Indonesien

Hilfe nach dem Erdbeben und Tsunami auf der Insel Sulawesi

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Indonesien leistet ein Team von Ärzte ohne Grenzen in abgelegenen Gebieten Hilfe. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen helfen Betroffenen, die beispielswiese Knochenbrüche erlitten haben, im Rahmen mobiler Kliniken. Zudem kümmern sie sich darum, dass Gesundheitszentren die Basisgesundheitsversorgung wiederaufnehmen können. Dazu gehören auch Maßnahmen, die die Verbreitung von Durchfallkrankheiten verhindern oder Masernepidemien vorbeugen. Sauberes Wasser ist in einer solchen Situation unerlässlich -  die Teams installieren provisorische Anlagen zur Aufbereitung.

Ärzte ohne Grenzen hat nach dem Erdbeben und Tsunami auf der Insel Sulawesi ein 4-köpfiges indonesisches Team bestehend aus Medizinern, Logistikern und Wasser-Sanitär-Spezialisten vor Ort geschickt, um den Hilfsbedarf zu erkunden. Dies fand zusammen mit einem Team des indonesischen Gesundheitsministeriums statt. Dessen Mitarbeiter beschäftigten sich vor allem mit der Lage in der Region der vom Tsunami getroffenen Stadt Palu und im weiter südlich gelegenen Gebiet von Petobo, wo es zu Erdrutschen gekommen ist. Das Team besuchte abgelegenere ländliche Regionen, vor allem South Dolo, Sigi und die Westküste des Bezirks Donggalla, wo 50.000 Menschen leben.

Resultat der Erkundungen ist die Hilfe für Gesundheitszentren in diesen abgelegenen Gebieten, damit diese wieder mit Aktivitäten zur Basisgesundheitsversorgungen beginnen können. Dabei geht es auch darum, die Verbreitung von Durchfall- und Hautkrankheiten oder Masern-Epidemien zu verhindern. Routineimpfungen, die Sammlung von Daten und die epidemiologische Überwachung verschiedener Krankheiten gehören ebenfalls zu den Aufgaben der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Medizinische Behandlungen werden durchgeführt

Das Team konnte sich mit Hilfe von Menschen in der Region Zugang zum medizinischen Vorrat einer beschädigten Klinik verschaffen. So konnten medizinische Behandlungen aufgenommen und auch Medikamente verabreicht werden.

„Bis heute finden wir Patienten, die in Folge des Erdbebens geschlossene Knochenbrüche davongetragen haben. Solche Frakturen sind von außen nicht immer zu erkennen, weil die Haut unverletzt geblieben ist und keine Knochenteile sichtbar sind. Unser Team, das für mobile Kliniken zuständig ist, macht sich täglich auf den Weg, um diese Patienten medizinisch zu versorgen", sagt Dr. Rangi Wirantika, einer der Ärzte vor Ort. Zwei indonesische Psychologen werden in Kürze zum Team stoßen. Sie werden die vom Erdbeben am stärksten betroffenen Menschen psychologisch unterstützen, aber auch für das Personal da sein.

Nicht genügend sauberes Wasser vorhanden

„Es gibt nicht genügend sauberes Wasser in den betroffenen Gemeinden. Das wird aber dringend gebraucht, um die Gefahr zu verringern, dass Epidemien ausbrechen. In einigen Gebieten müssen die Menschen bis zu zwei Kilometer weit laufen, nur um an Wasser zu kommen", sagt Tinothius SP Benu, vor Ort als Spezialist für Wasserversorgung und sanitäre Anlagen im Einsatz. Es ist daher das wichtigste Ziel, in den Gemeinden sicherzustellen, dass die Bevölkerung Zugang zu sauberem Wasser hat. Dafür werden einerseits die vorhandenen Quellen wie z.B. Handpumpen und Brunnen gereinigt. Andererseits werden provisorische Einrichtungen, wie Anlagen zur Aufbereitung von Wasser und Wassertanks installiert.

Parallel zu diesen Aktivitäten analysiert das Teams in Indonesien weiter den Bedarf in den umliegenden Gebieten und planen entsprechende Hilfsmaßnahmen.

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