Ein Drittel aller Menschen weltweit hat keinen Zugang zu dringend benötigten Medikamenten. In den ärmsten Regionen Afrikas und Asiens ist es sogar die Hälfte. 

Mit dieser frustrierenden Realität sind unsere medizinischen Teams häufig konfrontiert. Oft ist eine lebensnotwendige Behandlung von Menschen nicht oder nur eingeschränkt möglich. Es fehlt an Medikamenten, Diagnostika und Impfstoffen – oder diese werden nur zu extrem hohen Preisen verkauft, die für Betroffene unerschwinglich sind. 

Diese unhaltbare Situation kostet jedes Jahr Millionen Menschen in ärmeren Ländern das Leben.

Was wir tun, um das zu ändern

Dass Menschen sterben, weil Medikamente nicht verfügbar oder zu teuer sind, ist für uns inakzeptabel. Daher haben wir 1999 die Medikamentenkampagne (“Access Campaign”) ins Leben gerufen. 

Ihr Ziel ist, Druck auf die Verantwortlichen in Forschung, Politik und Industrie auszuüben, damit Patient:innen in ärmeren Ländern dringend benötigte Medikamente zu erschwinglichen Preisen erhalten und neue Arzneimittel, Impfstoffe und Diagnostika erforscht werden.

Dafür setzen wir uns ein

Die Medikamentenkampagne setzt sich für niedrigere Preise von Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika ein und fördert die Herstellung von erschwinglichen Generika.

Wir stellen sicher, dass die Bedürfnisse der öffentlichen Gesundheit nicht unternehmerischen Interessen geopfert werden.

Viele Medikamente sind nach wie vor unerschwinglich in ärmeren Ländern. Ein Grund dafür ist, dass der immer stärkere Patentschutz die Preise in die Höhe treibt und den Wettbewerb erstickt: Patente verleihen den Originalherstellern für 20 Jahre ein Marktmonopol.

Die Medikamentenkampagne versucht die Pharmaunternehmen zu beeinflussen, um die Entwicklung von dringend benötigten Medikamenten, Impfstoffen und Tests zu fördern, die es noch nicht gibt oder nicht an die Bedingungen in ärmeren Ländern angepasst sind.
 

Wir erarbeiten und unterstützen neue Modelle zur Forschungsfinanzierung, die sich an den medizinischen Bedürfnissen orientieren. Es darf nicht mehr darum gehen, dass der überhöhte Preis des Endprodukts die Forschungsausgaben finanzieren soll.
 

Wir fordern Unternehmen und Regierungen dazu auf, medizinisch wichtige Arzneimittel wieder herzustellen, auch wenn sie keinen Profit abwerfen, wie zum Beispiel dringend benötigte Arzneien zur Behandlung von Schlangenbissen.

Die Medikamentenkampagne unterstützt ärmere Länder dabei, rechtliche Garantien unter internationalen Handelsregeln einzuführen, um den Zugang zu Medikamenten zu schützen.