Unsere Hilfe in Angola

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Nach neun Jahren nahm Ärzte ohne Grenzen im Jahr 2016 die Hilfe in Angola wieder auf, um die Behörden bei der Bekämpfung einer Gelbfieber-Epidemie zu unterstützen.

Die Hilfe in Angola im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen kehrte 2016 zurück nach Angola: Gelbfieber war ausgebrochen. Die Behörden verzeichneten im vergangenen Jahr insgesamt 4.599 Verdachtsfälle auf Gelbfieber. Offiziellen Angaben zufolge wurden 884 Personen positiv getestet, 384 Patienten und Patientinnen starben. Die Teams von Ärzte ohne Grenzen unterstützten die Behandlung der Gelbfieber-Patienten und -Patientinnen in Benguela, Huambo und Viana, Provinz Luanda, zwischen Februar und August. Sie versorgten dort 740 Personen, von denen 127 positiv auf Gelbfieber getestet wurden. Darüber hinaus schulten sie das Personal der Gesundheitsbehörden in Angola zu Gelbfieber und spendeten Medikamente und medizinisches Material an städtische Kliniken und Provinzkrankenhäuser.
  • Beinahe zwei Drittel der 740 Patienten waren männliche Erwachsene, mehr als die Hälfte der positiven Fälle wurden in Huambo gemeldet (71 Fälle). Die meisten Aufnahmen im Provinzkrankenhaus in Huambo und im Kapalanga-Krankenhaus in Viana wurden im März verzeichnet. Ärzte ohne Grenzen startete die Hilfe in Angola im Mai im Krankenhaus in Benguela, in dem im Juni die Aufnahmezahlen den Höchststand erreichten. Gelbfieber wird durch die Aedes-Mücke übertragen. Die anfänglichen Symptome ähneln denen anderer Krankheiten wie der Grippe oder Malaria. Jede fünfte mit Gelbfieber infizierte Person entwickelt schwere toxische Symptome, die bei bis zu 80 Prozent der Patienten tödlich enden können.
  • Diese Art der Hilfe in Angola, die sich auf die Unterstützung lokaler Behörden beim Ausbruch von Epidemien konzentriert, wird Ärzte ohne Grenzen fortsetzen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals  1983 Hilfe in Angola an.

Quelle: International Activity Report 2016

Lesen Sie in unserem Blog Berichte österreichischer Einsatzkräfte über ihre Arbeit in Angola:

ZUM EINSATZBLOG

Meldungen aus Angola

Vervielfältigen