Tunesien: Flüchtlinge benötigen unsere Hilfe

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2016 leistete Ärzte ohne Grenzen weiterhin medizinische und humanitäre Hilfe in Tunesien: Flüchtlinge und Migranten strandeten zu Tausenden nahe der libyschen Grenze oder wurden auf hoher See gerettet.

Tunesien: Flüchtlinge und unsere Hilfe im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen leistete basismedizinische und psychologische Hilfe in Tunesien: Flüchtlinge werden seit 2012 in einer Klinik in der Küstenstadt Zarzis versorgt. Die Teams weiteten ihr medizinisches Angebot später auf Migranten und besonders bedürftige Menschen in der Stadt Sfax aus, 280 Kilometer nördlich von Zarzis. Ein anderes Team versorgte die Bewohner des Camps Choucha nahe der libyschen Grenze mit medizinischer Hilfe. Ärzte ohne Grenzen hielt im Jahr 2016 insgesamt 384 Konsultationen ab und behandelte 226 neue Patienten und Patientinnen, die größtenteils aus der Region Subsahara kamen. Unter ihnen waren aber auch Flüchtlinge aus Syrien, Libyen und Tunesien.
  • Außerdem boten unsere Teams tunesischen und libyschen Fischern, der Küstenwache, dem tunesischen Zivil- und Zollschutz sowie dem libyschen Roten Kreuz Trainingskurse für Such- und Rettungsaktionen auf See und für den Umgang mit Leichen an. 230 Teilnehmende gab es bei den Kursen im März und Juni 2016. Die Teams verteilten zudem 9.826 Schutz- und Rettungsutensilien in den Trainingskursen sowie medizinische Nothilfematerialien an drei Krankenhäuser. Letztere enthielten genügend Medikamente und Materialien, um 50 verwundete Flüchtlinge zu behandeln.

Ärzte ohne Grenzen startete erstmals 2011 Hilfe in Tunesien für Flüchtlinge.

Quelle: International Activity Report 2016

Meldungen aus Tunesien

Tunesien

Ärzte ohne Grenzen hat in der tunesischen Stadt Zarzis ein Training für 116 Fischer durchgeführt. Deren Möglichkeiten, auf hoher See Rettungsaktionen durchzuführen, sollen dadurch erhöht werden.

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