Demokratische Republik Kongo

Die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen im Überblick

Unsere Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo konzentriert sich auf die humanitären Folgen des Konflikts im Osten des Landes. Außerdem reagieren unsere Teams auf Krankheitsausbrüche, zum Beispiel eine schwere Masern-Epidemie in der Provinz Katanga.

Hintergrund:

Anhaltender Konflikt, Gewalt und Vertreibungen, Raubüberfälle und Entführungen, schlechte medizinische Infrastruktur, Ausbrüche von Epidemien (z.B. Ebola-Epidemie 2014)

Unsere Hilfsprogramme in der Demokratischen Republik Kongo (Auszug):

Provinz Katanga

  • Hilfsaktivitäten im Rahmen einer Masern-Epidemie in Katanga und Impfkampagnen in der Gesundheitszone Malemba Nkulu
  • mobile Kliniken zur Behandlung von Malaria, Mangelernährung etc. in den Vertriebenenlagern Nyunzu und Kabalo
  • Eindämmung eines Cholera-Ausbruchs in vier Gesundheitszonen: Behandlung von Durchfallerkrankungen, Bereitstellung von Impfstoffen, Wasserfiltern und einer verbesserten Wasserversorgung
  • Unterstützung von sieben Kliniken und Ausweitung fachmedizinischer Standorte in der Gegend von Shamwana

Provinz Nord-Kivu

  • umfassendes medizinisches Programm in Krankenhäusern und lokalen Gesundheitszentren in der Gesundheitszone Mweso: Verteilung von dringend benötigten Hilfsgütern an Vertriebene, psychologische Unterstützung, Behandlung mangelernährter Kinder, Geburtshilfe
  • Betreuung von Frauen mit Hochrisiko-Schwangerschaften im Frauenzentrum des Krankenhauses von Masisi
  • Versorgung von Opfern sexueller Gewalt und Gesundheitsaufklärungsprogramm
  • Chirurgie und Nothilfe im Krankenhaus in Rutshuru
  • Untersuchung und Behandlung von HIV-Kranken und Betroffenen mit einer Tuberkulose-Konifektion in Goma
  • Versorgung von Cholera-Kranken in Goma

Provinz Süd-Kivu

  • Eröffnung eines Projekts mit Fokus auf Schwangere und Kinder in Lulingu
  • Unterstützung des Numbi-Referenzkrankenhauses und drei anderer Kliniken in Kalehe, Hauts-Plateaux
  • medizinische Hilfe für Vertriebene und die lokale Bevölkerung durch die Unterstützung der beiden Krankenhäuser in Shabunda und in Matili sowie von sieben Gesundheitszentren 
  • Malaria-Hilfe im Krankenhaus in Baraka, Aufbau einer neuen Einrichtung sowie bessere Behandlung für Kinder
  • Versorgung von Malaria-, Tuberkulose- und HIV-PatientInnen im Krankenhaus in Kimbi

Provinz Maniema

  • neues Projekt in der Stadt Bikenge (Bergbaugebiet) für besonders gefährdete Gruppen wie Schwangere, Kinder unter 15 Jahren, Opfer sexueller Gewalt und chirurgische Notfälle

Provinz Orientale

  • neues Projekt in der Gesundheitszone Boga, um Rückkehrer und Vertriebene zu unterstützen, u.a. reproduktive Gesundheitsversorgung, Notaufnahme und Intensivstation im Allgemeinen Regionalkrankenhaus in Boga
  • Gesundheitsaufklärung und Betreuung von Opfern sexueller Gewalt im Allgemeine Regionalkrankenhaus und drei Kliniken in der Region Gety

Provinz Equateur

  • neues Projekt für Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik in den Gesundheitszonen Bili und Bossobolo 
  • basismedizinische Hilfe mittels mobiler Kliniken in Boduna, Gbagiri, Gbangara, Nguilizi und Gbabuku

Kinshasa

  • medizinische und psychosoziale Hilfe für Menschen mit HIV und Aids
  • Nothilfepool von Ärzte ohne Grenzen intervenierte in sieben Notfällen aufgrund von Mangelernährung, Masern und Cholera und stellte Hilfe für Flüchtlinge zur Verfügung

Quelle: International Activity Report 2015

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in der Demokratischen Republik Kongo wurde im Jahr 2015 mit insgesamt 500.000 Euro aus Österreich unterstützt – Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

Einsatz-Blog:

Österreichische Einsatzkräfte bloggen über ihre Arbeit und ihren Alltag in der Demokratischen Republik Kongo:

Zum Einsatzblog

Meldungen aus D. R. Kongo

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