Zur aktuellen Lage nach den Erdbeben

Einen Monat nach den schweren Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 vom 24. Juni ringt Venezuela weiter mit den Folgen. Tausende Menschen trauern um Angehörige und Freund:innen – und um alles, was sie verloren haben. Aus der akuten Katastrophe ist eine langanhaltende Krise geworden. 

Besonders betroffen ist die Küstenstadt La Guaira nahe Caracas. Nach offiziellen Angaben sind 5.398 Menschen ums Leben gekommen, 16.740 wurden verletzt. 17.907 Menschen haben ihr Zuhause verloren, 6.462 konnten aus den Trümmern gerettet werden (Stand: 24. Juli 2026). 190 Gebäude sind eingestürzt. Über 895 weitere sind schwer beschädigt und einsturzgefährdet – darunter Schulen, Krankenhäuser und wichtige öffentliche Einrichtungen.

Wie wir derzeit helfen

Wir sind mit vier mobilen Kliniken in den am stärksten betroffenen Gebieten im Einsatz. Unsere Teams bieten dort medizinische Grundversorgung, psychologische Hilfe und sauberes Wasser an. Im vergangenen Monat haben wir über 2.000 Patient:innen behandelt. Mit rund achteinhalb Tonnen Hilfsgütern haben wir außerdem die Versorgung von etwa 10.000 Patient:innen unterstützt.

Viele Menschen suchen weiter nach Angehörigen unter den Trümmern. Andere haben von einem Moment auf den anderen ihr Zuhause verloren. Die psychische Belastung ist groß, deshalb ist psychologische Unterstützung fester Teil unserer Arbeit. Auch die Wasserversorgung ist vielerorts zusammengebrochen. Deshalb stellen wir sauberes Trinkwasser bereit: Wir haben in Playa Verde einen Tank mit 5.000 Litern aufgestellt, chloren zentrale Wasserstellen und verteilen Trinkwasser an Familien, die bei den Erdbeben ihr Zuhause verloren haben.

Ein langer Weg zurück

Die akute Notphase geht langsam zu Ende. Doch für viele Familien in La Guaira und Caracas beginnt jetzt eine lange Phase des Wiederaufbaus. Beschädigte Gebäude müssen geprüft, ganze Wohnviertel wieder aufgebaut werden – das dauert Monate, oft Jahre. Bis dahin brauchen viele Menschen weiterhin medizinische Versorgung, sauberes Wasser und psychologische Unterstützung.

Wir bleiben vor Ort. Und wir passen unsere Hilfe an die sich verändernde Lage an – dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Helfen Sie jetzt!

Mehr zu unserer Hilfe in Venezuela

In Venezuela, wo es in Krankenhäusern im ganzen Land an Personal, Vorräten und grundlegenden Dienstleistungen mangelt, sanieren wir Einrichtungen und bieten allgemeine und fachärztliche Gesundheitsversorgung an.

Unsere Teams bieten Gesundheitsversorgung in Amazonas, Anzoátegui, Bolívar, Miranda, Táchira und im Hauptstadtdistrikt an, wo wir bei Bedarf technische Unterstützung für öffentliche Gesundheitseinrichtungen leisten, z. B. bei der Überwachung, der Einrichtung von Isolationsbereichen und Triage-Systemen sowie der Stärkung der Notfallmaßnahmen.

Der Großteil unserer Arbeit konzentriert sich auf die Stärkung der allgemeinen und fachärztlichen Gesundheitsversorgung, wie z. B. sexuelle und reproduktive Gesundheit und Impfungen. Wir verteilen auch Medikamente an Patient:innen und Gesundheitseinrichtungen, schulen medizinisches Personal und haben die Infrastruktur von Gesundheitseinrichtungen durch die Verbesserung der Abfallentsorgung, der Wasserversorgung und der sanitären Einrichtungen modernisiert.

In Bundesstaaten mit hoher Malaria-Inzidenz führen wir weiterhin Präventions- und Behandlungsprogramme durch, einschließlich Früherkennung und Vektorkontrolle. Dies hat zu einer erheblichen Reduzierung der Fälle geführt.

 

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2015

Beginn der Arbeit

Ländervergleich Österreich & Venezuela

AT
VE
83.30
76.00

Lebens­erwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
VE
78.66
68.33

Lebens­erwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
VE
2.60
21.00

Säuglings­sterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
VE
5.52
1.95

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner­:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org