Interesse an einer Mitarbeit im Einsatz

Generell gibt es keine Einschränkung bezüglich der Staatsbürgerschaft für eine Bewerbung bei Ärzte ohne Grenzen! Ihre Staatsbürgerschaft ist erst zu einem späteren Zeitpunkt relevant, wenn es darum geht, ein Einreisevisum für das Einsatzland zu bekommen.
Ärzte ohne Grenzen Österreich rekrutiert in den folgenden Ländern: Österreich, Kosovo, Kroatien, Moldau, Montenegro, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn.
Alle Personen mit einem Wohnsitz in einem dieser Länder können sich bei Ärzte ohne Grenzen Österreich bewerben. Personen mit Wohnsitz in einem anderen Land können nachsehen, bei welchem MSF Büro sie sich bewerben können: msf.org
Hinweis: Das Auswahlverfahren findet bei Ärzte ohne Grenzen Österreich in Wien statt. Das Assessment Centre kann bis zu zwei Tage in Anspruch nehmen und Ärzte ohne Grenzen Österreich kann dafür keine Reisekosten erstatten.

Sie können sich bei Ärzte ohne Grenzen Österreich bewerben, wenn Sie einen Wohnsitz in einem der folgenden Länder haben: Österreich, Kosovo, Kroatien, Moldau, Montenegro, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn.
Personen mit Wohnsitz in einem anderen Land können auf unserer internationalen Seite herausfinden, bei welchem MSF Büro sie sich bewerben können: msf.org
Hinweis: Das Auswahlverfahren findet bei Ärzte ohne Grenzen Österreich in Wien statt. Das Assessment Centre kann bis zu 2 Tage in Anspruch nehmen und Ärzte ohne Grenzen Österreich kann hierfür keine Reisekosten erstatten. 

Wir behalten uns vor, diese Frage individuell mit Ihnen zu klären. Im Vordergrund der Entscheidung steht, einen Interessenskonflikt auszuschließen und sicherzugehen, dass die oben genannten Voraussetzungen für eine Mitarbeit erfüllt werden.
 

Leider nein. In sehr seltenen Fällen gibt es für professionelle Fotograf:innen die Möglichkeit, eines der Projekte von Ärzte ohne Grenzen zu besuchen. Für konkrete Anfragen wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit.

Leider nein. Ärzte ohne Grenzen bietet keine Ausbildungsstellen für Ärzt:innen. Im Gegenteil, in den Projekten von Ärzte ohne Grenzen werden Sie als Einsatzkraft im Rahmen Ihrer Tätigkeit und Ihrer fachlichen Möglichkeiten auch in die Weiterbildung lokaler Angestellter involviert sein. Als Fachärzt:in sind Sie unter Umständen der/die einzige Spezialist:in vor Ort. In vielen Einsatzgebieten von Ärzte ohne Grenzen sind einheimische Ärzt:innen daran gewöhnt, verschiedene medizinische Spezialgebiete abzudecken und werden Ihre Expertise sehr schätzen.
Darüber hinaus verlangen die meisten Einsatzländer für Einsatzkräfte Einreisevisa und Arbeitsbewilligungen, für die bei lokalen Behörden auch Diplome (Bsp.: Facharztdiplom) vorgewiesen werden müssen.

Die Lebensbedingungen und die medizinische Versorgung ist in unseren Projektländern kaum zu vergleichen mit dem, was die meisten unserer Bewerber:innen gewohnt sind. Die damit verbundenen Folgen (zB. fehlende Barrierefreiheit) können in manchen Projekten schwierig sein. Ein Einsatz für Menschen mit besonderen Bedürfnissen ist daher unter Umständen schwierig oder nicht möglich (fehlende Mobilität könnte ein Sicherheitsrisiko darstellen). Wir behalten uns deshalb vor, diese Frage individuell mit Ihnen zu klären.

Die Lebensbedingungen und die medizinische Versorgung ist in unseren Projektländern kaum zu vergleichen mit dem, was die meisten unserer Bewerber:innen gewohnt sind. Auch das Klima und damit verbundene Folgen (zB. Lagerung von Medikamenten bei bestimmten Temperaturen) sind in manchen Projekten eine Herausforderung. Eine chronische Erkrankung könnte daher mit den Lebensumständen im Hilfseinsatz nicht vereinbar sein. Wir behalten uns deshalb vor, diese Frage individuell mit Ihnen zu klären.

Leider nein.

Leider nein.
 

Leider nein.

Alle offenen Stellen sind auf unserer Website zu finden.

Nein, es gibt weder ein Mindestalter noch ein Höchstalter für einen Einsatz. Wichtig ist, dass Sie die Anforderungen erfüllen und sich in körperlich guter Verfassung für einen Einsatz fühlen. Bedenken Sie dabei die Klimaverhältnisse, sowie die Lebensbedingungen. Die einzige Einschränkung gilt für Arbeitserlaubnisse in einzelnen Staaten, die mit einem Höchstalter beschränkt sind.
 

Leider nein. Ärzte ohne Grenzen bietet keine Ausbildungsstellen für Einsatzkräfte. Im Gegenteil, in den Projekten von Ärzte ohne Grenzen werden Sie als Einsatzkraft im Rahmen Ihrer Tätigkeit und Ihrer fachlichen Möglichkeiten auch in die Weiterbildung lokaler Angestellter involviert sein.
Darüber hinaus verlangen die meisten Einsatzländer für Einsatzkräfte Einreisevisa und Arbeitsbewilligungen, für die bei lokalen Behörden auch Diplome (Bsp.: Facharztdiplom) einer abgeschlossenen Ausbildung vorgewiesen werden müssen.

Falls Sie Ihren Hauptwohnsitz außerhalb des Einzugsbereiches von Ärzte ohne Grenzen Österreich haben, finden Sie hier rechts unter "Where to apply" das für Sie zuständige Büro.

Leider nein. Wir schätzen dennoch Ihr Interesse an den Themen der humanitären Hilfe und werden uns bemühen Sie zu unterstützen, wenn Sie eine konkrete Frage zu einem der Projekte von Ärzte ohne Grenzen haben oder z.B. Tipps für Literatur brauchen. Bitte schicken Sie Ihre Anfrage an unser Büro [email protected]
 

Ein Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen während einer Karenzierung oder eines Sabbaticals ist grundsätzlich möglich. Folgend finden Sie eine kurze Erklärung zum Ablauf einer Karenzierung und eines Sabbaticals:

Information zu unbezahltem Urlaub/Karenz: Im Rahmen von unbezahltem Urlaub (arbeitsrechtlich als Karenzierung bezeichnet) entfällt für eine bestimmte Zeit die Arbeits- und Entgeltleistung. Das Arbeitsverhältnis wird nicht beendet, sondern die Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis ruhen lediglich für die Zeit der Karenzierung. Bei unbezahltem Urlaub von bis zu einem Monat besteht die Pflichtversicherung für die Arbeitnehmer:in für diesen Monat weiter. Bei unbezahltem Urlaub von über einem Monat sind die Sozialversicherungsbeiträge seitens der Arbeitnehmer:in durch Selbstversicherung sicherzustellen. In diesem Fall sind die Beiträge zur Gänze von der Arbeitnehmer:in zu zahlen (das heißt sowohl Arbeitnehmer- als auch Arbeitgeberbeitrag), die Anmeldung zur Pflichtversicherung hat mit dem Tag vor Beginn der Karenzierung zu erfolgen.

Information zu Sabbaticals: Im Gegensatz zur Karenzierung ruht bei einem Sabbatical-Modell nur die Arbeitsleistung, Entgeltanspruch besteht weiterhin. Für Sabbaticals gibt es keine gesetzliche Grundlage. Vereinzelt gibt es kollektivvertragliche Regelungen, die Gestaltung von Sabbaticals obliegt aber letztendlich Arbeitgeber:in und Arbeitnehmer:in. Üblich sind u.a. Ansparmodelle zum Aufbau von Zeitguthaben durch die Leistung von Mehr- und Überstunden unter Verzicht auf Ausbezahlung sowie eine anschließende Konsumation des Freizeitanspruchs am Stück, oder Entgeltreduktionen für einen gewissen Zeitraum verbunden mit partieller Vergütung während der Auszeit (z.B.: Drei Jahre 100% Arbeitsleitsung bei 75% des Gehalts, im vierten Jahr 75% des Gehaltsbezuges bei 0% Arbeitsleistung). Die Gründe für eine berufliche Auszeit sind sehr unterschiedlich. Aufgrund des durchgehenden Entgeltanspruchs ist die Arbeitnehmer:in nach wie vor pflichtversichert.

  • Für eine Einsatzmitarbeit werden derzeit Vertreter:innen aus folgenden Berufsgruppen gesucht:
  • Ärzt:innen der Fachrichtungen Allgemeinmedizin, Interne Medizin, Kinderheilkunde, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Notfallmedizin, Chirurgie (Allgemeinchirurgie und Unfallchirurgie), Anästhesie, Psychiatrie, Public Health und Epidemiologie.
    KEINE Möglichkeit für einen Einsatz in den Projekten von Ärzte ohne Grenzen haben derzeit Ärzt:innen folgender Fachrichtungen: HNO, Dermatologie, Urologie, Augenheilkunde, Stomatologie, Neurologie.
    SEHR SELTEN suchen wir Ärzt:innen der Fachrichtungen Radiologie und plastische Chirurgie.
  • Diplomiertes Krankenpflegepersonal mit allgemeinem Diplom, Kinderkrankenpflegepersonal, OP-Pflegepersonal und Anästhesie-Pflegepersonal. Andere Sonderausbildungen stellen individuell - je nach Ihrer Arbeitserfahrung und Bedarf in den Projekten - eine Zusatzqualifikation dar (zB Intensivmedizin, psychiatrische Pflege, Dialyse). Gesucht werden vor allem auch Fachkräfte mit Qualifikationen im Bereich Management.
  • Hebammen
  • Biomedizinische Analytiker:innen
  • Pharmazeut:innen
  • Psycholog:innen sowie Psychotherapeut:innen
  • Spezialist:innen der Bereiche Technik und Logistik, die Wissen in den Bereichen Elektrik, Mechanik und Bauwesen mitbringen, sowie Spezialist:innen in den jeweiligen Fachgebieten. Zudem sucht Ärzte ohne Grenzen Fachkräfte im Wasser- und Hygienebereich, sowie in der Vorratshaltung und dem Beschaffungswesen.
  • Spezialist:innen der Bereiche Finanz- und Personalwesen

Mehr zu den gesuchten Berufsgruppen finden Sie auf unserer Website.

Weitere Informationen stellen wir über folgende online Plattformen zur Verfügung

oder international:

  • Work with us www.aerzte-ohne-grenzen.at/work-with-us
  • Internationale Website www.msf.org
  • Blogs in englischer Sprache www.blogs.msf.org

…oder Sie besuchen einen unserer Informationabende oder nehmen an einem Webinar teil.

Karrieremöglichkeiten

Ja. Ärzte ohne Grenzen bestärkt Einsatzkräfte nach dem Ersteinsatz weitere Einsätze zu machen. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln und unterschiedliche Positionen bei Einsätzen einzunehmen.
 

Wenn Sie sich für eine Karriere bei Ärzte ohne Grenzen entscheiden, oder mehrere Einsätze machen möchten, dann bietet Ärzte ohne Grenzen sehr viele verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten an. Dazu zählen sowohl fachliche Weiterbildungen im medizinischen Bereich, wie auch Team-Management-Trainings, Sprachkurse, etc…

Weitere Fragen

Für Fragen, die die Mitarbeit bei Ärzte ohne Grenzen betreffen, können Sie uns per Email kontaktieren: [email protected]
 

Ärzte ohne Grenzen toleriert keinerlei Belästigung, Diskriminierung oder gar Missbrauch von Mitarbeiter:innen. Wir bemühen uns überall in unseren Einsätzen und Büros, Fehlverhalten vorzubeugen und zu verhindern. 

Dabei legen wir besonderen Wert auf den Schutz von Betroffenen und Hinweisgebenden. Unser Ziel ist es, eine Umgebung zu schaffen, in der sie Beschwerden einreichen können, ohne Bedenken im Hinblick auf ihre Sicherheit, ihre Arbeitsstelle oder die vertrauliche Behandlung ihres Anliegens haben zu müssen. Dies erfordert dauerhafte Aufmerksamkeit, eigens dafür bestimmte Mechanismen und Ansprechpartner:innen. Es gibt konkrete Leitfäden, Briefings, Projektbesuche, Schulungen und viele Maßnahmen mehr. Es handelt sich um einen Prozess, den wir fortwährend anpassen.

Trotz aller Bemühungen kann Fehlverhalten leider nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen werden. Dabei ist jeder Fall ein Fall zu viel! Im Jahr 2019 arbeiteten mehr als 65.000 Beschäftigte bei Ärzte ohne Grenzen. Weltweit wurden 2019 über unsere Beschwerdemechanismen 322 Beschwerden wegen Missbrauch, Belästigung oder unangemessenem Verhalten eingereicht. Als Konsequenz wurden insgesamt 57 Mitarbeiter:innen 2019 wegen jeglicher Form von Missbrauch oder aufgrund von unangemessenem Verhalten gekündigt.

Ärzte ohne Grenzen ist bei diesem Thema transparent, daher haben wir diese Zahlen veröffentlicht. Indem wir offen mit dem Thema umgehen, hoffen wir, auch die Bereitschaft von Mitarbeiter:innen zu stärken, Vorfälle zu melden. Es ist uns sehr wichtig, die Barrieren, die Betroffene möglicherweise davon abhalten, Fehlverhalten zu melden, weiterhin abzubauen. Wir fördern ein Arbeitsumfeld, das frei von Belästigung, Ausbeutung und Missbrauch sein sollte.

Mehr Infos über unsere Maßnahmen für ein Arbeitsumfeld frei von Belästigung, Ausbeutung und Missbrauch

Bewerbungsanforderungen und Entsendung auf Einsatz

Genau dazu dient der Informationsabend. Sie sind herzlich eingeladen, einen der Abende persönlich oder via Webinar zu besuchen: Weiter zu den aktuellen Terminen. Dort erfahren Sie mehr zu den Aufgaben vor Ort und Sie haben auch die Möglichkeit, Ihre Fragen zu stellen. Nützen Sie auch die Möglichkeiten, sich über andere Plattformen ein Bild über das Leben und die Aufgaben im Einsatz zu machen (zum Beispiel: unsere Blogs, YouTube, Facebook)
 

Berufserfahrung, die für die Bewerbung bei Ärzte ohne Grenzen relevant ist, sollte nicht mehr als zwei Jahre zurückliegen.

Bei Ärzte ohne Grenzen ist es nicht möglich, sich für ein bestimmtes Land oder Projekt zu bewerben. Je nach Bedarf werden Einsatzkräfte unterschiedlichen Hilfsprojekten zugewiesen. Die Qualifikationen (Fachrichtungen, Sprachen, Limitierungen) spielen eine große Rolle. Wir erwarten sehr viel Flexibilität von unseren Einsatzkräften, um so den Bedürfnissen in den Projekten am besten Folge leisten zu können.

Vom/Von der Partner:in auf den Ersteinsatz begleitet zu werden ist generell nicht möglich. Sowohl die Lebensumstände, wie auch die Sicherheitssituation lassen das nicht zu. Selbst wenn Sie sich gleichzeitig mit Ihrem/-r Partner:in bewerben, wird ein gleichzeitiger Einsatz im selben Projekt nicht möglich sein, da die Zuteilung zu einem Projekt immer nur nach dem Bedarf des jeweiligen Projekts erfolgt. Sollten Sie eine Karriere bei Ärzte ohne Grenzen anstreben, dann gibt es einige wenige Stellen in Koordinationspositionen, bei denen man auch von der Familie begleitet werden kann.

Die Ankunft in einem Projekt von Ärzte ohne Grenzen in einem Krisengebiet ist für viele erstmal ein Schock. Zu den beruflichen Herausforderungen kommt die persönliche Herausforderung, sich in einem fremden Umfeld in einer fremden Sprache zu verständigen. Oftmals gibt es nur begrenzte Möglichkeiten, mit Freund:innen und Familie in der Heimat zu kommunizieren. Vorangegangene Erfahrungen damit, sich im Ausland in einer fremden Sprache zurechtzufinden, werden Ihnen den Start sehr erleichtern!
Im Bewerbungsbogen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Auslandsaufenthalte, privat oder beruflich, aufzulisten. Jede dieser Erfahrungen, als Backpacker, Austauschstudent, im Freiwilligendienst, als Zivildiener, im Rahmen eines Kongresses, etc., die Sie ins Ausland geführt hat, ist für eine Bewerbung bei Ärzte ohne Grenzen relevant.
Für einen Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen sind besonders Reise- oder Arbeitserfahrungen in Asien, Afrika und Lateinamerika wichtig. Auch die Erfahrung unter einfachen Bedingungen zu wohnen, etc…

Sie werden in den Projekten von Ärzte ohne Grenzen als Einsatzkraft im Rahmen Ihrer Tätigkeit und Ihrer fachlichen Möglichkeiten auch in die Weiterbildung lokaler Angestellter involviert sein. Besonders in komplexen Situationen oder bei schnellen Entscheidungen wird Ihre Expertise immer wieder gefragt sein. Daher ist es unerlässlich, dass Sie Ihre theoretischen Kenntnisse schon in die Praxis umsetzen konnten. Wir verlangen deshalb ein Minimum an zwei Jahren Berufserfahrung in dem Bereich, in dem Sie sich bewerben.
Für Allgemeinmediziner:innen rechnen wir den Turnus als Berufserfahrung an, für Fachärzt:innen die Fachärzt:innenausbildung. Das heißt, dass Ärzt:innen nach dem Turnus, respektive nach der Fachärzt:innenprüfung, auf Einsatz gehen können.

Ärzte ohne Grenzen erwartet von Bewerber:innen die Bereitschaft zu einem mindestens zwölfmonatigen Engagement als Einsatzkraft. Das heißt, wenn der Ersteinsatz sechs Monate gedauert hat, dann erwarten wir, dass Sie später bereit für einen weiteren Einsatz (oder mehrere Einsätze) sind.

Voraussetzungen für eine Einsatzmitarbeit bei Ärzte ohne Grenzen sind:

  • Abgeschlossene Ausbildung, für Ärzt:innen abgeschlossener Turnus bzw. abgeschlossene Fachärzt:innenausbildung
  • Mindestens zwei Jahre Arbeitserfahrung in einem relevanten Bereich (gilt nicht für Ärzt:innen nach dem Turnus oder mit abgeschlossener Fachärzt:innenausbildung)
  • Auslandserfahrung
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • Mindestens sechs Monate Verfügbarkeit für einen ersten Einsatz sowie die Bereitschaft für weitere Einsätze
  • Für Ärzt:innen der Allgemeinmedizin und für Pflegefachkräfte: tropenmedizinischer Kurs
  • Identifikation mit den Prinzipien von Ärzte ohne Grenzen
  • Flexibilität
  • Freude an der Arbeit im Team
  • Freude an bzw. Erfahrung in Teamleitung
  • Respekt und Interesse an anderen Kulturen
  • Psychische Belastbarkeit
  • Organisations- und Improvisationstalent

 
Mehr dazu finden Sie auf unserer Website unter den jeweiligen Berufsgruppen.

Jede weitere Fremdsprachenkenntnis ist hilfreich. Die Sprache, die neben Englisch und Französisch am meisten von Nutzen ist, ist Arabisch.  Zudem können für gewisse Projekte auch Russisch-, Portugiesisch- und Spanischkenntnisse von Bedeutung sein.
 

Das Minimum Sprachlevel für Englisch oder Französisch ist das Niveau B1. Wir empfehlen jedoch, sich in einer der beiden auf das Niveau B2 zu verbessern, bevor man sich bewirbt. Hier finden Sie die internationale Beschreibung der Sprachniveaus und die Möglichkeit sich somit selbst einzustufen.
Wir empfehlen, sich selbst anhand eines Online-Assessments zu testen. Möglichkeiten hierfür gibt es viele. Ein Beispiel für eine Sprach-Assessment-Seite finden Sie hier: http://www.languagelevel.com/french/
 

Je nach Ihren Qualifikationen und dem Bedarf in den Projekten kann es nach einem positiven Assessment Center sehr schnell gehen oder zu einer Wartezeit von bis zu einigen Monaten kommen. Bewerben Sie sich daher mindestens drei bis sechs Monate vor Ihrer tatsächlichen Verfügbarkeit.
Bitte bedenken Sie: Freie Stellen sind in der humanitären Nothilfe nur schlecht planbar. Manchmal kann es deshalb länger dauern, eine passende Stelle zu finden, bzw. wird oft schon in der Vorbereitung auf einen Einsatz Ihre Flexibilität auf die Probe gestellt.

Für den Ersteinsatz sollte man mit einer Länge von sechs bis neun Monaten rechnen. Ausnahmen gibt es für Fachärzt:innen der Chirurgie, Anästhesie, Gynäkologie, sowie für Geburtshelfer:innen und OP-Pflegefachkräfte: Hier sind Ersteinsätze bereits ab drei Monaten möglich. Die Längen für Folgeeinsätze variieren stark.

Bei Noteinsätzen kann es schon einmal vorkommen, dass Sie für kurze Zeit ein großes Zelt mit mehreren Einsatzkräften teilen müssen. Wir bemühen uns aber, immer so bald wie möglich Einsatzkräften ein Mindestmaß an Privatsphäre zu bieten und so steht Ihnen im Normalfall bei regulären Projekten ein Privatzimmer oder ein eigenes Tukul (lokale Hütte aus Lehm od Ziegeln, oft mit Strohdach) zur Verfügung. Küche, Gemeinschaftsräume und Badezimmer teilen Sie meist mit weiteren Einsatzkräften. Um die kulinarische Versorgung, sowie die Hausarbeit (inkl. Wäschewaschen) kümmern sich im Normalfall Hausangestellte.

Obwohl es unmöglich ist, Risiko komplett auszuschließen, tun wir alles was uns möglich ist, um Risiken durch strikte Sicherheitsprotokolle zu minimieren. Die Sicherheit der Einsatzkräfte steht bei Ärzte ohne Grenzen immer im Vordergrund. Weiter zur Seite Sicherheit im Einsatz 

Informationen dazu finden Sie hier: Bewerbungsprozess

Hier finden Sie eine Liste der empfohlenen Tropenkurse.
 

Durchschnittlich bewerben sich pro Jahr ca. 180 Personen für einen Auslandseinsatz. Fast 40% davon werden zu unserem Assessment Center eingeladen und von diesen Teilnehmer:innen werden durchschnittlich 74% aufgenommen. Das heißt, dass ungefähr 25% von allen Bewerber:innen im Einsatzkräfte-Pool von Ärzte ohne Grenzen Österreich landen.
 

Gehalt, Vergütungen, Versicherung

Ja. Sie haben Urlaubsanspruch entsprechend der gesetzlichen Vorgaben. Wann Sie diesen Urlaub in Anspruch nehmen können, ist bei vielen Projekten geregelt. Bei einer Einsatzdauer von neun Monaten sollte zum Beispiel alle drei Monate eine Woche Urlaub genommen werden. Details werden vor Ort mit den Vorgesetzten besprochen.
 

Wenn Sie in Österreich wohnhaft sind, erhalten Sie einen österreichischen Dienstvertrag und sind somit sozialversichert (WGKK). Zudem schließt Ärzte ohne Grenzen für Sie eine internationale Krankenversicherung ab, die Kosten übernimmt, die von der WGKK nicht übernommen werden, und auch noch drei Monate nach Einsatzende gültig ist.

Eine medizinische Versorgung wird direkt im Projekt bzw. im nächstgelegenen (für Einsatzkräfte ausgewählten) Krankenhaus sichergestellt.  Die anfallenden Kosten werden von der Versicherung übernommen. Falls medizinisch notwendig, werden Sie in ein europäisches Krankenhaus oder nach Hause transportiert. Die Kosten hierfür trägt die Versicherung.

Sämtliche Kosten, die das Visum, Impfungen, Versicherung, Transport und Unterkunft betreffen, sind von Ärzte ohne Grenzen gedeckt. Kosten für die Verpflegung und weitere tägliche Bedarfsgegenstände, sowie hin und wieder ein Restaurantbesuch, etc.. können im Normalfall durch das Per Diem (Tagessatz) gedeckt werden und Sie müssen hierfür keine weiteren Kosten einplanen. Einzig für den Urlaub müssen Sie selbst aufkommen.

Ja. Wenn Sie in Österreich wohnhaft sind, dann erhalten Sie einen Arbeitsvertrag nach österreichischem Recht und sind somit auch sozialversichert. Sollten Sie nicht in Österreich wohnhaft sein, dann stellt Ihnen das jeweilige Operational Center einen Arbeitsvertrag aus und Sie sind selbst für die Sozialversicherungsbeiträge in Ihrem Heimatland zuständig. In beiden Fällen erhalten Sie eine internationale Krankenversicherung, die auch noch drei weitere Monate nach Einsatzende gültig ist.

Wenn Sie in Österreich wohnhaft sind, erhalten Sie in den ersten zwölf Einsatzmonaten 1478,75 € Bruttolohn pro Monat. Danach werden Ihre relevanten, vorhergehenden Berufserfahrungen und die Position, die sie während des Einsatzes einnehmen, berücksichtigt.