Unsere Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo

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1981

Beginn der Arbeit

2881

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Demokratische Republik Kongo

AT
CD
83.80
53.80

Lebenserwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
CD
79.40
51.30

Lebenserwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
CD
3.00
94.30

Säuglingssterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
CD
5.20
0.10

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

Ciska, 3 years old.
Vincenzo Livieri
Bili, Dem. Rep. Kongo, 02.11.2017: In unserer Klinik überprüft ein Arzt mit einem Test, ob die kleine Ciska an Malaria erkrankt ist. Sie leidet an Fieber und Durchfall. Seit Tagen hat sie nichts mehr gegessen.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

1.687.900 ambulante Sprechstunden
607.400 Malaria-Behandlungen
37.900 psychologische Einzelgespräche
37.000 Entbindungen
1.310 Behandlungen von HIV-Patient*innen in fortgeschrittenem Stadium
10.600 chirurgische Eingriffe
8.710 Behandlungen infolge sexueller Gewalt
2.190 Behandlungen infolge körperlicher Gewalt
4.400 Cholerabehandlungen
679.500 Masernimpfungen nach Ausbruch einer Epidemie

Die Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo umfasste im Jahr 2019 vor allem die Bekämpfung der beiden bisher größten Ausbrüche von Masern und Ebola. In Konfliktregionen stellten wir humanitäre Hilfe zu Verfügung.

Unsere Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo im Einzelnen (Auszug):

  • Unsere Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo umfasste Projekte in 21 der 26 Provinzen. Die Teams boten Basismedizin an sowie Ernährungshilfe, Impfungen, Chirurgie, Kinderheilkunde, die Behandlung von Überlebenden sexueller Gewalt und medizinische Hilfe für Menschen, die mit HIV/Aids lebten. Zudem behandelten wir Patientinnen und Patienten gegen Tuberkulose, Masern, Cholera und Ebola. 
     
  • Im Juni 2019 wurde der Masern-Ausbruch offiziell zur nationalen Epidemie erklärt. Im Rahmen unserer Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo organisierten wir Massen-Impfkampagnen und behandelten komplizierte Fälle in 15 Provinzen des Landes. 
     
  • Wir unterstützten die Behörden bei der Bekämpfung der Ebola-Epidemie, die die Weltgesundheitsorganisation im Juli offiziell bestätigt hatte. 
     
  • Da der Konflikt in der Provinz Ituri wiederaufflammte, flohen mehr als eine Million Menschen. Rund 200.000 Vertriebene lebten zum Jahresende in etwa 80 Lagern. Unsere Teams leisteten medizinische Hilfe an 30 Standorten.
     
  • Unsere Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo umfasste auch die Versorgung von Vertriebenen in der Provinz Mai-Ndombe. In der Provinz Kasaï-Zentral halfen wir denjenigen Kongolesen, die gewaltsam aus Angola vertrieben worden waren.
     
  • Da der jahrzehntelange Konflikt in den Provinzen Nordkivu und Südkivu auch 2019 anhielt, setzten wir unsere langfristigen Projekte fort und reagierten auf zahlreiche Epidemien, Massenvertreibungen sowie andere medizinische Notfälle. 
     
  • In den Provinzen Nord- und Südkivu, Kasaï-Zentral, Maniema und Ituri stellten wir im Rahmen der Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo medizinische und psychologische Unterstützung für Überlebende sexueller und genderbasierter Gewalt zur Verfügung.
     
  • In Kinshasa und in Goma betreuten die Teams insgesamt elf Kliniken, um für HIV-Patientinnen den Zugang zu medizinischer Behandlung zu erweitern. Allein in Kinshasa versorgten wir 3.167 HIV-Patienten. Wir setzten uns im Rahmen der Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo weiterhin dafür ein, dass HIV-Patientinnen in fortgeschrittenem Stadium besser versorgt wurden und antiretrovirale Medikamente erhielten.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1977 Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo an.
 

Mai 2020

Quelle: International Activity Report 2019

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