Ärzte ohne Grenzen: Erste internationale Generalversammlung zum 40. Gründungsjubiläum

21.12.2011
Vier neue regionale Vereinigungen
Frankreich 2011
Bruno De Cock No photograph or digital file may be reproduced, cropped or modified(digitally or otherwise), and its caption may not be altered withoutprior written agreement from the photographer.
Paris, Frankreich, 16.12.2011: Erste internationale Generalversammlung von Ärzte ohne Grenzen, Paris, 16.-18. Dezember 2011.

Paris/Wien, 21.  Jänner 2011. Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) hielt vor ihrem heutigen 40jährigen Gründungsjubiläum die erste internationale Generalversammlung ab. MSF-Mitglieder kamen am Wochenende aus der ganzen Welt in Paris zusammen, um über zukünftige Herausforderungen bei den medizinischen Hilfseinsätzen zu diskutieren. Die Generalversammlung hieß vier neue regionale Vereinigungen willkommen und wählte einen neuen internationalen Vorstand. In Anwesenheit mehrerer Gründungsmitglieder würdigte die Generalversammlung den 40. Jahrestag der Organisation.

Die erste Internationale Generalversammlung ist das Ergebnis einer Erneuerung der Entscheidungsstrukturen von MSF. Bis vor kurzem bestand die Bewegung ausschließlich aus nationalen Vereinen mit Sitz in Westeuropa, Nordamerika, Japan, Hong Kong und Australien, die durch den Internationalen Rat der Organisation zusammenarbeiteten. Diese Struktur, so die Idee hinter der Veränderung, entsprach nicht mehr der weltweiten Bewegung, zu der MSF längst geworden ist. Die neue Struktur ermöglicht eine breitere Teilnahme von jetzigen und ehemaligen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus der ganzen Welt an den wesentlichen Entscheidungsprozessen. 

Vier neue Vereine wurden in der internationalen Bewegung begrüßt: Brasilien, Ost-Afrika, Latein-Amerika und Südafrika. „Wir haben uns bei unseren langfristigen Entscheidungsfindungen darauf eingestellt, dass wir eine globale Bewegung geworden sind“,  sagt der internationale Präsident von MSF, Dr. Unni Karunakara.  „Jetzt können wir eine breite Vielfalt an Erfahrungen und Ideen in die Entscheidungen über unsere Zukunft einfließen lassen. Damit machen wir möglich, dass unsere medizinisch humanitäre Aktion genauso informiert, innovativ und maßgeblich bleibt wie in den vergangenen 40 Jahren.”

In seiner Ansprache zollte Dr. Karunakara den Gründern von MSF seine Anerkennung. „Heute würdigen wir diese Gruppe von Freiwilligen, die unsere „ohne-Grenzen“-Bewegung vor vierzig Jahren in Paris gestartet hat. Wir sind seit damals viel professioneller und internationaler geworden und werden in weiten Teilen der Welt hoch anerkannt. Doch es sind genau dieselben Grundwerte von 1971, die uns auch heute noch bei unseren Hilfseinsätzen motivieren und inspirieren.“

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