Die aktuelle Situation im Iran

Wir verfolgen die Entwicklungen im Iran weiterhin mit großer Sorge. Auch wenn eine Waffenruhe aktuell für etwas Entlastung sorgt, bleibt die Lage kritisch – insbesondere der Zugang zu medizinischer Versorgung ist weiterhin eingeschränkt.  

Durch Internetausfälle ist die Kommunikation erschwert und Informationen können oft nur schwer bestätigt werden. Unsere Teams sind in Sicherheit und versorgen weiterhin Patient:innen.

Aktuell helfen wir in Projekten in Teheran, Mashhad und Kerman. Neben unserer wiedereröffneten Klinik im Süden Teherans haben wir eine weitere Klinik in Teheran eröffnet, um mehr Menschen erreichen zu können.

Auch in Kerman und Mashhad leisten unsere Teams weiterhin medizinische Hilfe und versorgen täglich zahlreiche Patient:innen, darunter viele afghanische Geflüchtete. Neben der allgemeinen Gesundheitsversorgung bieten wir auch psychosoziale Unterstützung an. 

Dahye, South Beirut, March 14
Maryam Srour/MSF

Eskalation im Nahen Osten 2026

Unsere Katastrophenhilfe in der Region

Gesundheitssystem unter Druck

Das Gesundheitssystem steht weiterhin unter großem Druck: Einrichtungen wurden beschädigt und die Versorgung mit Medikamenten ist eingeschränkt. Viele Menschen haben keinen ausreichenden Zugang zu notwendiger Behandlung.

Wir stehen in engem Austausch mit den Behörden und unterstützen das Gesundheitssystem, unter anderem liefern wir Hilfsgüter. Zudem planen wir, unsere Aktivitäten weiter auszubauen. Im Süden Teherans soll eine zweite Klinik eröffnet werden.

Die Situation bleibt angespannt. Zivilist:innen tragen weiterhin die Hauptlast des Konflikts – der Schutz von Gesundheitseinrichtungen und medizinischem Personal ist entscheidend, damit Menschen Zugang zu lebenswichtiger Versorgung behalten. 

Sichern Sie unsere Hilfe.

Wir helfen in über 70 Ländern weltweit.

Ihre Spende sichert medizinische Hilfe

So helfen wir im Iran (2025)

46.400

ambulante Behandlungen

3.340

psychologische Beratungen

530

Behandlungsstarts

für Menschen mit Hepatitis C

Unterstützung in Teheran

Im Süden Teherans bieten wir medizinische Versorgung über eine fixe und mehrere mobile Kliniken an. Wir versorgen Menschen mit Infektions- und chronischen Krankheiten, Verletzungen und Hepatitis-C, haben Angebote in sexueller und reproduktiver, sowie mentaler Gesundheit und leisten psychosoziale Unterstützung.

Mobile Kliniken in Mashhad

In Mashhad, nahe der afghanischen Grenze, ermöglichen wir mit mobilen Kliniken medizinische Konsultationen und Untersuchungen auf Infektionskrankheiten. In unserer Klinik im Bezirk Golshahr, wo viele afghanische Geflüchtete leben, bieten wir Beratung, soziale Unterstützung, Gesundheitsaufklärung und Überweisungen an spezialisierte Gesundheitseinrichtungen an. Wir sind seit 1996 in Mashhad aktiv.

Gesundheitsversorgung in Kerman

In der Stadt Kerman sind wir die einzige medizinische Organisation, die allgemeine Gesundheitsversorgung und Überweisungen für geflüchtete Menschen aus Afghanistan.

Wir haben 2024 drei Gesundheitseinrichtungen erneuert, um die medizinische Grundversorgung für neu angekommene und nicht registrierte afghanische Geflüchtete sicherzustellen. Dort versorgen wir Menschen mit Infektions- und chronischen Krankheiten, Verletzungen, Hepatitis, HIV und Tuberkulose, haben Angebote in sexueller und reproduktiver, sowie mentaler Gesundheit und leisten psychosoziale Unterstützung.

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1990

Beginn der Arbeit

4,2

Mio. EUR

Ausgaben (Vorjahr)

110

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Iran

AT
IR
83.30
76.40

Lebens­erwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
IR
78.66
73.08

Lebens­erwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
IR
2.60
10.70

Säuglings­sterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
IR
5.52
1.50

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner­:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org