Unsere Hilfe im Südsudan

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen leistete 2018 weiterhin Hilfe im Südsudan, da mehr als zwei Millionen Vertriebene aufgrund des fünfjährigen Konflikts im Land lebten. Zudem suchten zwei Millionen Südsudanesen Zuflucht vor der Gewalt in Nachbarländern.

Unsere Hilfe im Südsudan im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen setzte 2018 die Hilfe im Südsudan fort, da es in vielen Landesteilen kaum eine medizinische Versorgung gab. Ärzte ohne Grenzen betreute 2018 insgesamt 16 Projekte landesweit. Diese Arbeit wurde mehrfach durch gezielte Angriffe auf medizinische Einrichtungen und Fachkräfte behindert. Unsere Teams hielten 1.157.900 ambulante Konsultationen, nahmen 56.200 Personen stationär auf, halfen bei 14.300 Geburten, nahmen 7.540 größere Operationen vor.
     
  • Unsere Hilfe im Südsudan umfasste zahlreiche Aktivitäten für Vertriebene und Menschen in abgelegenen Gemeinden: In Old Fangak, einer Region im Norden, betreute Ärzte ohne Grenzen das einzige Krankenhaus.  Die Teams betreuten zudem mobile Kliniken und lokale Gesundheitsposten nahe Lankien und Pieri. Nachdem es in Ulang zu gewalttätigen Konflikten und Vertreibung kam, unterstützten wir in einer lokalen Klinik die Notaufnahme und stationäre Versorgung. Weiter nördlich, in Aburoc, betreuten wir eine Klinik mit zwölf Betten. Im Süden arbeiteten die Teams im Rahmen der Hilfe im Südsudan in einer Klinik in Yei sowie auf der pädiatrischen Station des staatlichen Krankenhauses. Sie betreuten drei Gesundheitszentren in Pibor und ein weiteres in der Stadt Mundri. Im Dezember übergaben wir die mobilen Kliniken nahe Akobo sowie ein Gesundheitszentrum in Kier an andere Akteure.
     
  • An den von den Vereinten Nationen (UN) eingerichteten Schutzplätzen für Zivilisten in Bentiu unterstützte Ärzte ohne Grenzen das einzige Krankenhaus mit 160 Betten. Die Teams konzentrierten sich zudem auf die Behandlung von 398 Überlebenden sexueller und genderbasierter Gewalt. In der Schutzzone in Malakal betreute Ärzte ohne Grenzen ein Krankenhaus mit 40 Betten und in der Stadt Malakal ein Gesundheitszentrum.
     
  • Unsere Hilfe im Südsudan umfasste auch die Unterstützung des staatlichen Krankenhauses in Aweil auf mehreren Stationen sowie des 80-Betten-Krankenhaus in Lankien. Wir behandelten dort auch Mangelernährung.
     
  • Im April 2018 begannen wir ein Pilotprojekt, um medizinische und psychologische Hilfe für ehemalige Kindersoldaten zu leisten.
     
  • Unsere Teams reagierten 2018 zudem auf zahlreiche Epidemien: Sie behandelten in Lankien mehr als 37.000 Malaria-Patienten, impften 23.000 Kinder gegen Masern in Aweil und führten eine präventive Cholera-Impfkampagne für mehr als 200.000 Menschen in Juba durch.
     
  • In Maban versorgten wir Geflüchtete aus dem Sudan im Lager Doro und unterstützten das staatliche Krankenhaus in Bunj sowie eine Klinik für Geflüchtete in Yida. Das HIV- und Tuberkulose-Programm wurde im Mai übergeben.
     
  • In Agok beendeten wir die Renovierung des einzigen Krankenhauses im Gebiet Abyei, das zwischen Sudan und Südsudan umstritten ist. Zudem behandelten wir im Rahmen der Hilfe im Südsudan mehr als 25.000 Personen während des Höhepunktes der Malaria-Saison.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1983 Hilfe im Südsudan an.

Quelle: International Activity Report 2018

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen im Südsudan wurde im Jahr 2018 mit insgesamt 1.5 Millionen Euro aus Österreich unterstützt - Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

Meldungen aus Südsudan

Südsudan

Im Südsudan wurden Kinder als Soldaten und Soldatinnen eingesetzt. Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit Februar 2018 mit anderen Organisationen zusammen, um die Reintegration dieser Kinder in ihre Gemeinschaften in der Stadt Yambio im Südwesten des Landes zu fördern.

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Die Teams von Ärzte ohne Grenzen in den Provinzen Leer und Mayendit behandelten Dutzende Überlebende, darunter viele Opfer sexueller Gewalt. Während der Kämpfe wurden Dörfer niedergebrannt, Gesundheitseinrichtungen angegriffen und Nahrungsmittelvorräte zerstört.

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