Marion Jaros-Nitsch14.03.2018

Digital einsetzen: Erste „Mapping-Party“ an Wiener Schule

0 Kommentare

In Kooperation mit dem Roten Kreuz organisierte Ärzte ohne Grenzen Ende Februar den ersten Schul-Mapathon in Österreich – und zwar im Bundes- und Bundesrealgymnasium (BG/BGR) Erlgasse in Wien. Engagierte Schüler und Schülerinnen halfen uns dabei, vergessene Krisenregionen auf die Landkarte zu setzen und so schnellere humanitäre Hilfe zu ermöglichen.

Heutzutage sind wir es gewohnt, per Knopfdruck detaillierte Landkarten auf unserem Smartphone oder Computer zur Verfügung zu haben. Doch nach wie vor gibt es für viele Gebiete in ärmeren Weltregionen keine detaillierten Karten. Bricht eine Krise aus, stellt dies Helfer und Helferinnen vor große Herausforderungen. Es ist aber wichtig, so rasch wie möglich zu wissen, wo und wie viele Menschen in der Krisenregion leben, ob es Straßen gibt, um die Menschen zu erreichen usw.

Beim Mapathon am BG/BRG Erlgasse bekamen die Schüler und Schülerinnen die Aufgabe, auf Satellitenbildern der Region Chitipa in Malawi Gebäude zu markieren. Bevor es losgehen konnte, wollte die Schülergruppe aber erst wissen, wo Malawi eigentlich liegt.

Nach einer kurzen Einschulung in das Mapping Programm legten die jungen Geografen und Geografinnen los und markierten insgesamt 698 Gebäude. Herzlichen Dank! Die Lehrerin, Frau Kornfeld, war begeistert vom Engagement ihrer Schulklasse: „Ich bin stolz, dass wir so mithelfen können!“

Der Schul-Mapathon fand im Rahmen des Projekts Missing Maps statt, das von Ärzte ohne Grenzen, dem Roten Kreuz und dem Humanitarian Open Street Map Team gegründet wurde. Die geografischen Daten, die von den Schülern und Schülerinnen der Erlgasse erhoben wurden, stehen nach der Validierung via OpenStreetMap internationalen und lokalen Nichtregierungsorganisationen frei zugänglich zur Verfügung.

Kommentar verfassen

* Diese Angabe wird benötigt.

Teilen

Vervielfältigen

Mehr von Marion Jaros-Nitsch