Unsere Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Die Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo umfasste im Jahr 2016 mehr als 30 Nothilfeeinsätze: Die Teams reagierten auf den Ausbruch von Epidemien wie Masern, Gelbfieber, Cholera und Typhus sowie auf gewaltsame Konflikte und Flüchtlingskrisen.

Medizinische Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo ist unverzichtbar, da die schlechte Infrastruktur und die unzureichenden Angebote den Zugang zur Gesundheitsversorgung einschränken. Die Sicherheitslage in den östlichen Provinzen bleibt zudem schwierig, da die kongolesische Armee und mehrere bewaffnete Gruppen weiterhin um die Vorherrschaft in der ressourcenreichen Region kämpfen.

Unsere Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo im Einzelnen (Auszug):

  • Im Jahr 2016 kam es zu einem Gelbfieber-Ausbruch.  Ärzte ohne Grenzen impfte mehr als eine Million Menschen in der Hauptstadt Kinshasa und in der Hafenstadt Matadi.
  • Nord-Kivu: Ärzte ohne Grenzen unterstützte umfangreiche medizinische Programme in Walikale, Mweso, Masisi und Rutshuru. Fast 35.000 Kinder, die unter Mangelernährung und anderen Krankheiten litten, wurden behandelt.  Ärzte ohne Grenzen unterstützte zudem in Goma fünf Gesundheitseinrichtungen bei der Versorgung von HIV-Patienten. Zudem wurden 700 Cholera-Patienten behandelt.
  • Süd-Kivu: Diese Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo umfasste die Unterstützung von zwei Krankenhäusern und mehreren umliegenden Gesundheitszentren, um in Lulingu und Kalehe Malaria-Patienten und Mangelernährte zu versorgen. Sie hielten mehr als 284.000 Sprechstunden ab, nahmen rund 10.800 Patientinnen und Patienten stationär auf, behandelten etwa 10.700 mangelernährte Kinder und halfen bei rund 10.000 Geburten. Im Krankenhaus in Baraka und in umliegenden Gemeinden behandelte Ärzte ohne Grenzen rund 200.000 Kinder, die an Malaria, Lungenentzündung und Durchfall erkrankt waren. Die Teams gaben mehr als 450.000 Sprechstunden und nahmen etwa 17.000 Personen stationär auf. Ärzte ohne Grenzen erweiterte diese Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo um einige gemeindebasierte Standorte. Insgesamt hielten die Teams mehr als 200.000 Sprechstunden ab, einschließlich rund 131.322 Malaria-Patienten. Sie behandelten zudem 384 HIV- und 396 Tuberkulose-Patienten.
  • Ituri, Haut-Uélé und Bas-Uélé: Anfang 2016 startete Ärzte ohne Grenzen in der Region Mambasa ein Projekt, um Überlebende sexueller Gewalt zu versorgen. Die Teams behandelten in neun Kliniken mehr als 1.100 Verletzte bewaffneter Konflikte und versorgten 11.900 Patienten, die unter sexuell übertragbaren Infektionen litten.
  • In zwei Regionalkrankenhäusern sowie mehreren Kliniken versorgten die Teams 3.300 Patienten und Patientinnen in der Notaufnahme und auf der Intensivstation sowie 280 Überlebende sexueller Gewalt. In der östlichen Provinz Haut-Uélé behandelten die Teams mehr als 84.000 Patienten während einer ungewöhnlich heftigen Malaria-Epidemie.
  • Tanganjika: Im Verlauf einer Ernährungskrise weitete Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo auf zwei Krankenhäuser und mehrere Kliniken in Manono und Kabalo aus. In vier Gesundheitszonen rund um Kalemie bekämpfte Ärzte ohne Grenzen eine Cholera-Epidemie. In Nyunzu reagierten die Teams auf einen Masern-Ausbruch und impften rund 90.000 Kinder.
  • Nord-Ubangi: In den Projekten in Bili und Bossobolo versorgen die Teams geflüchtete Menschen aus der Zentralafrikanischen Republik, hielten mehr als 80.000 Sprechstunden ab und nahmen rund 9.300 Patienten stationär in Krankenhäuser auf.
  • Kinshasa: Die Teams leisteten hier eine umfassende Versorgung für HIV-Patienten, wovon 2.500 im fortgeschrittenen Stadium stationär im Krankenhaus behandelt wurden. Zudem wurden 160 Patienten und Patientinnen in Kinshasa und 35 Verwundete in Lubumbashi behandeln

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1981 Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo an.

Quelle: International Activity Report 2016

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in Äthiopien wurde im Jahr 2016 mit insgesamt 1,1 Millionen Euro aus Österreich unterstützt – Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

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