird dann von allen Seiten akzeptiert - also sowohl vom palästinensischen Gesundheitsministerium als auch von den israelischen Behörden. 

Vorwürfe der israelischen Regierung gegen ehemalige Mitarbeiter

Die israelische Regierung wirft drei unserer ehemaligen Mitarbeiter „Verbindungen zum Terrorismus” vor, was unserer Organisation erst nach deren Tod gemeldet wurde.

Diese Vorwürfe sind gefährlich. Sie gefährden unsere überlebenswichtige Arbeit im Gazastreifen. Ärzte ohne Grenzen beschäftigt keine Personen, die an militärischen Aktivitäten beteiligt sind. Mitarbeitende mit Verbindungen zu bewaffneten Gruppen würden ein erhebliches Risiko für unsere Teams und für unsere Patient:innen darstellen.

Aus diesem Grund müssen sich alle unsere Mitarbeitenden weltweit zur Charta von Ärzte ohne Grenzen bekennen, die auf Unabhängigkeit, humanitären Grundsätzen und medizinischer Ethik beruht. Unser Rekrutierungsverfahren beinhaltet umfassende Sorgfaltsprüfungen, Hintergrund- und Referenzchecks, die Überprüfung von Lebensläufen sowie Probezeiten. Im Gazastreifen haben wir ein erweitertes Prüf- und Überprüfungsverfahren für alle Neueinstellungen eingeführt.

Sofern die israelischen Behörden über verlässliche Informationen über eine Beteiligung von Mitarbeiter:innen von Ärzte ohne Grenzen an militärischen Aktivitäten verfügten, haben sie diese vor deren Tod niemals an uns weitergegeben. So haben wir weder darauf reagieren noch die Situation prüfen können.

Diese Vorwürfe rechtfertigen nicht, dass wir unsere lebenswichtige Arbeit im Gazastreifen nicht fortsetzen kann. Uns zum Verlassen zu zwingen, würde Hunderttausende Menschen der lebenswichtigen medizinischen Versorgung berauben, was angesichts der ohnehin schon katastrophalen Versorgungsengpässe verheerende Folgen hätte.
 

Karte und Ländervergleich

Zoom in Zoom out Afghanistan Angola Albanien Vereinigte Arabische Emirate Argentinien Armenien Australien Österreich Aserbaidschan Burundi Belgien Benin Burkina Faso Bangladesch Bulgarien Bosnien und Herzegowina Weißrussland Belize Bolivien Brasilien Brunei Bhutan Botsuana Zentralafrikanische Republik Kanada Schweiz Chile China Elfenbeinküste Kamerun Dem. Rep. Kongo Kongo Kolumbien Costa Rica Kuba Tschechien Deutschland Dschibuti Dänemark Dominikanische Rep. Algerien Ecuador Ägypten Eritrea Estland Äthiopien Finnland Fidschi Gabun Großbritannien Georgien Ghana Guinea Gambia Guinea-Bissau Äquatorialguinea Griechenland Grönland Guatemala Guyana Honduras Kroatien Haiti Ungarn Indonesien Indien Irland Iran Irak Island Israel Italien Jamaica Jordanien Japan Kasachstan Kenia Kirgisistan Kambodscha Südkorea Kuwait Laos Libanon Liberia Libyen Sri Lanka Lesotho Litauen Luxemburg Lettland Marokko Moldavien Madagaskar Mexico Nordmazedonien Mali Myanmar Montenegro Mongolei Mosambik Mauritanien Malawi Malaysia Namibia Niger Nigeria Nicaragua Niederlande Norwegen Nepal Neuseeland Oman Pakistan Panama Peru Philippinen Papua-Neuguinea Polen Nordkorea Portugal Paraguay Palästina Katar Rumänien Russland Ruanda Westsahara Saudi-Arabien Sudan Südsudan Senegal Sierra Leone El Salvador Serbien Suriname Slowakei Slovenien Schweden Swasiland (Eswatini) Syrien Tschad Togo Thailand Tadschikistan Turkmenistan Osttimor Tunesien Türkei Taiwan Tansania Uganda Ukraine Uruguay USA Usbekistan Venezuela Vietnam Vanuatu Jemen Südafrika Sambia Simbabwe Somalia Französisch-Guayana Frankreich Spanien Aruba Anguilla Andorra Antigua und Barbuda Bahamas Bermuda Barbados Komoren Kap Verde Kaimaninseln Dominica Falklandinseln Färöer-Inseln Grenada Hong Kong St. Kitts und Nevis St. Lucia Liechtenstein Malediven Malta Montserrat Mauritius Neukaledonien Nauru Pitcairn Puerto Rico Französisch-Polynesien Singapur Salomonen São Tomé und Príncipe Sint Maarten Seychellen Turks- und Caicosinseln Tonga Trinidad und Tobago St. Vincent und die Grenadinen Britische Jungferninseln Amerikanische Jungferninseln Zypern Réunion Mayotte Martinique Guadeloupe Curacao Kanarische Inseln

1988

Beginn der Arbeit

85,1

Mio. EUR

Ausgaben (Vorjahr)

875

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Gaza Streifen

AT
PS
83.30
75.88

Lebens­erwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
PS
78.66
71.14

Lebens­erwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
PS
2.60
14.30

Säuglings­sterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
PS
5.52
0.80

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner­:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

Ärzte ohne Grenzen in Gaza: Unsere Nothilfe

Aufgrund der katastrophalen humanitären Situation im Gazastreifen haben wir 2025 unsere medizinische Hilfe ausgeweitet.

Wir behandeln Patient:innen mit Brand- und Traumawunden, Mütter und Neugeborene und bieten eine medizinische Grundversorgung. Dazu gehören auch Operationen, Physiotherapie und psychosoziale Versorgung. Außerdem unterstützen wir mit psychologischer Hilfe, sexueller und reproduktiver Gesundheitsversorgung und der Behandlung von chronischen Krankheiten.

Wir bemühen uns auch um medizinische Evakuierungen für Menschen, die auf spezialisierte medizinische Versorgung angewiesen sind. Diese werden jedoch meistens abgewiesen. Patient:innen sterben, während sie auf die israelische Genehmigung warten.

Immer wieder mussten wir Gesundheitseinrichtungen verlassen, vor allem im Norden des Gazastreifens, nachdem es zu gewalttätigen Angriffen gekommen ist. Seit Oktober 2023 wurden 15 unserer Kolleg:innen im Gazastreifen getötet.

Durch die Zerstörung von Infrastruktur haben wir auch unsere Arbeit zur Wasserversorgung und Hygienemaßnahmen verstärkt. Wir unterstützen bei der Verteilung von sauberem Trinkwasser und der Installation von Wasseraufbereitungsanlagen.

MSF resumed its activities in Gaza City
MSF
Wir nehmen Aktivitäten in Gaza-Stadt wieder auf. (Oktober 2025)
MSF forced to suspend activities in Gaza City
MSF
Wir müssen das Krankenhaus in Gaza-Stadt verlassen. (September 2025)
Nasser Hospital in southern Gaza is overcrowded with patients
MSF
Das Nasser Krankenhaus in Khan Younis ist überfüllt. (August 2025)
Israeli strike on Nasser hospital in Gaza
MSF
Das Nasser Krankenhaus in Khan Younis wird angegriffen. (März 2025)
The rubbles in Gaza
Nour Alsaqqa/MSF
Eine Familie sucht Schutz inmitten von Trümmern in Beit Lahia im Norden des Gazastreifen. (Februar 2025)

Westjordanland

Im Westjordanland verschlechtert sich die Lage für Palästinenser:innen. Unsere Patient:innen berichten von Gewalt, Bewegungseinschränkungen und Vertreibung. Den Menschen wird dadurch auch der Zugang zu medizinischer Versorgung erschwert.

Auch unsere Kolleg:innen im Westjordanland spüren die eskalierende Gewalt. Unsere Krankenwägen werden an Kontrollpunkten blockiert, Gesundheitseinrichtungen umzingelt und geplündert.

Derzeit leisten wir Nothilfe, bieten eine medizinische Grundversorgung über mobile Kliniken und psychologische Betreuung an. Wir sind in den Städten Hebron, Nablus, Tubas, Jenin, Tulkarem und Kalkilia aktiv.

Life under Daily Violence and repeated Demolitions in Masafer Yatta
MSF
Unsere Kolleg:innen vor zerstörten Häusern in Masafer Yatta. (September 2025)

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