Medikamente und Patente

Jedes Jahr sterben Millionen Menschen in ärmeren Ländern an behandelbaren Krankheiten, weil sie sich lebensnotwendige Medikamente nicht leisten können oder es keine wirksamen Arzneimittel gibt.

In unseren Einsatzländern sind die medizinischen Teams häufig mit der frustrierenden Realität konfrontiert, dass eine lebensnotwendige Behandlung von Menschen nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Oft fehlt es an Medikamenten, Diagnostika und Impfstoffen - oder diese werden nur zu extrem hohen Preisen verkauft, die für Betroffene unerschwinglich sind.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine wichtige Rolle spielt das (globale) Patentsystem: Es schafft einerseits keine ausreichenden Anreize, um in bestimmten Bereichen in die Forschung und Entwicklung zu investieren, und verteuert andererseits massiv lebensnotwendige Medikamente.

Die Brieftasche darf nicht über Leben und Tod entscheiden!

Als wir im Jahr 1999 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurden, haben wir daher die Kampagne „Zugang zu unentbehrlichen Medikamenten“ (kurz: Medikamentenkampagne) ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist, Druck auf die Verantwortlichen in Forschung, Politik und Industrie auszuüben, damit Betroffene dringend benötigte Medikamente in ärmeren Ländern zu erschwinglichen Preisen erhalten und neue Arzneimittel, Impfstoffe und Diagnostika erforscht werden.

Für uns gilt: Gesundheit ist ein Menschenrecht!

Die Medikamentenkampagne setzt sich insbesondere in den Bereichen HIV/Aids, Tuberkulose, Hepatitis C und vernachlässigte Krankheiten ein. Weitere Informationen finden Sie auch auf der internationalen Kampagnen-Webseite.

Im Video erfahren Sie mehr zu unserer Kampagnenarbeit:

Vervielfältigen