HILVE – Es geht buchstäblich ums Geld.

Wien, 1. Juli 2010 – Mit der richtigen Therapie ist HIV/Aids heute eine behandelbare chronische Krankheit. Doch noch immer hat die Mehrzahl der Betroffenen keinen Zugang zur lebensrettenden Therapie. Während die Zahl der Patienten steigt, stellen die hohen Preise der neueren Aids-Medikamente vor allem für viele Menschen in der südlichen Hemisphäre eine unüberwindbare Hürde dar. Aber im Kampf gegen Aids fehlt es an Geld, internationale Finanzierungsinstrumente wie der „Global Fund“ sind chronisch unterfinanziert.

Über diese und andere Herausforderungen werden sich rund 25.000 Wissenschaftler, Aktivisten, Hilfsorganisationen und Betroffene bei der Internationalen Aids Konferenz  austauschen, die von 18. bis 23. Juli in Wien stattfindet. Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) wird mit zahlreichen internationalen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bei der Konferenz vertreten sein und über Erfahrungen aus den Hilfsprogrammen in aller Welt berichten. Zudem fordert Ärzte ohne Grenzen die Regierungen der reichen Länder, auch die österreichische, zu verstärktem Engagement im weltweiten Kampf gegen Aids auf.

HILVE für HIV-Kranke. Weltweit.

HIV/Aids ist auch das Thema der neuen Kampagne von Ärzte ohne Grenzen. Die von der Agentur schulterwurf konzipierte und vom Sponsoringpartner A1 finanzierte Kampagne rückt die Folgen der Finanzierungskrise für Aids-Medikamente auf eindrückliche Weise in den Mittelpunkt. Die Problematik der Übertragung von Mutter auf Kind bei der Geburt bildet den emotionalen Aufhänger für den TV Spot, der - inspiriert von einem Video der britischen Band „Massive Attack“  - mit reduzierten Bildern, Textcharts und ohne Sprache auskommt.

Die HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind muss nicht stattfinden. Wenn rechtzeitig die richtigen Medikamente gegeben werden, kann der Ansteckungskreislauf gestoppt werden. Aber das scheitert viel zu oft am Geld. „Die ganz konkreten Folgen der Finanzierungskrise aufzuzeigen, sehen wir neben der medizinischen Hilfe als Teil unserer Verantwortung“, so Irene Jancsy, die Kommunikationsleiterin von Ärzte ohne Grenzen Österreich. „Es ist hoch an der Zeit, dass die reichen Staaten hier auch ihre Verantwortung wahrnehmen. Das gilt ganz besonders auch für das Gastgeberland Österreich, das sich bisher aus diesem weltweiten Kampf gegen Aids fast ganz herausgehalten hat.“

2009 wurde Ärzte ohne Grenzen von der Agentur schulterwurf erstmals im Sinne einer Markenkampagne als weltweit wirkendes „Medikament“ zur medizinischen Hilfe bei humanitären Katastrophen wie Kriegen, Ernährungskrisen oder Erdbeben positioniert. Die HIV-Kampagne 2010 von schulterwurf setzt hier an und führt die Idee konsequent fort. Mit einer umfassenden Medienkampagne in Print, Plakat, Radio, Hörfunk, Web und TV. Die Musik wird von der österreichischen Band „Noise Brigade“ beigesteuert, die als eines der innovativsten Projekte der jungen Wiener Musikszene gilt. Der Song „Memories“ steht bereits auf Itunes zum Download zur Verfügung. www.noisebrigade.at

Alle an der Kampagnenerstellung Beteiligten wirken selbstverständlich zu Selbstkosten oder pro-bono mit. Die finanziellen Ressourcen für  Ausstrahlung und Schaltungen werden von A1 gesponsert. "Das Thema der neuen Kampagne hat mich sehr betroffen gemacht. Es freut mich, dass wir als langjähriger Partner dazu beitragen Awareness zu schaffen. Wir zeigen wie mit geringem finanziellen Aufwand Leben gerettet werden kann", so Martin Bredl, Leiter der Unternehmenskommunikation mobilkom austria und Telekom Austria TA AG. Die Partnerschaft zwischen A1 und Ärzte ohne Grenzen ermöglicht seit mittlerweile über zehn Jahren, dass die Hilfsorganisation in Österreich für Werbezwecke keine Spendengelder verwenden muss.

SMS-Spenden, das innovative Spendentool von A1

Neben humanitärem Engagement steht die Partnerschaft vor allem auch für Innovation. Bereits 2001 haben Ärzte ohne Grenzen und A1 gemeinsam als Erste in Österreich begonnen, eine permanente technische Plattform für Spenden per SMS zu entwickeln. Seither tragen SMS-Spenden in einem steigenden Maß zur Finanzierung der Einsätze von Ärzte ohne Grenzen bei. Insbesondere bei Katastrophen wie in Haiti ist die Einfachheit und Schnelligkeit der SMS-Spenden ein wesentliches Plus gegenüber anderen Zahlungsweisen. Bei den Werbekampagnen von Ärzte ohne Grenzen spielt die Spenden-SMS-Nummer 0664-6601000 stets eine zentrale Rolle. Voraussetzung für erfolgreiches SMS Fundraising war und ist ein starker Partner im Mobilfunkbereich, den Ärzte ohne Grenzen in A1 hat.

Credits: Agentur und Gesamtkoordination: schulterwurf; Tino Schulter, Horst Harlacher, Clemens HolzleitnerMediaagentur: PanmediaLitho: Freiraum, Nina BiberleTonstudio: Sunshine Mastering, Georg TomandlFilm/Animation: Ivo Appolonioweb: DesignkraftMusik: Noise BrigadeSounddesign: Herwig Kusatz

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