Österreich

Ausstellung „Hilfe aus nächster Nähe“ in Salzburg eröffnet

Die Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen Österreich, Margaretha Maleh, hat heute am Salzburger Mozartplatz die Ausstellung „Hilfe aus nächster Nähe“ eröffnet. Die Freiluftausstellung, die bis 15. Oktober kostenlos besucht werden kann, zeigt anschaulich, wie medizinische Nothilfe in Krisensituationen funktioniert. An zehn Stationen wird Besuchern und Besucherinnen Einblick in die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen geboten, unterschiedliche Schwerpunkte der medizinischen und humanitären Hilfe in Krisengebieten werden thematisiert. Virtual-Reality-Brillen ermöglichen einen wirklichkeitsgetreuen 360-Grad-Einblick in die Arbeit der Helfer und Helferinnen in den Einsatzgebieten.

„Mit unserer Ausstellung laden wir die Salzburger und Salzburgerinnen ein, für kurze Zeit in die Realität unserer Arbeit einzutauchen und unsere täglichen Herausforderungen, aber auch einige unserer Erfolgserlebnisse mit uns zu teilen“, sagte Margaretha Maleh, die Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen Österreich, bei der Eröffnung der Ausstellung.

Die Ausstellung „Hilfe aus nächster Nähe“ besteht aus originalgetreu ausgestatteten Zelten und Holzbauten, die den Mozartplatz zwölf Tage lang in einen Mikrokosmos der humanitären Hilfe verwandeln. Die Besucher erfahren, wie Medikamente in Krisengebiete gelangen und wie ein Ebola-Schutzanzug angelegt wird. Es wird erklärt, wie Trinkwasser aufbereitet wird und was bei der Durchführung von Impfkampagnen zu berücksichtigen ist; auch ein aufblasbarer Operationssaal ist zu sehen. Eine Fotoausstellung thematisiert die aktuelle Situation von Menschen auf der Flucht. Im Filmzelt zeigen zahlreiche Videos verschiedenste Hilfseinsätze rund um den Globus. Mit Virtual-Reality-Brillen können Ausstellungsgäste zudem einen 360°-Einblick in das Leben syrischer Flüchtlinge in Jordanien gewinnen oder einen Psychologen bei seiner Arbeit in einem Flüchtlingslager in Tansania begleiten.

Aktueller denn je

„Die Ausstellung ist aktueller denn je. Im Augenblick sind unsere Teams weltweit in über 70 Ländern tätig: Wir leisten Hilfe in Kriegsgebieten wie dem Jemen, sind nach dem Erdbeben in Mexiko im Einsatz, kämpfen in der Demokratischen Republik Kongo gegen einen massiven Cholera-Ausbruch und leisten Nothilfe für Rohingya-Flüchtlinge, die aus Myanmar nach Bangladesch fliehen – dort entwickelt sich derzeit eine besorgniserregende humanitäre Krise“, berichtet Maleh. „Mit ‚Hilfe aus nächster Nähe‘ möchten wir aufzeigen, welche konkrete Relevanz professionelle Hilfe für die betroffenen Menschen in diesen Krisengebieten hat. Zugleich wollen wir das Verständnis für die konkrete Bedeutung des Rechts auf medizinische und humanitäre Hilfe schärfen – und veranschaulichen, warum es so wichtig ist, dieses Recht zu schützen.“

Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos, erfahrene Einsatzmitarbeiter und -mitarbeiterinnen bieten Führungen an und berichten von ihren persönlichen Erfahrungen während ihrer Hilfseinsätze.

Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) leistet seit 1971 medizinische Nothilfe in Krisengebieten auf der ganzen Welt. Die Arbeit der Hilfsorganisation basiert auf der Überzeugung, dass jeder Mensch in Not ein Recht auf Hilfe hat, unabhängig von Herkunft, Weltanschauung oder Religion. Schwerpunkte sind Hilfseinsätze in Konfliktgebieten, bei Flüchtlingskrisen, in Regionen mit unzureichender medizinischer Versorgung, bei Ernährungskrisen und nach Katastrophen sowie Epidemien. Im Jahr 2016 haben die Mitarbeiter der Organisation mehr als 9,7 Millionen ambulante medizinische Behandlungen durchgeführt und über 650.000 Patienten und Patientinnen stationär behandelt.

Informationen zur Ausstellung:

„Hilfe aus nächster Nähe“
Eine Ausstellung von Ärzte ohne Grenzen

Projektleitung: Marion Jaros-Nitsch

Salzburg, Mozartplatz
4. bis 15. Oktober 2017
Täglich von 10 bis 18.00 Uhr
Eintritt frei

Aus organisatorischen Gründen bitten wir Schulklassen anzumelden: 0680/50 36 302

Dokumentarfilm „Affliction – Im Einsatz gegen Ebola“:

Im Rahmen der Ausstellung zeigt Ärzte ohne Grenzen am Dienstag, den 10. Oktober den Film „Affliction“ in Das Kino in Salzburg. Der Dokumentarfilm bietet einen Einblick in die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen während des Ebola-Ausbruchs in Westafrika. Das Kamerateam rund um Regisseur Peter Casaer hatte unbegrenzten Zugang zu den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und konnte somit auch schwierige Momente einfangen, die oftmals verborgen bleiben.

Das Kino – Salzburger Filmkulturzentrum, Giselakai 11, Salzburg

Dienstag 10. Oktober, 18.30 Uhr

Eintritt frei

Anmeldung bis 8.10. unter veranstaltung@aerzte-ohne-grenzen.at

Fotomaterial von der Eröffnung zum Download:

https://cloud.msf.org/index.php/s/N6392NRWsH711RK

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