Konferenz

Mapathon: Vergessene Krisenregionen auf die Landkarte setzen

11. 01.
Konferenz
Wien

Ärzte ohne Grenzen und das Österreichische Rote Kreuz organisieren gemeinsam Mapathons in Österreich. Bei diesen „Mapping-Partys“ helfen Freiwillige den Hilfsorganisationen dabei, vernachlässigte Krisenregionen auf die Karte zu setzen. Detaillierte Landkarten sind für die Arbeit humanitärer Organisationen wichtig, da sie im Krisenfall schneller und gezielter reagieren können, wenn sie über die Gegebenheiten vor Ort informiert sind.

Ein Mapathon ist eine spannende Gelegenheit für Freiwillige auf der ganzen Welt, sich die Arbeit humanitärer Hilfsorganisationen aktiv zu unterstützen. Es geht darum, Dörfer, Straßen und andere geografische Details auf Satellitenaufnahmen abgelegener Gebiete einzuzeichnen, die von Naturkatastrophen, Krankheiten oder Konflikten betroffen sind, und auf diese Weise die medizinische Nothilfe zu unterstützen. Die Veranstaltungen finden im Rahmen des Projekts Missing Maps statt, das von Ärzte ohne Grenzen, dem Österreichischen Roten Kreuz und dem Humanitarian Open Street Map Team gegründet wurde. Ein Nachbericht des 1. österreichischen Mapathons im November 2016 ist auf futurezone.at nachzulesen.

Wer kann mitmachen?

Jeder kann mitmachen, egal ob AnfängerIn oder erfahrener Mapper. Mitzubringen ist lediglich ein eigener Laptop (inkl. Maus).

Wann findet der nächste Mapathon statt?

Mittwoch, 11. Jänner 2017
15 bis 18 Uhr 

Metalab (Verein zur Förderung der Erforschung und Bildung sozialer und technischer Innovationen)
Rathausstraße 6
1010 Wien, Österreich

Anmeldung: [email protected]

Achtung, Anmeldung unbedingt erforderlich - es gibt nur wenige Plätze!

Event auf Facebook

Warum sind genaue Karten so wichtig?

Wir sind es gewohnt, per Knopfdruck detaillierte Landkarten auf unserem Smartphone oder Computer zur Verfügung zu haben. Doch nach wie vor gibt es für viele Gebiete in ärmeren Weltregionen keine detaillierten Karten. Bricht eine Krise aus, stellt dies Helfer und Helferinnen vor große Probleme. Es ist oft unmöglich, genau zu erfassen, wo und wie viele Menschen in den am stärksten gefährdeten Regionen von einer Krise betroffen sind. Fehlende Karten machen es auch schwierig, Impfkampagnen zu planen, zu verstehen, wie Krankheiten sich verbreiten und lebensrettende Hilfe zu leisten. Mit hochwertigen Landkarten können Organisationen im Krisenfall besser und schneller reagieren.

Die geografischen Daten, die in Mapathons erhoben werden, stehen via OpenStreetMap internationalen und lokalen Nichtregierungsorganisationen zur Verfügung. Die Plattform garantiert, dass alle Daten, die im Rahmen des Projekts gesammelt werden, der Öffentlichkeit frei zugänglich sind.

Wie kann man sonst helfen?

Für alle, die nicht zum Event selbst kommen können, gibt es die kostenlose App Mapswipe, mit der man direkt und in wenigen Minuten am Smartphone aktiv werden kann: Hier mehr über Mapswipe erfahren

Vervielfältigen