Mehr als 80 Millionen Menschen waren laut einer Schätzung des UN-Flüchtlingswerk (UNHCR) Mitte 2020 auf der Flucht – mehr als je zuvor. Sie fliehen vor Gewalt, Verfolgung, Konflikten, Menschrechtsverletzungen und den Auswirkungen der Klimakrise. Wir helfen ihnen in ihren Heimatländern, auf ihrem Weg oder in Vertriebenen- und Geflüchtetencamps.

85

%

aller Geflüchteten leben in Ländern des globalen Südens.

80

%

aller Geflüchteten leben in Ländern, in denen die Ernährung nicht gesichert ist.

40

%

aller Geflüchteten sind jünger als 18 Jahre.

Nur ein Bruchteil flüchtet nach Europa

Unsere Mitarbeiter:innen leisten medizinische und humanitäre Nothilfe für Geflüchtete, Vertriebene und Migrant:innen in Mexiko, Bangladesch, Äthiopien und Libyen, aber auch in Griechenland und auf dem Mittelmeer. Insgesamt sind wir in mehr als 40 unserer weltweit mehr als 80 Einsatzländer zur Hilfe von Männer, Frauen und Kindern im Einsatz, die Ihre Heimat aufgeben mussten.

Europa spielt im Kontext der weltweiten Fluchtbewegungen nur eine untergeordnete Rolle. Die allermeisten der mehr als 80 Millionen Geflüchteten sind Binnenvertriebene, wie in Nigeria, dem Südsudan oder der Zentralafrikanischen Republik. Der überwiegende Teil aller Geflüchteten lebt in den Nachbarländern der Heimatstaaten.

Überall gilt: Flucht macht krank

Unsere Mitarbeiter:innen sehen und behandeln weltweit die gravierenden körperlichen und psychischen Wunden, die ein Leben auf der Flucht Menschen zufügt. Über ihre Route und die Situationen, in die sie geraten, haben sie nahezu keine Kontrolle: Grenzen werden geschlossen, sie werden in Internierungslagern festgehalten oder müssen um ihr Leben fürchten, weil um sie herum die Gewalt eskaliert. Die hygienischen Bedingungen in Massenunterkünften für Geflüchtete sind vielerorts katastrophal. Krankheiten breiten sich leicht aus. Auch psychisch leiden Menschen auf der Flucht. Schon vor der Entscheidung, die Heimat zu verlassen, standen zumeist traumatische Erlebnisse. Unsere Mitarbeiter:innen beobachten weltweit, wie Erfahrungen von Gewalt, Perspektivlosigkeit und Existenznot zu Angststörungen, Depressionen und anderen psychischen Krankheiten führen.

Wir helfen medizinisch und psychologisch

Unsere Mitarbeiter:innen behandeln sowohl die physischen Folgen von Folter und Gewalt, stehen den Menschen aber ebenso bei ihren psychischen Leiden zur Seite. Unsere medizinische Hilfe besteht zum einen aus dem Aufbau und Betrieb von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen in großen Geflüchtetencamps, wie in Bangladesch oder auf den griechischen Inseln. Zum anderen reagieren wir mit mobilen Kliniken entlang der Migrationsrouten, wie in Mexiko oder in der Sahelzone auf die flexiblen und sich ständig ändernden Bedürfnisse. Eine Besonderheit bildet unser Einsatz auf dem Mittelmeer, der derzeit tödlichsten Migrationsroute der Welt. Dort füllen private Seenotrettungsorganisationen die Lücke, die die EU-Staaten geschaffen haben und retten, wann immer sie können, Menschen vor dem Ertrinken.

Ihre Spende ermöglicht rasche medizinische Hilfe

Ihre Spende bekämpft Epidemien, ermöglicht Soforthilfe bei Naturkatastrophen und sichert die medizinische Versorgung in Krisengebieten.