19.11.2025
Wir leisten dort Nothilfe, wo es besonders riskant ist. Wie unsere Teams mutig helfen, lesen Sie im Magazin einsatz.

Cholera in der Demokratischen Republik Kongo. Bomben in Gaza. Erdbeben in Afghanistan. Unsere Teams sind dort im Einsatz, wo es riskant ist. Viele unserer Mitarbeiter:innen leben in dem Land, in dem sie arbeiten. Und sind daher besonders von der Situation betroffen.

Was unsere Teams anspornt, alles zu geben und Hilfe zu ermöglichen: Unsere Patient:innen, die trotz widrigster Umstände weitermachen und nicht aufgeben.

Erfahren Sie in unserem Magazin einsatz, wie unsere Nothilfe Mut erfordert.

Vaccination In Businga
MSF

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Wenn Mut Grenzen überwindet

„Mein Name ist Aisha. Ich komme aus El Geneina in West-Darfur im Sudan. Jetzt arbeite ich bei Ärzte ohne Grenzen als Gesundheitsberaterin. Und zwar im Geflüchtetenlager Adré im Tschad.

Der Krieg im Sudan hat alles verändert. Auch meine Familie und ich mussten fliehen. Wie hunderttausende andere Vertriebene konnten nur das Nötigste mitnehmen: Kleidung, ein Foto, etwas Bargeld. Die Reise war ein Albtraum. Wir sahen niedergebrannte Dörfer, hörten Schüsse, versteckten uns vor bewaffneten Männern und passierten unzählige Kontrollpunkte. 

Als wir den Osten des Tschad erreichten, hatten wir fast alles verloren. Die Anwesenheit meiner Familie gab mir die Kraft, weiterzumachen. 

Chad: medical care in a conflict
Ante Bussmann/MSF
Aisha musste aus ihrer Heimat, dem Sudan fliehen. Jetzt hilft sie anderen Geflüchteten im Tschad.
Chad: medical care in a conflict
Ante Bussmann/MSF
Aisha erläutert, wie sich Mangelernährung vorbeugen lässt.
Chad: medical care in a conflict
Ante Bussmann/MSF
Aisha kümmert sich um Manahil, die an Malaria erkrankt ist, und ihren kleinen Sohn.

Ich erinnere mich, wie zu Kriegsbeginn viele Verwundete über die Grenze nach Adré kamen. Sie hatten Verletzungen durch Bomben oder Schüsse. Ärzte ohne Grenzen richtete im Stadtzentrum einen Operationssaal ein. Unsere Teams arbeiteten rund um die Uhr und retteten unzählige Leben.

Ich mache mir ständig Sorgen um meine Verwandten, die noch im Sudan sind. Aber ich muss mich auf meine Arbeit hier konzentrieren. Meine Aufgaben lenken mich ab und geben mir einen Sinn: anderen Menschen zu helfen.

Es sind schwierige Zeiten für uns. Aber indem wir einander zuhören und füreinander sorgen, können wir viel erreichen."

Mutig sprechen

Hilfe ermöglichen

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