Christoph Friedl

Psychologe

Christoph Friedl stammt aus Bruck an der Mur in der Steiermark. Er absolvierte eine Ausbildung als Klinischer- und Gesundheitspsychologe und arbeitet im Kinder-, Jugend-, und Familienbereich. Darüber hinaus ist er im Kriseninterventionsteam in Steiermark tätig. Seine große Leidenschaft ist das Reisen. Im Jahr 2016 erkundete gemeinsam mit seiner Partnerin 13 Monate lang die Welt.

Warst Du schon für längere Zeit im Ausland oder auf einem humanitären Einsatz?

Sowohl privat als auch beruflich hat es mich bereits einige Male ins Ausland gezogen. Begonnen hat alles mit längeren Urlauben und einer einjährigen Reise. Danach durfte ich 2 Einsätze bei Ärzte ohne Grenzen machen. Die letzten 2 Jahre verbrachte ich in Berlin. 

Warum hast Du Dich für einen Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen entschieden?

Arbeiten für Ärzte ohne Grenzen vereint für mich viele Aspekte die ich sehr schätze und beruflich attraktiv finde. Es gibt mir die Möglichkeit mit meinem erlernten "Handwerk" Menschen zu unterstützen, die aufgrund ihrer momentanen Situation wenig/keine Unterstützung bekommen. Es erlaubt mir mit einem internationalen und multiprofessionellen Team zusammenzuarbeiten und gemeinsam ein Angebot für Menschen in sehr herausfordernden Kontexten/Gegenden dieser Welt zu kreieren. Die Arbeit verlangt viel Flexibilität, Kreativität und Herzblut.
Ich kann mich sehr gut mit den Werten von Ärzte ohne Grenzen identifizieren und fühle mich in der Organisation gut aufgehoben. All dies sind Punkte, die mich dazu bewogen haben, wieder auf Einsatz zu gehen. 

Was schätzt Du an Ärzte ohne Grenzen am meisten?

Es gibt viele Dinge, die ich sehr schätze. Am meisten jedoch schätze ich das Gefühl, dass ich Teil von etwas Größerem bin. 

Worauf freust Du Dich am meisten, wenn Du an Deinen Einsatz denkst?

Ich freue mich auf die unterschiedllichsten Herausforderungen, auf neue Kolleg:innen vor Ort, auf neue Erfahrungen und auf eine intensive Zeit. 

Gibt es etwas, das Du zu jedem Einsatz mitnimmst?

Fotos von meiner Familie und von Freunden dürfen nie fehlen. 2 Lichterketten, um sich seine Unterkunft etwas gemütlicher gestalten zu können und natürlich Musik, Kindle, und mein TRX Band zum Trainieren.
Kleine Überraschungen für das Team vor Ort dürfen auch nie fehlen: Schokolade, Süßigkeiten oder/und eine gute Flasche Rum/Whiskey (wenn es der Kontext erlaubt)

Was begeistert Dich persönlich und womit verbingst Du gerne Deine Freizeit? 

Ich bin sehr leicht für Dinge zu begeistern und probiere deshalb auch immer wieder gerne etwas Neues aus. Ich lese viel, mache Sport, liebe es auf Konzerte zu gehen oder ein Museum zu besuchen. Und zwischendurch wird ausgelassen mit Freund:innen und/oder der Familile getanzt, gefeiert und gelacht :)

Wenn du an Dein schönstes Erlebnis auf Einsatz zurückdenkst, welches war das?

Es gibt so unzählig viele, unterschiedliche Erlebnisse, dir mir in meinen bisherigen Einsätzen passiert sind. Von markerschütternd, über wahnsinnig traurig, bis unglaublich ergreifend, zum Todlachen komisch oder einfach nur zum Staunen. Ich tue mir schwer ein ganz spezifisches Erlebnis herauszupicken, um es dann in ein paar Sätzen zu beschreiben. 
Es gibt Erlebnisse, die mir heute noch etwas Tränen in die Augen treiben, oder die mich allein, laut zum Lachen bringen. Die Fülle an besonderen Erinnerungen, die man aus Einsätzen mit nach Hause bringen darf, sind jede für sich etwas ganz Besonderes. 

Einsätze:

  • Südsudan, Oktober 2018 - April 2019
  • Irak, Oktober 2017 – Juli 2018